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Kosovo wehrt sich gegen die Auslieferung eines UCK-Kämpfers

Aktualisiert am 13.05.2011 11 Kommentare

Die Schweiz muss über die Auslieferung eines Ex-Mitglieds der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) an Serbien entscheiden. Der Mann wurde im April in Vevey verhaftet. Kosovo macht Druck bei den Schweizer Behörden.

Sorgt im Kosovo für Schlagzeilen: Die Auslieferung eines UCK-Kämpfers. (Screenshot: Presheva Press)

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Das Bundesamt für Justiz (BJ) erhielt gestern ein Schreiben des kosovarischen Justizministeriums, wie BJ-Sprecher Folco Galli heute einen Bericht der albanischsprachigen Website Presheva Jonë bestätigte. Darin fordert Pristina Bern auf, den früheren UCK-Mann nicht an Serbien auszuliefern.

Die serbischen Behörden beschuldigen den Mann der Kriegsverbrechen gegen serbische und albanischstämmige Zivilpersonen. Die Anschuldigungen gehen aufs Jahr 1999 zurück, als der Krieg um die Unabhängigkeit der damals noch südserbischen Provinz Kosovo in vollem Gang war.

Auslieferungsgesuch bezeichnet den Gesuchten als Serben

Das serbische Gesuch um Verhaftung und Auslieferung des ehemaligen UCK-Kämpfers ging in Bern Anfang März ein. Im April wurde der Mann in Vevey VD verhaftet. Seither wird der Antrag aus Belgrad überprüft.

Das Schreiben aus Kosovo werde natürlich beantwortet, sagte BJ-Sprecher Galli. Sollten die Bedingungen für eine Auslieferung erfüllt sein, müsse die Schweiz den Mann aber gemäss internationalem Standard den serbischen Behörden übergeben.

Das Auslieferungsgesuch bezeichnet den Gesuchten als serbischen Staatsbürger. Auch wenn er Kosovo-Staatsbürger wäre, würde einer Auslieferung an einen Drittstaat wie Serbien nichts im Wege stehen, führte Galli aus.

Gegen den Auslieferungsentscheid kann der Mann noch Rekurs einlegen. Einzig der Schweizer Pass würde ihn verschonen, denn die Schweiz liefert ihre eigenen Staatsbürger nicht an andere Staaten aus. (pbe/sda)

Erstellt: 13.05.2011, 13:11 Uhr

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11 Kommentare

lisa käser

13.05.2011, 13:43 Uhr
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dies ist garantiert nicht der einzige, welcher massiv dreck am stecken hat und während des krieges hier asyl erhielt, ausreiste und greuel taten verübte! die schweiz wäre gut beraten, wenn ENDLICH mal EX flüchtlinge nach hause geschickt werden. nicht nur ein paar hundert (inkl. kriminelle), sondern tausende, die keinen legalen status hier haben!
WARUM wird nix getan?ganz einfach überblick verloren
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Stefan Reber

13.05.2011, 14:19 Uhr
Melden 52 Empfehlung

So, so der Kosovo macht Druck auf die Schweizer Behörden. Jährlich Millionen von Schweizer Franken kassieren und die Hand, welche einem füttert, noch unter Druck setzen. Aber unsere Behörden werden mit Sicherheit wieder Kuschen und den Bückling machen, wie bei allen Druckversuchen aus dem Ausland. Ist ein richtiger Sport daraus geworden, die Schweiz unter Druck zu setzen. Antworten



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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.