Schweiz

Oberster Bischof will Zölibat abschaffen

Aktualisiert am 29.11.2009

Norbert Brunner, der neue Präsident der Schweizer Bischofskonferenz glaubt, dass es neben dem Zölibat auch andere Lebensformen für katholische Priester geben soll.

Will das Zölibat abschaffen: Norbert Brunner, Bischof von Sitten.

Will das Zölibat abschaffen: Norbert Brunner, Bischof von Sitten.
Bild: Keystone

Es sollte möglich werden, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Dies sagte der Bischof von Sitten in einem Interview der «NZZ am Sonntag». Eine Abschaffung des Zölibats wäre möglich, weil es keine Wesensverbindung zwischen dem Zölibat und dem Priestertum gebe, erklärte Norbert Brunner. Als eine mögliche Lebensform für Priester müsse der Zölibat zwar bestehen bleiben, als ein besonders starkes Zeichen der Nachfolge Christi. In der Geschichte der Kirche sei der Zölibat von Beginn weg als die privilegierte Form des priesterlichen Seins betrachtet worden, erinnerte Brunner und fügte hinzu: «Daneben sollte es aber auch die Möglichkeit geben, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen.»

Er habe dies auch mehrmals in Rom vorgebracht, erklärte Brunner. Das Problem sei, dass ein solcher Schritt nicht für eine Region oder ein Land gesondert vollzogen werden könne. Diese Frage müsse für die Gesamtkirche gelöst werden. Nach den Worten von Brunner ist die Schweizer Bischofskonferenz ziemlich einhellig der Meinung, dass es in der Schweiz möglich sein sollte, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Auf die Frage, ob er auch im Vatikan Bewegung in dieser Frage ausmache, sagte Brunner: «Im Moment nicht.» (se/ap)

Erstellt: 29.11.2009, 08:23 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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