Neuer Kälterekord von minus 34,2 Grad in La Brevine

Aktualisiert am 20.12.2009

Weite Teile der Schweiz haben auf Sonntag die kälteste Dezembernacht seit Jahrzehnten erlebt.

Kälte-Rekordhalter La Brevine im Neuenburger Jura machte seinem Namen auch letzte Nacht alle Ehre: Das Thermometer mass minus 34,2 Grad.

Kälte-Rekordhalter La Brevine im Neuenburger Jura machte seinem Namen auch letzte Nacht alle Ehre: Das Thermometer mass minus 34,2 Grad.
Bild: Keystone

Ein neuer Tiefstwert für das laufende Winterhalbjahr wurde zudem in La Brevine mit minus 34,2 Grad verzeichnet. Ab Dienstag ist aber eine massive Erwärmung mit einem Temperatursprung von 20 Grad oder mehr in Sicht.

La Brevine im Neuenburger Jura gilt mit dem absoluten Rekord von minus 41,8 Grad vom 12. Januar 1987 als Schweizer Kältepol. Die in der Nacht zum Sonntag gemessenen 34,2 Kältegrade sind der tiefste Dezemberwert seit 2001, wie Daniel Gerstgrasser von Meteo Schweiz auf Anfrage sagte. Damals wurden an Heiligabend minus 37,8 Grad abgelesen.

Tiefste Werte seit Jahrzehnten

Mehrere Stationen im Mittelland verzeichneten aber die tiefsten Werte seit Jahrzehnten oder sogar seit Messbeginn. Am kältesten war es in Mathod auf 445 Metern Höhe am Fuss des Waadtländer Juras mit 19,1 Grad unter Null. Es handelt sich um den tiefsten Dezemberwert seit Beginn der Messungen im Jahre 1992. Basel erlebte mit minus 16,0 die kälteste Dezembernacht seit 1964.

Minus 16,1 Grad für Luzern bedeuteten sogar den tiefste Dezemberwert seit Messbeginn von 1931. Rekordkälte für den Dezember meldeten auch Fahy im Pruntruter Zipfel mit minus 17,4, Güttingen am Bodensee mit minus 16,4 und Rünenberg im Oberbaselbiet mit minus 16,0 Grad. Eine klirrend kalte Nacht erlebte auch das Südtessin: In Stabio fiel die Quecksilbersäule bis auf 15,4 Grad unter Null. Auch das war gemäss Gerstgrasser ein neuer Dezemberrekord in der seit 1982 geführten Messreihe.

Nicht ganz so kalt wie in den letzten Nächten war es im Oberengadin und im Münstertal. Buffalora am Oberalppass meldete minus 27,2 Grad. In Samedan zeigte das Thermometer 22,1 Grad unter Null an. Im Unterschied zum Mittelland hatte es hier noch einige Wolken und auch Wind.

Der Dauerfrost, der in Teilen des Mittellands seit dem letzten Montag anhält, dürfte laut Gerstgrasser in der Nacht zum Dienstag zu Ende gehen. Zuvor könnte es nochmals fünf bis zehn Zentimeter Schnee und Schneeverwehungen auch in tiefen Lagen geben. Der Meteoschweiz-Meteorologe rechnet bis Dienstag mit einem massiven Temperatursprung von 20 Grad. Jörg Kachelmann von Meteomedia wagt sogar die Prognose, bis Donnerstag werde es in la Brevine 40 Grad wärmer. (tan/ap)

Erstellt: 20.12.2009, 09:16 Uhr

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