Schweiz
Diskussion
Neue Ausbildung für Sexualbegleiterinnen
Seit 2004 gibt es in der Schweiz professionell ausgebildete Sexualassistentinnen, auch Berührerinnen genannt. Jetzt soll eine neue Ausbildung die grosse Nachfrage abdecken – inklusive Geschlechtsverkehr. Mehr...
Von Simone Rau.
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102 Kommentare
Ich nehme mal an, dass auch Behinderte sowas wie ein Sackgeld haben, über das sie frei verfügen können. Und dieses können Sie gerne für welche Dienste auch immer ausgeben. Aber wenn das Sackgeld halt für andere schöne Sachen schon draufgegangen ist, dann liegt es sicher nicht an der Allgemeinheit, nochmals draufzulegen. Antworten
Sehr aufschlussreich, die Diskussion hier mit anderen zum Thema Prostitution zu vergleichen. Normalen Prostituierten wird Einfühlungsvermögen und Menschlichkeit einfach mal pauschal abgesprochen. Für Behinderte, die ihre sexuellen Bedürfnisse ausleben wollen, wird Verständnis aufgebracht, während "normale" Freier als triebgesteuert und als Ausbeuter gebrandmarkt werden. Doppelmoral lässt grüssen.. Antworten
Waren Sie schon mal bei einer Prostituierte? Bei einer Sexualassistentin fühlen sich geborgen, und müssen nicht in fünf Minuten wieder gehen. Es kommt darauf an, wieviel Geld sie ausgeben möchten. Jedoch eine gute Assistenin die sich Zeit nimmt, ist es schön bei Ihr zu sein,, und einfach geniessen, wie jeder Nichtbehindert auch. Warum tut sich die Schweiz so schwer ? In Holland ist es normal. Antworten
Auch eine normale Prostiuierte können Sie eine Stunde oder länger buchen und müssen nicht nach 5 Minuten wieder gehen. Eine gute Prostituierte ist auch in der Lage, auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen, damit sich dieser Wohl fühlt. Ich bezweifle, dass man dieses Einfühlungsvermögen lernen kann, entweder man hat es oder nicht. Es haben ja auch nicht alle Behinderten dieselben Bedürfnisse.
ohne jemanden verletzen zu wollen, doch eines ist wohl GLASKLAR, behindert zu sein ist eine lebensform, ein zustand, welcher oft nicht viele alternativen offen lässt, es braucht eine MASSIVE SENSIBILITÄT um diesen menschen nachfühlen zu können, wenn überhaupt möglich, deshalb liebe leute, lasst das geld mal auf der seite und seit EINFACH MAL MENSCHLICH, zur abwechslung....happy new year!!! Antworten
Gute Idee, wär vermutlich günstiger und erfolgsversprechender als manche medikamentöse Behandlung. Oder wollen sie Behinderte wieder sterilisieren lassen?
Nachtrag: Es braucht also keinen Linken, der einem IV-Bezüger hilft sein Geld auszugeben, höchstens eben der Beistand, wie ein Kommentator bereits erwähnte, der das Geld verwaltet.
90 Zustimmungen von wahrscheinlich selber nicht Behinderten, die hier nur das Wort IV in die Tasten hacken. Offensichtlich scheint der Begriff IV vor viele ein Reizwort zu sein.Stellen Sie sich vor, ein IV-Bezüger, der im Rollstuhl sitzt und so Gott will Raucher ist, den bezahlt wahrscheinlich auch die IV, die Sie da retten, während ein Nichtraucher das Geld ev. für eine Streicheleinheit ausgibt.
2.teil!!! es ist eine schande von euch allen GESUNDEN, urteile über behinderte abzugeben, ihr steht auf, läuft herum, setzt euch nieder und das alles mit der leichtigkeit des seins!! geld ist nicht das THEMA HIER, es geht um ZWISCHENMENSCHLICHE BEZIEHUNGEN, in welcher form auch immer, hoffendlich hilft das 2013 euch ein wenig, erwachsener zu werden, ich spreche hier die gesunden menschen an!!!! Antworten
Aber es ist keine Schande, wenn jeder Mist von allen bezahlt wird, was?
und die "osteuropäerinnen", sind das keine menschen? von all den afrikanerinnen rede ich schon gar nicht.
