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Libyen schickt Lockerbie-Anwalt ans Schiedsgericht

Aktualisiert am 02.09.2009 5 Kommentare

Das libysche Aussenministerium hat laut einem Medienbericht seinen Anwalt für das Schiedsgericht zur Verhaftung von Hannibal Qadhafi nominiert – eine überraschende Wahl.

Der Jurist Saad Jabbar soll die Interessen von Libyen in dem vereinbarten Verfahren vertreten, wie Radio 24 heute mitgeteilt hat. Jabbar hatte das Land schon im Zusammenhang mit der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al-Megrahi beraten.

Jabbar ist nach Angaben unterschiedlicher Webseiten ein algerischer Anwalt, der in London praktiziert und als Experte für Libyen gilt. Der Schweizer Alt-Nationalrat Jean Ziegler, ein Kenner des Landes, hatte gestern am Abend noch gesagt, dass der Anwalt ein Sudanese sei.

Laut der Mitteilung des Radiosenders hatte das Departement von Hans-Rudolf Merz bislang noch keine Kenntnis von dieser Entscheidung. (raa)

Erstellt: 02.09.2009, 14:00 Uhr

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5 Kommentare

Heinz Meyer

02.09.2009, 12:44 Uhr
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Als das Ehepaar Qadhafi verhaftet und erst gegen Bezahlung einer Kaution von einer halben Million Schweizerfranken (300 000 Euro) frei gelassen wurde, flog Aischa, Muammar Gaddafis Tochter, nach Genf und schwor Rache: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Wieso wohl kostet nun die Freilassung der CH-Geschäftsleute etwas mehr? Aber vielleicht kann ja Prof. Ziegler und Co. das noch richten! Antworten


Walter Kuhn

02.09.2009, 13:13 Uhr
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Im Schiedsgerichtsvertrag steht: "Die Parteien benennen innerhalb von zehn Tagen jeweils eine unabhängige Persönlichkeit dritter Nationalität". Der eigene Anwalt ist nicht unabhängig. Und ein Anwalt im Terrorismusprozess ist wohl eher nicht eine "Persönlichkeit". Die Libyer haben mit der Nomination des Sudanesen den Vertrag bereits gebrochen. Antworten



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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.