Schweiz

Kundgebung gegen den «Überwachungsstaat»

Aktualisiert am 05.12.2009

Bis zu 250 Menschen haben am Samstag in Bern gegen den «Überwachungsstaat» und die Entnahme von DNA-Proben bei Festgenommenen demonstriert – zum Teil vermummt.

Klare Botschaft: Der Umzug durch die Gassen von Bern am 5. Dezember.

Klare Botschaft: Der Umzug durch die Gassen von Bern am 5. Dezember.
Bild: Keystone

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Die Polizei sammle auch bei Verdacht auf geringfügige Vergehen vermehrt DNA-Proben, hiess es in einem Pamphlet, das die links- autonomen Organisatoren der Kungebung gegen den «Überwachungsstaat» an die Passanten verteilten. Die Profile würden schliesslich in einer nationalen Datenbank gespeichert.

DNA-Proben, so hiess es weiter seien etwa auch den Aktivisten abgenommen worden, die am vergangenen Samstag in Genf anlässlich der WTO-Demonstration festgenommen worden seien. Es gehe ihnen darum, diese «unverhältnismässigen und teils illegalen Praktiken» bekannt zu machen. Zudem verlangten die Demonstranten die Löschung der erstellten DNA-Profile.

Kundgebung ohne Ausschreitungen

Der Demonstrationszug, der von lauter Musik begleitet wurde, bewegte sich am frühen Nachmittag von der Heiliggeistkirche über Rathaus- und Waisenhausplatz durch die Innenstadt und löste sich schliesslich beim Hirschengraben auf. Laut Angaben der Kantonspolizei Bern verlief die Kundgebung friedlich.

Fast gleichzeitig fanden sich auf dem Bundesplatz rund 150 Personen zu einer Spontankundgebung gegen das Minarett-Verbot ein. Sie zogen ruhig und ebenfalls friedlich durch die Strassen der Innenstadt. (raa/sda)

Erstellt: 05.12.2009, 17:22 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.