Frau Feldmann, es tut mir leid, wenn Sie sich in Ihrer Integrität womöglich verletzt fühlen! Aber der Ton Ihres Kommentars weckt fast den Eindruck, man müsse wegen Nichtbehinderung Schuldgefühle haben. Damit schiessen Sie für mein Empfinden doch ein ganz klein wenig über das Ziel hinaus. Ich wünsche Ihnen dennoch - ohne jede Polemik - ein erfülltes 2013!
Niemand urteilt über Behinderte. Da haben Sie etwas komplett falsch verstanden.
Und ja,die Nichtbehinderten haben es alle einfach im Leben. Zwischenmenschliche Beziehungen sind dort ja auch im Ueberfluss vorhanden. Als ob das eine Frage der Behinderung wäre.
Was kommt als Nächstes?-Bachelor für nicht Betroffene, welche angeblich dann "gelernt" haben wie sich Behinderte "zu fühlen haben"? Gennante Institutionen und Co. täten gut daran sich eher für die Rechte "wieder" einzusetzten, welche mehr und mehr durch die IV und derer Entouragen untergraben werden. Rentenkürzungen, Willkür im Rentenfestsetzungsbereich, bürokratische Schikanen etc. Antworten
Das Moralgesülze der ach so guten BürgerInnen ist ekelhaft. Auf der einen Seite immer nur für sich selber schauen, aber wenn dann einer mal ne gute Idee hat, wie man benachteiligten Menschen ein bisschen Freude bereiten kann, kommt sofort die Moralkeule. Schämt Euch Ihr Philister und seit froh, dass Ihr nicht behindert sein! Antworten
Liebe Frau Doebeli, Sie meinten wohl eher die Pharisäer als die Philister....
Die Idee an sich ist gut, aber die Umsetzung gefällt mir nicht, sie grenzt in der Tat an Prostitution und die Preise für diese Dienstleistung sind schlicht unverschämt. Trotzdem - gestatten Sie bitte - dass ich mich nicht dafür schäme, nicht behindert zu sein! Ich bin aber sehr dankbar dafür!!!!!
liebe frau doebeli, sie sprechen mir aus der seele, wort für wort!!! hoffendlich wird das sprichwort: what goes around comes around für viele hier nicht wahr!!
Wer als Behinderter oder Nichtbehinderter nicht über hinreichend sekundäre Geschlechtsmerkmale (Portfolio, Grundbesitz, Jacht, etc.) besitzt, um sich erfolgreich zwischenmenschlich zu binden, soll sich bitteschön ein Haustier anschaffen. ZB. Eine Katze schlägt in Sachen Zärtlichkeit und Suche nach Körperkontakt jeden Menschen. Zudem arbeitet sie Gleitzeit und ist viel billiger als eine BerührerIn. Antworten
@ Meier; Ein Tier ist NIE ein "Ersatz" für ZwischenMENSCHLICHES. Man soll die Tiere nicht vermenschlichen. Ich liebe, achte und respektiere Tiere sehr, aber ich würde sie nie auf die gleiche Stufe wie ein Mensch stellen. Deshalb ist kein Tier ein "Ersatz" für fehlendes Zwischenmenschliches. Daran darf nicht gerüttelt werden.
@Hr. Meier, genau so ist es. Nach meiner Trennung habe ich von meiner Katze die Nähe bekommen, die mich die Trauer ertragen liess. @Tanner, Bachmann: Es wird nicht ein Tier dem Menschen gleichgestellt, sondern darauf hingewiesen, das Nähe und Zärtlichkeit nicht nur bzw. ausschliesslich durch Menschen und durch Sex gestillt werden kann. Davon können auch nicht behinderte Singles ein Lied singen.
@Marc Bachmann Selbstlose zwischenmenschliche Beziehungen, die nicht geldwerten Vorteile als Angelpunkt haben, können Sie in unserer westlich-globalisierten neofeudalistischen Welt mit der Lupe suchen. So etwas können sich ggf. noch die 1% leisten. Nicht umsonst überaltert der gesamte Westen (inkl. Japan) zunehmends. Ein Haustier bietet immer noch den besten, wenn auch nicht vollwertigen, Ersatz.
