Schweiz
Kampfjet-Entscheid offenbar gefallen
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 30.11.2011 286 Kommentare
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Der Bundesrat hat sich offenbar mit dem schwedischen Kampfflieger Gripen für die billigste Variante entschieden. Ein richtiger Entscheid?
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Der Bundesrat hat sich an der heutigen Sitzung für das billigste Flugzeug entschieden – den schwedischen Gripen. Dies sagen regierungsnahe Kreise gegenüber baz.ch/Newsnet. Die Beschaffung von 22 Maschinen dieses Typs kostet um die drei Milliarden Franken, eine Milliarde weniger als die gleiche Anzahl Rafale oder Eurofighter gekostet hätte.
Verteidigungsminister Ueli Maurer selbst soll den Antrag zum Kauf dieser Maschine gestellt haben. Ihm wird schon seit längerer Zeit nachgesagt, er favorisiere das schwedische Kampfflugzeug. Der Entscheid könnte jedoch im Parlament noch zu reden geben. Die «Basler Zeitung» hatte in den letzten Tagen gestützt auf zwei Evaluationsberichte geschrieben, der schwedische Gripen sei bei Tests durchgefallen.
Im operationellen Bereich schlechter abgeschnitten
Laut dem Sprecher der Luftwaffe, Jürg Nussbaum, hat der Gripen bei der Evaluation im operationellen Bereich schlechter abgeschnitten als Rafale und Eurofighter. Dies sei aber nur ein Aspekt. In anderen Bereichen - Wartung, Logistik, Kooperation - sehe die «Rangliste» indessen anders aus. Zudem gelte es, das Gesamtbild zu beurteilen.
Pilot und SVP-Nationalrat Thomas Hurter verlangt dazu in einem Brief an Ueli Maurer eine Klärung des Sachverhaltes. In einem Interview mit Tagesanzeiger/Newsnet erklärte der Schaffhauser gestern, er sei überzeugt, dass das Parlament die Kredite für den Flugzeugkauf nicht sprechen werde, sollte der Bundesrat einen Typ auswählen, der schlechter ist als die F/A-18.
Kosteneinsparungen bei anderen Geschäften nötig?
Die Kostenfrage dürfte beim Entscheid eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. Denn der finanzpolitische Handlungsspielraum des Bundes ist klein. Darum wollte der Bundesrat die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges auf 2015 vertagen. Das Parlament drängte die Regierung jedoch in der Herbstsession auf einen raschen Entscheid. Kauft die Schweiz jetzt die neuen Kampfjets, sind Ausgabenkürzungen und Sparmassnahmen in anderen Bereichen, wie Bildung und Forschung, Landwirtschaft und Infrastruktur wahrscheinlich.
Ob es tatsächlich zu Sparübungen kommt und in welchem Umfang, wird man erst wissen, wann der genaue Preis der Kampfjets bekannt wird. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.11.2011, 13:06 Uhr
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286 Kommentare
Vielen Dank den Militär-Köpfen: immer heisst es Schulden abbauen und Steuern senken, damit ein attraktives wirtschaftliches Umfeld herrscht. Und plötzlich werden 3 Milliarden verballert, damit sich ein paar Politiker ein neues Spielzeug leisten können. Das Geld wäre für Bildung, Verkehr, Gesundheit weitaus besser eingesetzt. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


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