«Niemand zwingt einen Moslem, Röschti zu essen»

Ein Freiburger Anthropologie-Professor fordert Sonderrechte für Muslime und will die Scharia in der Schweiz teilweise einführen. Sami Aldeeb, Rechts- und Islam-Experte hält die Idee für realitätsfremd.

Sami Aldeeb, 59, Dr. iur. am Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung in Lausanne und Autor einer neuen Übersetzung des Korans.

Sami Aldeeb, 59, Dr. iur. am Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung in Lausanne und Autor einer neuen Übersetzung des Korans.

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Herr Aldeeb, was halten sie von Professor Giordanos Idee, die Scharia teilweise einzuführen?
Die Idee ist überhaupt nicht praktikabel. Und dennoch wird sie allen westlichen Ländern gefordert, in denen es eine muslimische Minderheit gibt. Meiner Meinung nach ist das weder im Interesse der jeweiligen Länder, noch im Interesse der Muslime. Denn es würde liberalen Bewegungen und Bemühungen im Islam den Wind aus den Segeln nehmen. Ausserdem ist die Anwendung des muslimischen Rechts per se problematisch. Selbst in den islamischen Ländern wird die Scharia nicht gänzlich angewendet.

Was genau ist problematisch?
Im Islam hat jeder sein eigenes Gesetz gemäss seinem Glauben. Ein überzeugter Moslem wird nicht akzeptieren, dass jemand anders darüber entscheidet, was Teil seines Glaubens ist. Wie wollen Sie da Konflikte zwischen den Systemen vermeiden? Nehmen wir als Beispiel die Mischehe: Die Scharia erlaubt einem Moslem die Ehe mit einer Christin. Einer Muslima ist die Ehe mit einem Christen jedoch untersagt. Das kann man nicht mit der Verfassungsnorm vereinbaren, die eine Behinderung durch religiöse Ansichten verbietet. Da sind Konflikte doch vorprogrammiert.

In Kanada wurde das Konzept auch diskutiert…
… und verworfen. Liberale Muslime fanden, dass dieser Rechtspluralismus Tür und Tor für jegliche Interpretationen öffnet und mit westlichen Normen kollidiert. Staaten, in denen eine Rechtspluralität herrscht, sind in der Regel politisch labil. In Ägypten etwa gibt es nicht ein Familiengesetz, sondern 15. Ähnlich ist es auch im Libanon. Nach der Scharia muss jeder Moslem gemäss seinem Glauben und seinem Recht leben. Glaube und Recht sind untrennbar verbunden. Aber sogar die muslimischen Länder haben Schwierigkeiten, das konsequent umzusetzen. Auch sie wollen nicht Normen anwenden, die dem 7. Jahrhundert angehören.

Rechtspluralismus ist also ein rein ideologisches Konstrukt?
Die heutigen Anstrengungen zielen auf eine Vereinigung und Vereinfachung des Rechts. Das sieht man auch an den Bemühungen, die Schule zu harmonisieren. Hierzulande musste der Staat in der Verfassung 1874 die protestantischen und katholischen Gemeinschaft ihrer Recht sprechenden Kompetenzen entheben, um das Land zu vereinen. Stellen wir diesen Entscheid infrage, würde uns das ins 19. Jahrhundert zurückwerfen.

Wenn es nicht praktikabel ist, warum fordert es Christian Giordano dann?
Herr Giordano ist kein Jurist. Er ist ein Anthropologe. Anthropologen sind bekannt für ihren Relativismus. Sie wollen, dass jedes Volk seine Kultur und Bräuche behält. Dabei verbietet es Ihnen ja niemand, nach Ihrer Tradition zu tanzen. Niemand zwingt einen Moslem, Röschti statt Schweinefleisch zu essen. Wenn es um das Funktionieren des Staats, um die Berücksichtigung fundamentaler Rechte geht, muss die Kultur weichen. Das ist keine unilaterale Massnahme. Sie ist nicht gegen Moslems gerichtet, auch nicht gegen Katholiken oder Protestanten, sondern dient schlicht der Gemeinschaft.