Ich befürchte, wenn ich mit meiner Nachbarskatze das tue, was ich mit einer Berührerin gerne täte, kriege ich Probleme mit dem Tierschutz - und wohl mit den Nachbarn.
Ich mag ja Katzen - aber ein vollwertiger Ersatz für Frauen? Ich weiss nicht...
Im Ernst: Soll jemand auf seine Sexualität verzichten, wenn er/sie vom Schicksal mit einer Behinderung versehen wurde?
Sie machen sich's zu einfach.
Ein Haustier auf die Stufe eines Menschen zu stellen, bzw. als Ersatz zu betrachten, erachte ich als völliger Unsinn. Jeder kann ein Haustier haben zum kuscheln und streicheln, ob behindert oder nicht. Aber sicher nicht als "Ersatz" für fehlende zwischenmenschliche Berührungen, Beziehungen oder Geschlechtsverkehr.
Bitterböse, aber im Grunde die Wahrheit.
Verstehe ich das richtig, versucht man hier für eine sehr kleine Minderheit ein staatlich geregeltes Recht auf Sex, Geschlechtsverkehr, Kuscheln, Berührungen usw. zu schaffen?
Das ist ja sowas von abgefahren und total irre?! - Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013!
Antworten
FORTSETZUNG: ..Ich weiss nicht ob das mit dieser Ausbildung eine gute Idee ist. Was mich aber schockiert, ist mit welcher Leichtigkeit hier das moralische Fallbeil zur Hand genommen wird. Und das von Leuten, die wirklich nicht nur nicht die leiseste Ahnung haben, sondern offenbar auch nicht den Willen mal kurz über die eigenen Vorurteile nachzudenken. Antworten
FORTSETZUNG ...Ausbeutung osteuropäischer Frauen profitieren wenn ich mal kommen will? Will ich eine die das aus wirklich freien Stücken macht, bin ich sofort im vierstelligen Bereich. Manche Hure will mit Behinderten nichts zu tun haben. Kein schönes Gefühl selbst von einer Professionellen abgelehnt zu werden. FORTSETZUNG FOLGT Antworten
Ich habe vor 15 Jahren den Hals gebrochen und kann deshalb meine Hände nicht mehr bewegen. Ohne Hände keine Selbstbefriedigung. Einige schreiben hier vorschnell ich soll ins Puff. Die meisten Bordelle sind in billigen 70er-Jahre Häusern, da ist nix mit Rollstuhlgängigkeit. Eine zu mir ins Heim einladen ist auch nicht gerade problemlos. Muss ich als Krüppel von der Ausbeutung.....FORTSETZUNG FOLGT Antworten
jetzt mal halt ralf buchmann. im vierstelligen bereich ist man noch schnell einmal (nicht nur als tetraplegiker). das mit den freien stücken... wer arbeitet denn schon freiwillig? nicht mal herr thiel - wär aber sicher ein thema für ihn.
Die zutändigen Behörden/Institutionen täten gut daran, sich einzusetzen, dass Behinderte endlich als solche wahrgenommen werden und diese gegen z. B. IV-Bürokratienwilkür etc. zu unterstützen, statt wieder so einen "Gugus" zu nutzen um Eigenwerbung zu betreiben. Antworten
Hier wird wieder geschrieben, ohne das der Artikel gelesen wird. Es ist ja keine staatliche Stelle, die diese Ausbildung anbietet, sondern ein priv. Institut, und eine Übernahme durch KK steht auch nicht zur Debatte.
Und zur Selbstbestimmung gehört eben auch, dass man Berührung und Sexualität geniessen kann, wenn man den Wunsch verspürt. Normale Prostituierte sind da weniger geeignet, glaube ich.
Antworten
Sie können ja gerne die Sihlquai-Frauen fragen, ob die auch geistig Behinderte Klienten nehmen, oder handkehrum Betroffene fragen, ob die sich mit solchen Frauen rumschlagen wollen.
Und ich hab nichts gegen Prostitution, aber die Möglichkeit, für Berührung bezahlen zu können, find ich jetzt kein riesen Privileg, das der normale Bürger nicht hätte ...
Und das gilt selbstverständlich nur für Behinderte, oder wie muss man das verstehen?
Wenn Nichtbehinderte also selbstbestimmt leben und Berührungen und Sex geniessen wollen, dann gehen sie... wohin genau?
