Schweiz

Parlamentarier wollen in Berlin vorstellig werden

Aktualisiert am 02.02.2010

Die Absicht Deutschlands, gestohlene Bankkundendaten für die Suche nach Steuersündern zu kaufen, ruft eine Parlamentsdelegation auf den Plan. Das weckt Erinnerungen.

Schon einmal sprach der Aargauer Ständerat in Berlin vor: Im letzten Mai intervenierte Maximilian Reimann wegen der rüden Aussagen von Peer Steinbrück.

Schon einmal sprach der Aargauer Ständerat in Berlin vor: Im letzten Mai intervenierte Maximilian Reimann wegen der rüden Aussagen von Peer Steinbrück.
Bild: Keystone

Der Präsident der Parlamentsdelegation für die Beziehungen zum Bundestag, Ständerat Maximilian Reimann (SVP/AG), will eine Aussprache führen. Ein Treffen mit Vertretern des deutschen Parlaments solle möglichst bald und noch in der ersten Jahreshälfte stattfinden, und zwar in Deutschland, sagte Reimann am Dienstag gegenüber Schweizer Radio DRS. «Diese Hehlerei vonseiten Deutschlands beschäftigt uns.»

Die Bundesratsparteien FDP, SVP, CVP, SP und BDP hatten Deutschland am Montag wegen des geplanten Kaufs von gestohlenen Bankkundendaten scharf kritisiert.

Wie damals mit Steinbrück

Die Parlamentarierdelegation war bereits im vergangenen Jahr nach Berlin gereist, nachdem Aussagen des damaligen deutschen Finanzministers Peer Steinbrück zu Bankgeheimnis und Steuersündern das Verhältnis Deutschlands und der Schweiz belastet hatten. (cpm/sda)

Erstellt: 02.02.2010, 10:44 Uhr

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