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Leuthard beflügelt die CVP
Was würden die Befragten heute wählen?
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Quelle: Sonntagszeitung
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Das Politbarometer erstellte das Institut Isopublic im Auftrag der beiden Zeitungen. Befragt wurden 1003 Wahlberechtigte zwischen dem 4. und 17. Februar 2010.
Gegenüber den Wahlen 2007 verlieren SVP und FDP, CVP und SP legen zu. Das zeigt der jüngste Wahlbarometer der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Vergleicht man die neuen Ergebnisse mit der letzten Umfrage im September 2009, so kann die CVP ihren Aufwärtstrend verstärken, während die SP an Fahrt verliert. Die SVP kann ihren Abwärtstrend leicht stoppen. Die FDP verliert konstant.
Aufwind für die CVP: Wären die Schweizer an diesem Sonntag zu den eidgenössischen Wahlurnen gerufen, käme die Partei auf 16 Prozent der Stimmen. Gegenüber dem letzten Barometer von September 2009 legt die CVP damit 0,7 Prozent zu, gegenüber den Wahlen von 2007 (14,5 Prozent) gar 1,5 Prozent.
Sie rückt äusserst dicht zur FDP auf, die in der Umfrage einen Anteil von 16,5 Prozent erreichte. Dieser Wert ist gleich hoch wie letzten Herbst, aber um 1,2 Prozent tiefer als der Wähleranteil von 17,7 Prozent im 2007. Die FDP riskiere, resümiert die «Sonntagszeitung», ihren zweiten Sitz an die CVP zu verlieren.
SVP gebremst Abwärts, SP gebremst Aufwärts
Noch mehr unter ihrem Wahlergebnis von 28,9 Prozent liegt die SVP. Sie würden heute 24,1 Prozent wählen, also 4,8 Prozent weniger Schweizer. Immerhin legt die Partei im Vergleich zur letzten Umfrage zu: Um 0,8 Prozent.
Obwohl klassische SP-Themen wie die Boni-Debatte und die hohen Arbeitslosenzahlen die Diskussionen der letzten Monate prägte, gelingt es den Sozialdemokraten nicht, ihren Aufwärtstrend zu verstärken. Mit einem Umfragewert von 21,4 Prozent liegt sie 1,9 Prozent über dem Wahlergebnis 2007 von 19,5 Prozent. Im Vergleich zum Herbst-Umfragewert aber verliert sie 0,9 Prozent. Ähnlich geht es den Grünliberalen, die bei den Wahlen 1,5 Prozent erzielten und jetzt einen Umfragewert von 1,9 Prozent. Gegenüber dem Umfragehoch vom September aber verlieren sie 1,4 Prozent.
Die Grünen liegen mit einem Umfragewert von 10 Prozent leicht (0,4 Prozent) höher als an der Wahl 2007. Die BDP erzielt 4,3 Prozent. Sie existierte bei den Wahlen 2007 noch nicht. Der Wert ist gleich hoch wie jener im Herbst 2009.
Merz und Leuenberger mit Werten unter 50 Prozent
Die CVP dürfte von ihrer Bundesrätin profitieren. Denn Doris Leuthard geniesst mit 77 Prozent den grössten Rückhalt in der Bevölkerung. Sie konnte gegenüber der letzten Umfrage gar noch um 3 Prozent zulegen. Auf Platz zwei folgt Neumitglied Didier Burkhalter mit 68 Prozent, auf dem dritten Rang Eveline Widmer-Schlumpf. Sie hat allerdings 7 Prozent verloren, während Micheline Calmy-Rey (Rang vier)5 Prozent zugelegt hat.
Burkhalter durchbrach also das Frauen-Trio, das seit längerem ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht. Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) gehört ebenfalls zu den Gewinnern: Er legte um 4 Prozentpunkte zu und belegt mit 59 Prozent den fünften Platz.
Moritz Leuenberger (SP) und Hans-Rudolf Merz (FDP) erneut an Vertrauen bei der Bevölkerung. Die rote Laterne in der Beliebtheitsskala der Bundesräte trägt neu Infrastrukturminister Leuenberger (SP). Nur noch 43 Prozent wünschen sich, dass er eine wichtige politische Rolle spielt. In einem halben Jahr verlor der amtsälteste Bundesrat 7 Prozentpunkte.
(oku/sda)
Erstellt: 28.02.2010, 13:11 Uhr
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