Schweiz
Kanton Aargau sucht 200 Lehrer in Deutschland und Österreich
Aktualisiert am 29.04.2010 14 Kommentare
200 Vollzeitstellen sind derzeit noch nicht besetzt. Der Kanton will zudem den Lehrerberuf attraktiver machen. Das Ziel sei, das Potenzial im deutschsprachigen Raum und vor Ort auszuschöpfen, teilte das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Donnerstag mit. Das BKS versprach, die Gemeinden bei der Suche von Lehrerinnen und Lehrern für die Volksschule zu unterstützen.
Daher will das BKS wie bereits in früheren Jahren Stelleninserate in Deutschland und Österreich schalten. Die Erfahrungen mit Lehrpersonen aus dem Ausland seien positiv.
Den neu in der Schweiz Unterrichtenden biete der Kanton eine Weiterbildung zu den schweizerischen Gepflogenheiten an, hält das BKS fest. Die ausländischen Lehrer hätten die Möglichkeit, sich in der Anfangsphase von einer erfahrenen Lehrperson begleiten zu lassen.
Lehrer sollen Pensen aufstocken
An der Aargauer Volksschule sind noch mehr als 200 Vollzeitstellen verteilt auf rund 370 Stelleninserate für das Schuljahr 2010/11 nicht besetzt. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Zahl der offenen Stellen bei Ablauf der Kündigungsfrist für Lehrpersonen höher.
Der Kanton will daher auch Lehrer mit Teilpensen dazu motivieren, ihr Pensum zu erhöhen. Erfahrene Lehrpersonen könnten «Mehrstunden» leisten. Pensionierte und andere aus dem Schulbetrieb ausgetretene Lehrpersonen könnten weiterbeschäftigt oder wieder angestellt werden.
Quereinsteiger gewinnen
Mittelfristig will der Kanton den Lehrerberuf attraktiver machen. Das BKS wies auf die geplante Reform «Stärkung der Volksschule» sowie auf die Revision des Lohndekrets für Lehrpersonen hin.
Zudem will der Kanton Möglichkeiten erarbeiten, um mehr junge Leute und Quereinsteiger für den Job zu gewinnen. Gemäss BKS lässt sich der für die nächsten Jahre abzeichnende Lehrermangel nur mit einem bunten Strauss von Massnahmen abwenden. (sam/sda)
Erstellt: 29.04.2010, 09:53 Uhr
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14 Kommentare
@Catherine Hafner. Da bin ich ihrer Ansicht, hier ist noch ein grosses Potential vorhanden. Zugleich könnte man die Arbeitslosenkasse entlasten. Natürlich werden Kritiker sagen das ist Theorie, man kann doch nicht einen Busfahrer zum Lehrer umschulen, muss man auch nicht. Es gibt aber viele Fälle, wo es sehr gut gehen würde. Vielleich braucht es bei einigen auch etwas Druck! Antworten
Die Situation an deutschen Schulen sei gemäss zwei neuen Studien 2009 zufolge besorgniserregend. Über 300 000 Lehrer werden nach Berechnungen des Bildungsforschers Klaus Klemm allein bis 2015 aus Altersgründen ausscheiden. Die Lehrer, die im Dienst sind, seien häufig schlecht auf den Schulalltag vorbereitet, so eine OECD-Untersuchung. Da werden die Deutschen keine Freude haben. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