Giordano denkt, die Berücksichtigung der Scharia würde die Integration der Muslime fördern.
Würde es das wirklich? Man integriert sich nicht, indem man ein Recht einfordert, das teilweise gegen UN-Menschenrechtsnormen und die Schweizer Verfassung verstösst. Wir haben vor 1874 Erfahrung mit dem Pluralismus gemacht und unsere Lektion gelernt. Leider vergisst man das zu oft. Ein Rechtspluralismus würde die Gesellschaft vielmehr «desintegrieren». Wenn in einer Karawane jedes Kamel ausschert, ist es keine Karawane mehr, sondern eine Herde. (bazonline.ch/Newsnetz)

Erstellt: 29.12.2008, 17:08 Uhr

52 KOMMENTARE

Martin Luchs

30.12.2008, 20:18 Uhr

Was wir dringend brauchen sind solche Politiker, wie Premier John Howard von Australien welcher auch von seinen Amtskolegen und der Befölkerung hoch geschätzt wird.Siehe bitte auch die Rede vom Feb.2008, welche im www.nachzulesen ist. Manchem Einfaltspinsel zum lesen entfolen ;-)


sherifi hysen

30.12.2008, 18:39 Uhr

schreibt euch nicht in dunkel,ihr kennt den islam nicht ,möge allah euch recht leiten. scharia sagt nicht ich schlachte die arm sonder wenn du diebstahls ich schlahte deine arm. one scharia europa wird in elend fallen schon jetzt ist in elend alkohol,kindesmissbrauch, prostitution,droge.und und realität ist makaber unwissenheit ist die größte feind für eine mensch.


Niggi G.ellert

30.12.2008, 18:34 Uhr

@Simon Nagi: Ihr Vorschlag für ein multiples Rechtssystem gefällt mir sehr! Je nach Gusto bin ich Jude, Christ oder Muslim!?! Ich bin in eine Gesellschaft mit christlichen Grundwerten geboren worden, habe eine Erziehung mit christlichen Grundwerten genossen, erziehe meine Söhne nach christlichen Grundwerten etc. Provozieren wir doch nicht einen Verlust unserer Identität!


Claude Brès

30.12.2008, 12:31 Uhr

Religion, Kultur, Politik und Gesellschaft sind in einander verflochten, dennoch erachte ich die Trennung von Staat und Religion als notwendig. Bis Heute verstehe ich nicht, dass Kirchensteuer mit der staatlichen Unterstützung erhoben werden. Die Kirchen sollten wie in anderen Ländern (z.B. Frankreich) selber für Ihre Einkünfte sorgen. Eines Tages wird die Scharia wieder abgeschafft.


pit a. meier

30.12.2008, 12:29 Uhr

rösti ist kein gutes beispiel, schweinsbratwurst wäre ein besseres. in basel hätte prof. giordano nicht nur nie einen lehrstuhl erhalten, er wäre beim ersten examen durchgefallen, da er fundamentale prinzipien unserer rechtsordnung, etwa das der rechtsgleichheit, nicht zu kennen scheint.


Peter H. Kuhn

30.12.2008, 11:15 Uhr

Nun, dieser eigenartige Professor hat wenigstens eines bewirkt: Man spricht über ein Tabu-Thema das von der ängstlichen Presse peinlichst gemieden wird. Man spricht endlich über diese grauenhafte, mittelalterliche Scharia, über die Verse im Koran, die die brutale Vernichtung Andersdenkender befiehlt. Man spricht auch über die unmögliche Integration usw. Nur sollte man nun noch zu denken beginnen.


Daniel Heller

30.12.2008, 10:35 Uhr

Die Idee, in einem Land unterschiedliche Rechtsysteme gelten zu lassen, ist abstrus, unpraktikabel, gefährdet die Integration und ist ein zivilisatorischer Rückschritt vor die Zeit der französischen Revolution, welche die Rechtsgleicheit als staatspolitische Maxime verankert hat.


