Schweiz
Lega-Spitzentreffen nach Arztbesuch
Artikel zum Thema
Umberto Bossi, der italienische Minister für institutionelle Reformen, hat sich am Dienstag in der Herzklinik Cardiocentro in Lugano einem medizinischen Check unterzogen. Anschliessend traf er sich mit Lega-Präsident Giuliano Bignasca zum Gedankenaustausch.
Telefonisch zu dem Treffen zugeschaltet wurde auch der italienische Finanzminister Giulio Tremonti. Dieser ist im Tessin nicht sonderlich beliebt, seit er erklärt hatte, Ziel seiner Steueramnestie sei es, den Bankenplatz Lugano trockenzulegen.
Verzicht auf «Fiscovelox» gefordert
Bignasca forderte Tremonti auf, die Radarüberwachung der Grenzübergänge mittels dem so genannten «Fiscovelox» aufzugeben. Denn dadurch würde die Privatsphäre der italienischen Bürger verletzt, nicht zuletzt derjenigen, die sich im Tessin medizinisch behandeln lassen würden.
Zudem betonte Bignasca, dass der Tessiner Finanzplatz an guten Beziehungen zur Lombardei interessiert sei. Es gelte nun, das Kriegsbeil beizulegen und Strategien zu entwickeln, an denen sowohl dies- als auch jenseits der Grenze Interesse bestehe.
Weitere Treffen geplant
Für die Lega dei Ticinesi und die Lega Nord, deren Vorsitzender Bossi ist, habe eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit Vorrang vor den Interessen Roms und Berns, heisst es in einem Communiqué der Lega dei Ticinesi.
Um ihre Freundschaft zu besiegeln, wollen sich Bossi und Bignasca demnächst erneut treffen. Dabei soll ein Manifest unterzeichnet werden, in dem eine gemeinsame Strategie zwischen dem Tessin und den italienischen Grenzprovinzen festgelegt wird. (vin/sda/)
Erstellt: 02.02.2010, 17:39 Uhr
Schweiz
Umfrage
Erst Metropolitanregion dann Kantonslobbyist – und nun eine parlamentarische Gruppe: Die Region Basel will in Bern besser gehört werden. Braucht es diese neue Organisation?