Normale Prostituierte seien ja weniger geeignet dafür, glauben Sie.
Diese Röhrenblick-Menschlichkeit geht mir auf den Senkel.
In unserem Land ist bald jede Minderheit privilegiert.
In den USA gibt es seit mind. 30 Jahren Sextherapeuten. Die verfügen über ein abgeschlossenes Psychologiestudium und üben mit den Klienten auch Berührungen und Sex. Ziel ist es, dass der Patient ein gesundes Verhältnis zum Sex aufbaut.
Was ist eigentlich mit behinderten Frauen? Können die auch Männer mieten und Homosexuelle Behinderte? Ziemlich unausgegoren und deshalb fällts in die Prostitution.
Antworten
1. finde ich wunderbar das man sexualität so offen und natürlich anspricht, ob es nun moralisch korrekt ist oder ob behinderte nichts über sexualität wissen oder wie man damit umgeht, ist eine andere sache! sexualbegleiter/in oder prostituierte, da gibts schon einen unterschied, die ersten aus überzeugung von der richtikeit der handlung, die zweiten um sich finanziell halten zu können. 2. smile! Antworten
herr rombach, lesen sie was ich geschrieben habe nochmals, ich bemerke bei ihnen einen KLEINEN denkfehler, smile 2!!!
Das wird die Prostituierten aber freuen! Ab jetzt sind sie alle Sexualbegleiterinnen oder -therapeutinnen, sie brauchen nur von ihrer Arbeit überzeugt zu sein.
Zum Glück haben Sie noch einen smile hinten angestellt!
Interessant (und teilweise bedenklich) in welcher Art sich sogenannte Nicht-Behinderte über das Bedürfnis von Behindeten nach gelebter Sexualität äussern! Und natürlich gibt es ein solches Angebot auch für behinderte Frauen. Richtig und wichtig für beide Seiten, dass ein "geschützter Rahmen" geboten wird. Warum kommen keine Behinderten zu Wort? Antworten
wenn man Prostitution definiert als sexuelle Dienstleistung gegen Entgelt. So fällt der Geschlechtsakt für Behinderte klar in diese Sparte. Einfach Berührungen, welche intime Handlungen darstellen, müssen nicht unbedingt da reinfallen. Auf alle Fälle plädiere ich klar dagegen, dass dies mit öffentlichen Geldern mitfinanziert wird. Es gibt kein Grundrecht auf Sex. Antworten
@Roski:
Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit. (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
- Art. 23)
Herr Rothenbühler, das Recht auf Arbeit war mal in der Diskussion; es ist aber verworfen worden. Können Sie einen Paragrafen in der Verfassung oder in der Menschenrechtsdeklaration nennen, wo das festgelegt ist?
Quatsch, Rothenbühler. Wenn es ein Recht auf Arbeit gäbe, hätten wir nicht soviele Arbeitslose im Land.
Muss ich erst behindert werden,um Rechte zu erhalten?
Fangen SIE erst einmal an mit denken, bevor Sie andere kritisieren.
Hier soll wieder einmal eine Minderheit privilegiert werden, damit sich deren Betreuer auf Staatskosten eine goldene Nase verdienen können. So nicht!
@Felix Rothenbühler "Es gibt ein Recht auf Arbeit". Sagen Sie das den Langzeitarbeitslosen. Es gibt auch kein Recht auf Gesundheit; nur ein Recht - zumindest was die Schweiz betrifft - auf eine genügende und umfassende Krankenpflege. Eine sexuelle Versorgung ist nicht inbegriffen.
Es gibt ein Recht auf Arbeit. Sorgen Sie bitte dafür, dass Behinderte Arbeit finden, arbeiten können, dann stellt sich die Frage der öffentlichen Gelder gar nicht.
(Bitte denken Sie die Dinge zu Ende, bevor Sie urteilen.)