Beat Müller

30.12.2008, 10:02 Uhr

Ich finde solche diskussionen wichtig und richtig. wenn der schweizer nicht mehr für neue ideen bereit ist, was ist dass für eine freiheit? hr. giordano ist ja kein entscheidungsträger. wenn im ausland keine solche diskussionen stattfinden, können wir trotzdem mutig sein, ideen zu äussern die ein besseres zusammenleben mit ausländern wenigsten versuchen.dazu gehört auch das scheitern des versuchs.


Simon Nagi

30.12.2008, 01:44 Uhr

Kein Wunder das er gegen die Scharia ist. Er als Palästinensischer Christ und Nichtmuslim ist logischerweise dagegen. Dabei sind die genannten Beispiele unsinn. Das es im Libanon und Ägypten mehrere Gesetzgebungen ist logisch,da die Scharia da nicht für die Christliche Minderheit gilt. Aber die Scharia gilt in Saudi Arabien,Marokko etc. sehr wohl vollständig.Die Scharia gilt nur für Muslime!!!


A Weber

29.12.2008, 23:13 Uhr

ich möchte all jene,die hier nun über "integrationsunwillige" muslime herziehen ermahnen,dass integration kein einbahnprozess ist,d.h.integration funktioniert nur, wenn auch wir bereit sind, auf andere zuzugehen. zudem muss jederman seine kultur im rahmen unserer rechtsordnung leben können.daher: den bau von minaretten nicht prinzipiell ablehnen.die argumente der minarett initative sind tendenziös


A. Amman

29.12.2008, 22:56 Uhr

Wir brauchen die strickte Trennung von Staat und Religion. Religiöse Einrichtungen sollten sich ausschliesslich privat finanzieren. Ich für meinen Teil glaube nicht an Märchen und fühle mich von der Realitätsleugnung und dem totalitären Gedankengut duch Religionen im meiner menschlichen Würde verletzt. Muss von nun an religiös sein, wer sich als Bürger zählt? Aufklährung - auf den Scheiterhaufen?


Jan van Berkel

29.12.2008, 22:01 Uhr

Jene die die Scharia wollen oder gut finden sollen in jene Länder umziehen wo es diese Scharia gibt. Ich glaube wir in der Schweiz wollen die Scharia nicht. Ende des Zitats.


Mischa van Berkel

29.12.2008, 21:21 Uhr

Der Kommentar von Lukas Zürcher trifft den Nagel auf den Kopf. Es macht mir Sorgen, dass die Anzahl der Muslime in der Schweiz stetig wächst. Ich habe wirklich kein Problem mit integrationswilligen, anpassungsfähigen Mitbürgern aus dem muslimischen Raum. Für radikale Muslime (und dazu zähle ich die Verfechter der Scharia) hat es in meinen Augen in der Schweiz aber keinen Platz.


D. Dummermuth

29.12.2008, 21:08 Uhr

Die Argumente von Herr Aldeeb gegen die Einführung der Scharia sind einleuchtend. Die Gesetzesebene wie z.B. Strafrecht, Zivilrecht, Handesrecht, Verwaltungsrecht etc. ist von der Religion klar zu trennen. Allerdings hat dies nichts mit der Minarett-Initiative zu tun. Die verfassungsmässig geregelte Religionsfreiheit wie z.B. Kruzifixe in Schulen, das Tragen von Kopftüchern etc muss bleiben.


Ilse Leibundgut

29.12.2008, 20:57 Uhr

Umgekehrt dürfen dann in jallen arabischen Länder junge ledige Eurofrauen Ferien verbringen, ohne Visumszwang, öffentlich Minijupe tragen (ist schliesslich das Symbol der westlichen freien Frau – das Gegenstück zum Kopftuch) und in der Hotellobby ein Cüpli drinken. Ich nehme an, dass im Sinne von gegenseitigen Integrationsanpassungen Frau Calmy Rey bald solche Übereinkommen unterzeichnen wird.


