Schweiz
Pflegeheime stellen zu hohe Rechnungen aus
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Seit Anfang Jahr gilt die neue Pflegefinanzierung. Bei der Umsetzung läuft aber nicht alles rund. Der Preisüberwacher hat festgestellt, dass Heimbewohner teils zu stark zur Kasse gebeten werden.
So werden ihnen etwa Kosten, die eigentlich von Kantonen und Gemeinden getragen werden müssten, als Betreuungs- und Hotellerieleistungen in Rechnung gestellt. Dies hat eine Untersuchung des Preisüberwachers von 88 Heimen in sieben Kantonen ergeben.
Krassen Missbrauch stellte der Preisüberwacher etwa in den Heimen des Kantons Basel-Landschaft fest: Hier werden Heimbewohnern im laufenden Jahr geschätzte 18'300 Franken in Rechnung gestellt, die eigentlich von der öffentlichen Hand getragen werden müssten.
Schwer einklagbar
Solche widerrechtlichen Praktiken seien für die einzelnen Heimbewohner kaum nachweisbar und auch schwer einklagbar, schreibt der Preisüberwacher in seinem Newsletter. Zudem hätten gar nicht alle Heime eine genügend aussagekräftige Buchhaltung.
Der Preisüberwacher fordert darum, dass das Bundesamt für Gesundheit jene Leistungen, welche die Heimbewohner nicht selber tragen müssen, besser definiert. Zudem sollen Heime verpflichtet werden, ihre Leistungen nach Kostenträger aufgeschlüsselt auszuweisen. Nützt dies alles nichts, fordert der Preisüberwacher eine national einheitliche Tarifstruktur für Pflegeleistungen. (miw/sda)
Erstellt: 09.09.2011, 15:10 Uhr
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