Schweiz

Mehr Osteuropa in der Schweiz

Aktualisiert am 19.07.2011 32 Kommentare

Die Zahl der Osteueropäer im Schweizer Arbeitsmarkt ist im Mai im Vergleich zum Vorjahr proportional stärker gestiegen als jene aus der übrigen EU. Dennoch sank gleichzeitig auch die Arbeitslosenquote.

Zu Besuch im Osten: Micheline Calmy-Rey und der ungarische Präsident Pal Schmitt in Budapest, Februar 2011. (Bild: Keystone )

Artikel zum Thema

Stichworte

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Seit Mai haben Bürger von acht neuen EU-Staaten freien Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Für Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn gilt seit Anfang Mai 2011 die volle Personenfreizügigkeit. Gemäss dem neusten Monitor Zuwanderung des Bundesamtes für Migration (BFM) wurden im Mai 989 Aufenthalts- und 1210 Kurzaufenthaltsbewilligungen für Bürger dieser Länder erteilt.

Im Mai 2010 dagegen waren es nur 122 Aufenthaltsbewilligungen gewesen. Für Arbeitnehmer aus den 17 «alten» EU-Staaten sowie den Efta-Ländern (EU-17/Efta) wurden im Mai 2011 5306 (Vorjahr 3915) Aufenthalts- und 5993 (4311) Kurzaufenthaltsbewilligungen ausgegeben.

Die Zahl der effektiven Neuzugänge aus den acht osteuropäischen Staaten war im vergangenen Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 18 Prozent höher, jene der Arbeitskräfte aus den «alten» EU- sowie den Efta-Ländern (EU-17/Efta) um 16,2 Prozent.

Hoher Bedarf an Arbeitskräften

Gründe für die verstärkte Zuwanderung aus den acht neuen EU-Ländern sind laut BFM das Wirtschaftswachstum und die entsprechend höhere Bedarf der Unternehmen nach Arbeitskräften. Die Arbeitslosenquote sank von Mai 2010 bis Mai 2011 von 3,8 auf 2,9 Prozent.

Von Mai 2010 bis Mai 2011 stieg der Anteil der ständig im Land lebenden Ausländerinnen und Ausländer um 2,5 Prozent auf rund 1,74 Millionen Menschen. Gegen zwei Drittel (64,4 Prozent) von ihnen stammen aus dem EU- und dem Efta-Raum. Für Rumänien und Bulgarien, die jüngsten EU-Mitglieder, gelten zurzeit noch Kontingente. (bru/sda)

Erstellt: 19.07.2011, 16:00 Uhr

32

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

32 Kommentare

Bruno Vittorio Nünlist

19.07.2011, 17:29 Uhr
Melden 68 Empfehlung

Wieso sank denn die Arbeitslosenquote??? Weil ganz viele Arbeitslose durch das neue Gesetz am 1. April 2011 ausgesteuert wurden und zur Sozialhilfe mussten. Dieses gefälschte Sinken den Arbeitlosenquite jetzt im Artikel als Erfolg zu vermelden finde ich Pietätlos allen Betroffenen gegenüber! Antworten


Margrith Schär

19.07.2011, 16:48 Uhr
Melden 59 Empfehlung

Natürlich ist die Arbeitsquote ständig am Sinken; denn Arbeitslose werden früher ausgesteuert und fallen damit weg.
Studien und Statistiken sind alles andere als glaubwürdig und sehr leicht manipulierbar, indem man beispielsweise Teile verschweigt.
Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.