Michaela Wolf

29.12.2008, 20:53 Uhr

Vielleicht sollten wir ja auch anfangen, Kirchen in muslimischen Ländern zu bauen und das schweizerische Rechtsystem einführen. Was will er damit bezwecken? Klar keine Integration, sondern eher eine eigene muslimische Welt in einem "fremden" Land. Wie wärs zur Abwechslung mal mit "Anpassen"? Ihr lebt in der Schweiz - freiwillig - Rösti oder Schweinefleisch. Ist doch das Selbe.


Daniel Müller

29.12.2008, 20:51 Uhr

In der Schweiz gibt es bereits ausreichende gesetzliche Grundlagen für Moslems - jedem, dem es nicht passt, kann ohne Hindernisse problemlos ausreisen.


Rene Meier

29.12.2008, 20:48 Uhr

Das "bessere" System überlebt. Wenn die SVP rechtsstaatliche Prinzipien öffentlich verhöhnt & Politiker schludrig mit dem Rechtsstaat umgehen, ist zu vermuten, dass unser Rechtssystem auf einem schwachen Fundament steht, mithin anfällig ist. Staatskundeunterricht, der darauf hinausläuft, die Namen der Bundesräte auswendigzulernen, weist in die gleiche Richtung.


Toni Iten

29.12.2008, 20:34 Uhr

Wir haben doch eine christliche Verfassung. Müssen wir uns nebst dem Schwulengesetz auch noch die Scharia in die Verfassung schreîben lassen. Herr Bischof Koch lassen Sie sich doch noch ein Minarett neben Ihrem Bischofssitz bewilligen.


T Wydmer

29.12.2008, 20:30 Uhr

Auch die Presse sollte sich seinen Journalisten annehmen, und sie über den Islam generell informieren. Der Islam wäre schon lange tot, oder in einem ähnlichen Zustand wie die Kirche in der Schweiz, wenn er nicht politisch „missbraucht“ würde. Z.b. Muslim-Bruderschaft. Darum klare Trennung von Staat und Religion! Alles andere ist ein geplanter Bürgerkrieg.


Schmied Martin

29.12.2008, 20:29 Uhr

Herr Nussbaumer, ich bin vor allem mit dem letzten Teil Ihrer Meinung vollkommen einverstanden: Religion ist Unsinn. Aber: Unser Rechtssystem ist verwahrlost und idiotisch aufgebaut. JuristInnen sind zu 99,9% absolute Vollidioten, Richter sind meist primitive Dummköpfe (bis zum Bundesgericht!), der Westen hat die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Im Koran stehen viele kluge Dinge, z.B. das Zinsverbot. Ich höre von immer mehr SchweizerInnen, die zum Islam konvertieren (leider). Der Islam hat viele Aspekte, die ihn weit über seine monotheistische Vorgänger stellt. Ich plädiere, dass man das Gute aus allen Quellen schöpft.


Ana Nasz

29.12.2008, 20:24 Uhr

Kann mir jemand sagen, warum wir Professoren überhaupt noch ernst nehmen? Schaut man sich mal so an, was die so von sich geben und wie die Realität wirklich ist, hat das meist nicht viel miteinander zu tun. Der Mann und die Frau von der Strasse haben oft den besseren Durchblick.


Lars Mazzucchelli

29.12.2008, 20:20 Uhr

Religion und Staat sind zu trennen. Weder darf die Kirche in die Rechtssprechung des Staates eingreifen noch der Islam. Wir haben hier Laizismus und das ist - Gott sei Dank! - auch gut so!


Hugo Mahler

29.12.2008, 20:08 Uhr

Wir leben zum Glück in einem laizistischen Staatswesen, dem sich Religionen und Beknenntnisse jeglicher Art unterzuordnen haben. Alles andere wäre ein Rückfall ins finstere Mittelalter. Wie lange würede es wohl dauern bis sich auch «unsere» Kleriker zu Worte melden und karolingische Zustände zurückfordern würden? Der Staat als weltlicher Arm des Klerus! Nein danke.


