«Politstars» unter sich

Aktualisiert am 17.11.2009

Die Jugendsession in Bern forderte, dass der Bundesrat auf neun Mitglieder aufgestockt wird. Die 200 Jungpolitiker debattierten auch über die Krankenversicherung und Suizidhilfe.

Ein Geschenk für die Bundesrätin: Ein Jugendlicher überreicht Eveline Widmer-Schlumpf ein T-Shirt mit der Aufschrift «Politstars».

Ein Geschenk für die Bundesrätin: Ein Jugendlicher überreicht Eveline Widmer-Schlumpf ein T-Shirt mit der Aufschrift «Politstars».
Bild: Keystone

200 junge Politikerinnen und Politiker aus der ganzen Schweiz haben sich am Wochenende zur 18. Eidgenössischen Jugendsession in Bern zusammengefunden. In ihren Vorstössen, die Ständeratspräsident Alain Berset (SP/FR) am Sonntag entgegennahm, fordern sie unter anderem einen grösseren Bundesrat. Von der Aufstockung des Gremiums auf 9 Personen und einer Reorganisation der Departemente versprechen sich die Teilnehmenden mehr Effizienz und eine bessere Vertretung politischer, kultureller und sprachlicher Gruppen. Der Vorschlag einer Amtszeitbeschränkung fand dagegen keine Mehrheit, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten.

Engagierte Debatten

Emotionaler als die Debatte um die Regierungsreform wurde die Diskussion um die Suizidhilfe geführt. Eine Mehrheit fand schliesslich eine Stellungnahme, die «mehr Prävention, aber weniger Bevormundung» im Bereich der Suizidhilfe fordert. Der begleitete Suizid soll auch Personen offenstehen, deren Lebensqualität beeinträchtigt ist, die aber nicht an einer unmittelbar zum Tod führenden Krankheit leiden.

Engagiert diskutiert wurde auch über Gesundheitspolitik. Alle von den Arbeitsgruppen erarbeiteten Forderungen, darunter die Einführung einer staatlichen Einheitskrankenkasse für die Grundversicherung, wurden aber vom Plenum nach intensiver Debatte abgelehnt.

Arbeit für das Forum Jugendsession

Während die 18. Jugendsession für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Ende geht, fängt die Arbeit für das Forum Jugendsession erst an. Die rund 20 Mitglieder sorgen zwischen den Sessionen dafür, dass die verabschiedeten Forderungen politisches Gehör finden.

Die erste Jugendsession war 1991 im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Schweiz von der Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) durchgeführt worden. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. (vin/sda/ap)

Erstellt: 17.11.2009, 17:12 Uhr

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