Schweiz

Oskar Freysinger spricht auf Al-Jazeera zum Minarettverbot

Aktualisiert am 08.12.2009

Der Walliser SVP-Nationalrat verteidigt auf dem arabischen Sender das Schweizer Bauverbot für Minarette – und erreicht damit durchschnittlich 60 Millionen Zuschauer.

Freysingers Auftritt vom 1. Dezember. (Quelle: YouTube)


Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist auf dem arabischen Fernsehsender Al-Jazeera zu sehen. Er nimmt am Dienstagabend an einer Debatte über das Minarett-Verbot teil, wie er einen Bericht des Online-Portals von «Le Matin» bestätigte. Die Debatte wird in der Talkshow «Opposite Direction» auf der arabisch-sprachigen Version von Al-Jazeera ausgestrahlt werden.

Bereits letzte Woche war Freysinger in der englisch-sprachigen Sendung «Inside Story» zu sehen. Dabei ging es um die Frage, ob das Abstimmungsresultat eine zunehmende Abneigung gegen den Islam in Europa widerspiegle, ob es der Schweizer Neutralität widerspreche – «und ob es überhaupt legal ist». Moderator Nick Clark hatte dazu Farhad Afshar eingeladen, den Präsidenten der Koordination Islamischer Organisationen in der Schweiz, Ian Traynor, Journalist beim britischen «Guardian», und eben, Oskar Freysinger.

In einen online zu betrachtenden Ausschnitt der Sendung erklärte Freysinger, dass es das Verbot gebraucht habe, weil auf lokaler Ebene – er erwähnt Wangen bei Olten – nichts bewirkt werden konnte. Eines der Hauptprobleme sei die Tatsache, dass oft extremistische Organisationen für die Minarette bezahlten. «Moderate Muslime sind sehr willkommen bei uns», sagt Freysinger gegenüber dem Reporter. Eine Religion müsse und dürfe ausgelebt werden. (oku/sda)

Erstellt: 08.12.2009, 09:20 Uhr

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