Lukas Zürcher

29.12.2008, 20:00 Uhr

Wenn alle Moslems so denken würden wie es Sami Aldeeb tut, hätten wir keinerlei Probleme mit Multikuli in der Schweiz. Leider sind die meisten Moslemischen Einwanderer bildungsfernen Bevölkerungschichten zuzuordnen was die Integration und den Respekt vor der CH-Rechtsprechung erheblich erschwert.


Paul Thürig

29.12.2008, 19:45 Uhr

Torheit macht auch vor dem Tor der Uni Freiburg nicht(mehr) halt...Aber ist das noch verwunderlich?


Hans Gisler

29.12.2008, 19:38 Uhr

So So und irgendwann gelten diese Gesetze der Scharia wahrscheinlich auch für uns. "Ade guet Nacht". Ist die Nachsichtigkeit mit verschiedenen Kulturen in der Schweiz eine humanistische Sache oder einfach nur Dumm. Es gibt doch keinen Zweifel dass die Scharia und das Schweizer Gesetz nicht miteinander zu verinbaren sind. Also wer die Scharia will soll dorthin gehen wo es sie gibt. "Hiä niä!!"


Stefan Meier

29.12.2008, 19:29 Uhr

Was mich am meisten erschreckt, ist, dass die Moslemverbände - Zitat "erfreut" - auf Giordanos Forderung reagieren. Damit zeigen sie, dass sie nie das Schweizer Recht im Grunde ihrer Herzen anerkannt haben. Sie haben ganz unbeabsichtig ihre wahren Absichten offenbart.


Christoph Geiser

29.12.2008, 19:27 Uhr

der Politik mit dem Thema macht die Sache nicht besser. Auch der Zeitgeist, wo das Kollektiv eher eine untergeordnete Rolle spielt und Schlagworte wichtiger sind als tiefgründige Überlegungen tragen zu einer destabilisierung der Gesellschaft bei. Die Situation erfordert von beiden Seiten viel Fingerspitzengefühl. Ansonsten werden die Gräben tiefer und letzlich unüberbrückbar.


Christoph Geiser

29.12.2008, 19:23 Uhr

-schaft übt hier einen grossen, sozialen Druck aus. Dazu kommen die Pläne, die in den Heimatländern geboren werden und hierher kolportiert werden. Die der al-Kaida beispielsweise. Ein Mix, den selbst die moderaten Muslime weder durchschauen noch Paroli bieten können, denn wenn die Kräfteverhältnisse kippen, werden auch sie verfolgt werden. Das kann noch lange dauern, aber der unbedarfte Umgang


Christoph Geiser

29.12.2008, 19:20 Uhr

Die verschiedenen Strömungen im Islam sind schwierig hanzuhaben. Nicht nur bei uns. Es gibt zum Beispiel, zumindest bei den Sunniten, die Sharia einzuführen, wenn der Bevölkerungsanteil 10% übersteigt. Es gibt auch feste Regeln, welche Sitten und Gebräuche im Gastland zu akzeptieren sind, je nach Bevölkerungsanteil. Ob dies der Einzelne Muslim auch so sieht, ist eher nicht relevant. Die Gemein-


Michael Strässle

29.12.2008, 19:17 Uhr

Wenn wir gerade dran sind warum führen wir nicht gleich für Katholiken die Inquisition wieder ein? Und den Evangelischen erlauben wir das Hexen verbrennen wieder. Ich werde mein privat Religion gründen die mir alle den anderen keine rechte gibt. Zur Minarettinitiative: Ich kann ihr darum nicht zustimme weil es die Kirchentürme verschont, wenigstens das geläute sollte verschwinden.


Peter Schmid

29.12.2008, 19:08 Uhr

Gottverdammi ... scho wieder d'Hose abe loo ?


Fritz Nussbaumer

29.12.2008, 18:58 Uhr

Ich bin stolz auf unsere Bundesverfassung, (mit wenigen Einschränkungen ;-)). Ich kämpfe dafür, dass die sich anbahnende Verluderung nicht ausbreiten kann. (z.B. Wahlrechtsalter 16). Ich kämpfe gegen jeden religiösen Einfluss in unsere Rechtssprechung. Weder das Katholische, Protestantische, Jüdische noch der Islam haben darin etwas zu suchen. Es lebe der Humanismus.