Na, ich weiss nicht. Nun haben also auch Menschen mit einer Behinderung dieses schwierige Dilemma, ob sie bezahlen wollen, um Sex zu haben. Ob sie Sex haben wollen, obwohl man sich persönlich gar nicht nahesteht. Oder ob man dann halt verzichtet. Die Tarifierung von Nähe und Zärtlichkeit bereitet mir Mühe. Der Einzelfall kann ganz genau richtig sein, das System aber stösst mich ab. Antworten
Wenn dieser Beruf offiziel ist, sollte es dann auch eine höhere Fachprüfung geben müssen, damit diese quasi Prostituierten/Sexarbeiter/innen sich eidg. dipl. Sexualbegleiter/innen (mit schönem in Gold eingerahmten Diplom im Arbeitszimmer) nennen dürfen? In dem Fall würde ich meinen Eidg. Meistertitel wohl zurückschicken müssen. Antworten
Mit dieser Art von Sexualbegleitung wird vor allem eine betimmte, männliche Spezie bedient. Wer um die Feinnervigkeit und Verletzbarkeit von Behinderten weiss, kommt nicht darumherum, ein Fragezeichen hinter diese Art von Dienstleistung zu setzen. Antworten
Können auch geistig und körperlich behinderte Frauen einen Begleiter buchen? Oder ist das ein Privileg für behinderte Männer? Bei körperlicher Behinderten habe ich ein gewisses Verständnis für den Service. Aber die Vorstellung, einen geistig behinderten Menschen sexuell gegen Geld zu befriedigen - einfach nur abartig und abstossend. Antworten
Und beweisen mit Ihrem Kommentar genau das was ISBB-Leiter Hassler als Problem erkannt hat: Es komme leider noch immer häufig vor, dass die gesetzlichen Vertreter der Behinderten die eigenen moralischen Vorbehalte über deren Bedürfnisse stellen würden.
Damit missachten sie das Recht der Behinderten auf Selbstbestimmung.
@Egger: Wenn Sie den Artikel lesen können Sie sich Ihre Frage selber beantworten. Bevor Mann oder Frau einen Kommentar schreibt sollte unbedingt der ganze Artikel gelesen werden. Alles andere ist unseriös.
Ich empfinde es für Behinderte, die auf normalem Weg keine Chancen für ein befriedigendes Sexualleben haben, diskriminierend, für solche Dienstleistungen bezahlen müssen. Behinderteninstitutionen sollten Tantraseminare anbieten, an denen sich die Teilnehmer selber entdecken und sich gegenseitig auch mal auf eine andere Art kennenlenrnen könnten. Antworten
"Anleitung zur Selbstbefriedigung?" Wer sich in Sache Sexualität derart unbegabt anstellt, kann auf eine Sexualbegleitung wohl gut und gerne verzichten. Auch unter Nichtbehinderten klaffen Welten zwischen Wünschen, Ansprüchen und realen Möglichkeiten. Welche Organisation verhilft dieser Kategorie zum Glück? Antworten
@Juillerat: Sie machen es sich ja reichlich einfach. Behinderte sollen es sich halt im Kopf selbst machen. Wenn sie dafür zu "unbegabt" sind sind, sind sie halt selbst schuld. Soviel zum Thema selbstgerechte Ignoranz.
@Yasha Bostic Selbstgerechte Ignoranz? Bekanntlich läuft ja Sexualität auch im Kopf ab und den Fantasien und dem Erfindergeist sind keine Grenzen gesetzt. Ausser, es handle sich um eine schwere, mentale Behinderung. Ob dann in einem solchen Fall eine Sexualbegleitung das Richtige wäre, ist sehr fragwürdig.
Bostic. Haben Behinderte ein spezielles Recht auf sexuelle Befriedigung und "Berührungen durch Sexualassistentinnen"?
Verstehe ich nicht ganz, woraus sich das ableitet. Ich kenne alleine dutzende unglücklicher Frauen und Männer,die werden auch nicht von staatlich ausgebildeten Assistenten/-innen begleitet.
Was bieten wir denen an?
Wenn jemand mit Behinderung nicht weiss wie das läuft, ist er nicht unbegabt, sondern konnte das aufgrund seiner Defizite nie für sich im stillen Kämmerlein ausprobieren. Unglaublich wieviel selbstgerechte Ignoranz einem hier in der Kommentarspalte entgegen schlägt. Sie sollten sich schämen.
Ehrlich gesagt, genau DAS habe ich mir beim Lesen des Artikels auch gedacht.
Alle anderen sind ja schliesslich glücklich.