Rudi Tschudi

29.12.2008, 18:58 Uhr

Tiefer, gesunder Schlaf! Sami Aldeeb verharmlost die Forderung nach der Scharia und hakt sie als „realitätsfremd“ ab. Er schläft tief und fest und nimmt die Bedrohung für unsere Demokratie nicht wahr! Dabei hat England bereits die Scharia im Familienrecht eingeführt. Auch die Schweiz hat beim Familiennachzug im Asylbereich schon muslimisches Recht übernommen. Ein Moslem kann mehrere Ehefrauen nachziehen. Oder die Stellvertreterheirat wird auch schon akzeptiert. Wir haben auch bereits moslemische Friedhöfe, bei denen die Gräber auf ewige Zeit nicht bewegt werden dürfen. Das ist auch „realitätsfremd“! In ganz Europa steigt die Anzahl der Moslems rasant an. Wenn sie dann politisch stark genug sind, werden sie die westliche Gesellschaft mit demokratischen Mitteln zerstören können. Erst dann werden die Sozialromantiker und die Integrationsträumer jäh aufwachen! Dann ist es aber längst zu spät!


Ramon Neville

29.12.2008, 18:49 Uhr

Bitte beachten: Die Forderung kam nicht von einem Muslim, sondern von einem verwirrten Anthropologen. Deswegen für die Minarett-Initiative zu stimmen, entbehrt jeder Logik. Ach, und falls Sie's vor lauter Islampanik schon wieder vergessen haben: Die Forderung kam nicht von einem Muslim.


charlotte meier

29.12.2008, 18:48 Uhr

Immer verrueckter. die Muslims haben in europa sowieso schon sehr viele Rechte und profitieren davon, ohne dass in den jeweiligen Muslim-Laendern das gleiche gesagt werden kann. ich verstehe wirklich nicht weil wir europaer immer unsere eignen Braeuche und Eigenheiten aufgeben wollen fuer die Integrierung der anderen.


Felix Altheer

29.12.2008, 18:45 Uhr

Ich glaube, dass ich der Minarett-Initiative zustimmen muss. Ich verstehe langsam warum die SVP so viele Wähler hat. Von denen kann ja nicht jeder ein schlecht gebildeter Stammtischsäufer sein. Die SVP sagt wohl "Wehret den Anfängen". Damit haben sie wohl leider recht.


Ursula Jungo

29.12.2008, 18:42 Uhr

Wieso soll sich das schweizer Recht den Muslimen anpassen? Wieso dürfen die Muslime in der Schweiz ihre Minarette aufstellen und die Christen in deren Ländern keine Kirche? Wer zu uns kommt und bei uns lebt, hat sich anzupassen an unser Recht und unsere Kultur, aber sicher nicht umgekehrt! Wer das fordert, gibt dem Islam alles in die Hand und in 100 Jahren ist das Christentum verboten!


S. Mubashar

29.12.2008, 18:42 Uhr

Als Muslim lebe ich in der Schweiz und habe kein Problem mit dem Rechtssystem der Schweiz. Ich finde diese Professoren mit diesen blöden Ideen überhaupt nicht gut. Die verlangen wir auch nicht. Islam verlangt ganz klar von allen Muslimen, wo sie wohnen, müssen dortige Rechte akzeptieren und praktizieren. Die Scharia darf nur Islamischen Ländern, wo mehrheitlich Mulime wohnen, praktizieret werden.


gigi gallen

29.12.2008, 18:25 Uhr

ich moechte endlich eine christliche kirche in saudi arabien sehen, dann koennte ich vielleicht das geschwafel des herrn professor besser etragen


Peter Kummer

29.12.2008, 18:24 Uhr

Lasst euch nicht blenden. Die Töne sind versöhnlichen bis die Minarett-Initiative abgelehnt ist. Dann kommen neue Forderungen. Die Schweiz hat die Scharia im Bereich Ehe bereits z.T. übernommen (Präzedenzfall ägyptische Mehrfach-Ehe und Eheschliessung im Ausland).