Aha, so wenn Mann sie als Therapeutin gemietet hat ist es nicht mehr Prostitution? Na bitteschön, hört auf mit dieser Doppelmoral!!! Viele Männer wollen Frischfleisch, das ist normal. Also, dann wieso haben die Betreuer Probleme damit? Warum braucht es eine neue Art "tiefgründige" Prostitution? Liebe kann man nicht kaufen, auch nicht mit einem IV-Ausweis... deshalb, bleiben wir beim sinnlosen Sex! Antworten
Oft werden Behinderte vergewaltigt? Wie hoch ist die Zahl? Man schweigt darüber. Sie suchen die Geborgenheit und Befriedigung. Ist es verboten?
Daher ist es gut, dass Sexualbebgleiter/innen helfen. Es ist gut, dass Behinderten dafür zahlen, wie alle, denn die Krankenkasse hat nicht die Aufgabe zu zahlen. Der Grund ist, weniger Gewalttätigkeit und weniger Aggressivität und weniger Beruhigungstabletten, wenn Behinderten freies Leben wünschen, aber ohne Druck.
Antworten
Und wie viele Nichtbehinderte verbringen ihr Leben ebenso "berührungslos"? Und zwar einfach, weil sie über Jahre Single sind und Berührungen Frau-Mann und Mann-Mann (nicht aber Frau-Frau) in unserer Kultur ganz klar der Erotik zugeschrieben und deshalb wo immer möglich von jederfrau und jedermann vermieden werden.
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In diesem Sinn steht die Idee völlig quer zur gesellschaftlichen Realität.
Antworten
Der Staat sollte das ganze Sexgewerbe kontrollieren, um es zu entschmudelisieren und allen Beteiligten einen sicheren, würdevollen Umgang zu garantieren.
Bezahlter Sex sollte nur noch in überprüften Etablissements und von angemeldeten Dienstleistern angeboten werden, welche auch anständig Steuern und Versicherungsbeiträge bezahlen.
Ein Jobprofil als BerührerIn ist ein Anfang.
Antworten
Bin der gleichen Meinung und fragte mich auch, warum so viele Daumen nach unten drücken. Vielleicht weil die Männer nicht wollen, dass dieses Gewerbe besser kontrolliert wird. Den Prostituierten würde u.a. mit dieser Ausbildung der nötige Respekt entgegengebracht . Die Doppelmoral existiert genau wegen dieser Verlogenheit.
@Lisa Halter: wohl eher das völlig realitätsfremd anmutende Ansinnen, das von Fantasien und ehelicher Untreue geprägte horizontale Gewerbe regulatorisch erfassen und durchgängig kontrollieren zu wollen...
Da bin ich der gleichen Meinung. Seltsam, dass so viele hier den Daumen nach unten drücken. Was ist denn das Problem? Dass dann keine Zuhälter mehr Profit machen können, weil Prostitution ausserhalb verboten ist? Dass Frauenhandel sich deshalb nicht mehr lohnt? Oder sind antiquierte Moralvorstellungen (Sex nur in der Ehe/Beziehung) das Problem? Nähme mich ehrlich wunder.
Wer anständig Steuern und Versicherungsbeiträge bezahlt, hat im Gegenzug auch Anspruch auf eine entsprechende Rente und Kostenübernahme im Krankheitsfall, auf - wenn nötig - Polizeischutz, Arbeitslosengeld usw. Und genau das dürften die Gründe sein, weshalb SexualassistentIn nicht schon längst ein staatlich anerkannter Beruf ist. Was sich in der Grauzone bewegt, kostet unter dem Strich weniger.
Frau Weber, hatten Sie schon einmal mit Behinderten Menschen zu tun? Für diese braucht es wirklich eine spezielle Schulung damit der oder die Behinderte sich auch wohl fühlt (jetzt nicht auf Sex bezogen sondern allgemein). Jetzt stellen Sie sich vor wie sensible dieses Thema bei sexuellen Fragen ist. Da kann man nicht einfach ans Sihlquai fahren und jemanden mitnehmen das geht bestimmt schief.
Das Coole daran ist, dass der Staat aus der ganzen Sache einen neuen, regulierten Beruf mit möglichst viel Weiterbildungspflicht und möglichst sinnlosen, aber teuren Kursen machen kann. Eigentlich ist diese Karikatur eines Berufs mustergültig für etwas, das sich im Berufsleben beängstigend breit macht:
Keine gute Arbeit mehr - dafür aber möglichst viele Zertifikate und "Qualitätsmanagement".