Moritz Meier

29.12.2008, 18:24 Uhr

Niemand zwingt einen Moslem Rösti zu essen... oder in der Schweiz zu leben..!


W.B. L

29.12.2008, 18:19 Uhr

Je studierter desto weltfremder. Ich glaub ich muss für die Minarettinitative stimmen, sonst kommt B) Scharia c) unser Recht wird abgeschaft usw usw


Murat B

29.12.2008, 18:14 Uhr

"Wenn in einer Karawane jedes Kamel ausschert, ist es keine Karawane mehr, sondern eine Herde. " Sehr schön gesagt. Schade, dass das nicht alle Menschen begreifen. Nur miteinander gelangt man zum Ziel.


Beat Hess

29.12.2008, 18:08 Uhr

Professor Giordanos Vorstoss entspricht wohl keinem Bedürfnis. Die meisten hier lebenden Muslime möchten nach dem hiesigen Recht leben bzw. sind sogar wegen dem in ihrem Heimatsland herrschenden Unrecht und der fehlenden Rechtssicherheit hierher geflüchtet. Er schürt Ängste und erweist den Muslimen einen Bärendienst. Wer würde denn der Scharia unterstellt? Alle Muslime oder nur die Gläubigen?


Rolf Buholzer

29.12.2008, 18:07 Uhr

Der Staat soll lediglich die freie Ausübung der Religion innerhalb der gesetzlichen Vorgaben garantieren. Es spielt keine Rolle ob christlich oder muslimisch, sie haben nichts zu suchen in der weltl. Gesetzgebung. Kopftücher und Kruzifixe müssen aus öffentlichen Gebäuden wie zb. Schulen verschwinden, Schulstoff ist für alle durch zu setzen. Die Scharia hat hier nichts zu suchen.


So nicht

29.12.2008, 18:02 Uhr

Das kann doch nicht angehen! Ich verfolge mit grossen Bedenken all die Sonderrechte, die von Muslimen hierzulande und anderso in Europa eingefordert werden. Wo kämen wir hin, wenn jeder seine eigene Rechtsordnung hat, die auf ihn/seinen Glauben zugeschnitten ist? Glaubensfreiheit heisst, dass man Glauben kann, was man will. Aber in den Schranken der Verfassung!


So nicht

29.12.2008, 18:02 Uhr

Das kann doch nicht angehen! Ich verfolge mit grossen Bedenken all die Sonderrechte, die von Muslimen hierzulande und anderso in Europa eingefordert werden. Wo kämen wir hin, wenn jeder seine eigene Rechtsordnung hat, die auf ihn/seinen Glauben zugeschnitten ist? Glaubensfreiheit heisst, dass man Glauben kann, was man will. Aber in den Schranken der Verfassung!


A Meyer

29.12.2008, 17:48 Uhr

Herr Aldeeb ruft ins Bewusstsein, dass es "den Islam" gar nicht gibt, sondern mehrere Theologie- und Rechtsschulen, die zwar Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede aufweisen. Herr Aldeeb erwähnt auch zu Recht, dass kein Muslim verpflichtet ist, einer dieser Schulen anzugehören. Übrigens hatten die israelitischen Gemeinden Endingen und Lengnau AG eigenes Zivilrecht bis weit ins 19. Jahrhundert.


S Studer

29.12.2008, 17:23 Uhr

Diese Gegenmeinung zu Herrn Giordano war nötig. Eigentlich müsste diese Diskussion gar nicht geführt werden. Die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz ist ein grundlegendes Menschrecht und absolut. Wer religiöse Sondergesetze im Namen der Multikulti-Gesellschaft einführen möchte, gibt den modernen, aufgeklärten Staat auf. Das mag im Islam akzeptiert sein, doch ich weigere mich dies hinzunehmen.


Walter Kunz

29.12.2008, 17:16 Uhr

Kurz und bündig, Schuster bleib bei deinen Leisten



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