Zum Jahresausklang eine sehr erfreuliche Meldung! Hoffentlich wird sich die Welt insgesamt und Europa insbesondere immer mehr von einigen Jahrtausenden abrahamischer, patriarchalischer, lustfeindlicher Herrschaft befreien und erholen, vor allem auch die Frauen, aber ohne in ein strenges Matriarchat zu kippen. Antworten
Sexworker, welche ihre Kunden besuchen, sind oft mindestens gleich teuer. Mein Honorar zb. ist 400/Stunde. Die Menschen mit Behinderung bekommen also jemand, der speziell auf ihre Bedürfnisse eingehen kann, und das noch zu einem relativ günstigen Preis. Eine gute Prostituierte könnte das wohl auch, aber das ist in vielen Berufen so dass man doch jemanden mit einem Diplom möchte.
Einige könnte das schon, aber die meisten sind nicht so einfühlsam, wie das hier gewünscht wird. Man darf ja nicht vergessen, hier ist offensichtlich eine persönliche Verbindung, ein emotionaler Moment gefragt, bei einer Prostituierten kaum. Selber habe ich ähnliches gemacht, also Streicheleinheiten etc. auf Verlangen, ohne dass ich die Frau gewählt hätte, einfach um Freude zu bereiten. Darumgehts
Das ist sicher korrekt. In jeder Branche wird halt versucht, mit Zusatz-Ausbildungs-Attest oder Uni-Abschluss sich eine gesicherte Werkstatt zu schaffen mit Hilfe von Bestimmungen, um damit der realen Konkurrenz zu entgehen und höhere Preise zu generieren. Sprich: Subventionitis.
Die Prostituierte würde möglicherweise nicht von der IV bezahlt.
Irgendwie merkwürdig die Geschichte, der Behinderte hat Anrecht auf eine Berührerin, von mir aus - dem Unbehinderten verbleiben nur die Prostituierten, deren (regelmässiger) Besuch in der Gesellschaft mit absoluter Akzeptanz, bis totaler Ablehnung gewertet wird.. was ist den an den Behinderten sexuell anders, als bei den Validen? Ich habe ein komisches Gefühl bei der Sache, riecht nach Segregation
Auch im normalen Rotlicht Milieu können Sie einen sehr menschlichen Service erhalten, wenn Sie bereit sind, etwas mehr Geld dafür in die Hand zu nehmen.
Wo ist der Unterschied zu normaler Arbeit wie in jedem anderem Beruf? Niergends... Die Mehrheit unserer Bevölkerung sieht eben vieles noch viel zu eng!
Vermutlich kostet es mehr, als bei einer gewöhnlichen Prostituierten.
Evtl. folgende Unterschiede:
* die qualitätssichernde Ausbildung,
* der Arbeitsvertrag,
* die Arbeitnehmerrechte,
* dass die Leistung nicht im Akkord sondern im Stundentarif bezahlt wird,
* die Spezialisierung auf "behinderte" Kunden
Im Preis und im 'Leistungsbeschrieb'. Ein edle Verpackung kostet eben.
Ich find das ganz toll. Aber was ich bei der ganzen Sache ein wenig vermisse ist die Anbahnung von wirklichen Beziehungen unter Behinderten selber. Sicher will auch ein Behinderter einen attraktiven Körper genießen, aber wer zahlt mir als Nichtbehinderter einen Bordellbesuch? Antworten
Wieso einen Bordell besuchen? Gibt es keine andere Möglichkeiten fröhlich Sex zu betreiben? Es gibt eine Unzahl attraktiver Frauen und Männer, die nicht (nur) auf dem Sexmarkt zu finden sind.
@ Jochen Lambke + Fans: Als Nichtbehinderte(r) sind Sie arbeitsfähig und können sich somit die Kosten für den Bordellbesuch selbst erarbeiten. Genauso wie für den Besuch im Kino oder im Restaurant.
Dem natürlichen Trieb seinen Lauf zu lassen ist aus dem Rollstuhl eben nicht so einfach.
und vor allen zu einem einträglichen Geschäft (Ausbildung zur .......)!
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