Schweiz
Rauchverbot: Wirt platzte der Kragen
Von Andrea Sommer. Aktualisiert am 05.02.2010 94 Kommentare
Wegen Rauchverbot: SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher und EVP-Grossrat Ruedi Löffel werden im «Anker» nicht mehr bedient. (Bild: )
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Stichworte
Es war wohl als Provokation gedacht, als «Blick am Abend» Ruedi Löffel ins Fumoir des Restaurants Anker zum Interview bat. Nun ist der EVP-Grossrat und geistige Vater des Rauchverbots im Kanton Bern im «Anker» nicht mehr erwünscht. Dies, weil er laut Wirt Beat Bill auf die Frage, ob er etwas bestellen wolle, nach frischer Luft verlangt habe. Im Gastgewerbe liegen allein schon wegen der Wirtschaftskrise die Nerven blank. Was von Löffel als Scherz gedacht war, kam bei Bill schlecht an. Erst schade er den Beizen mit dem Rauchverbot, und dann müsse man sich noch solche Sprüche anhören, enerviert sich Bill. «Mir langts – Ruedi Löffel wird hier nicht mehr bedient.»
Nach dem Motto «mitgegangen – mitgehangen» hat Bill das Lokalverbot gleich auf Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) ausgedehnt.
Weisung ans Personal
Das war vor gut zwei Wochen. Seither hängt am Anschlagbrett gegenüber dem Buffet die entsprechende Weisung ans Servicepersonal: Unter den Bildern von Löffel und Rickenbacher schreibt Bill, dass «diese beiden Personen nicht erwünscht» seien und somit nicht bedient würden.
Auf das Beizenverbot angesprochen, muss Löffel zwar erst schmunzeln. Denn Anfeindungen von Wirten sind ihm nicht neu: Ende letzten Jahres sprachen Wirte in einem anonymen Schreiben gegen ihn und Rickenbacher ein Hausverbot in bernischen Restaurants aus. Anfang Jahr distanzierte sich Gastrobern von dem Schreiben (wir berichteten).
«Am Volk vorbei»
Löffel bedauert das Quasi-Lokalverbot im «Anker». «Während der Session esse ich hin und wieder gerne Rösti im ‹Anker›.» Wirte wie Bill würden vorschnell Sündenböcke ausmachen, so Löffel weiter. «Laut Gastrosuisse besteht im Gastgewerbe ein Überangebot von 30 Prozent. Dies und die Wirtschaftskrise schaden den Beizen mehr als das Rauchverbot.»
Gelassen die Reaktion von Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher: Während des Wahlkampfs seien Bilder in der Öffentlichkeit eine gute Sache, findet er. Mit seiner Haltung politisiere der «Anker»-Wirt allerdings am Volk vorbei: «In anderen Kantonen sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Schutz vor Passivrauch aus.» Zudem, so Rickenbacher, seien Boykott und Gesprächsverweigerung bei der Lösungssuche wenig hilfreich. Löffel hingegen signalisiert Gesprächsbereitschaft. «Ich treffe mich gerne mit den ‹Anker›-Verantwortlichen zum Gespräch. Wenns sein muss, sogar im Fumoir.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 05.02.2010, 11:36 Uhr
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94 Kommentare
Klar, die ganze Welt schafft's ohne Einbussen - Vielleicht in Griechenland, anderswo kann man die Zahlen nachlesen, wenn sie interessieren; aber die Nikophobiker glauben lieber an Märchen, als dass sie sich sachlich mit dem Thema auseinandersetzen... Antworten
Leider ein Fall und Zeugnis von Einfallslosigkeit unserer Politiker, die sich auch noch für Genies halten, nur weil sie wieder einmal die unterste Schublade gefunden haben. Falls sie tatsächlich über etwas geistiges Rüstzeug verfügen, wäre es toll wenn sie uns gelegentlich mit konstruktiven Lösungen bei echten Problemen überraschen würden. Wir hoffen und warten und warten und warten und....!!! Antworten
Die Reaktionen einiger Votanten auf meine beiden posts, 13:31h und 14:41h hier zeigen, dass es ihnen absolut nicht um den Schutz vor dem passivrauchen geht. Sie würden am liebsten ein striktes Rauchverbot in der Schweiz einführen. Doch Tatsache bleibt, dass sich das Volk für Fumoirs ausgesprochen hat und dieser Volkswille mit den heutigen Auflagen an Fumoirs ad absurdum geführt wird. Antworten
Super! Bravo! Politiker, die sich Stimmer beschaffen wollen, indem sie mit emotionalen Argumenten Resultate von Volksabstimmungen erschleichen, verdienen es nicht besser; zumal, wenn sie danach auch noch grossartig provozieren. Zum Schutz vor dem Passivrauchen hätte ein obligatorisches Schild am Eingang längst gereicht, dazu braucht man nicht gleich das Hausrecht aufzuheben! Antworten
So und wer schützt die armen nicht Alkoholiker von den Alkoholikern? Es sollte ein Verbot des Konsums von Alkoholischen Getränken in öffentl. zugänglichen Räumen geben. Ziel: Weniger Schlägereien, weniger Alkoholtote, weniger Autounfälle aufgrund von Alkoholmissbrauch insb. mit Kollateralschaden (überfahrene Kinder), weniger anpöbeleien der Passanten am Bahnhof durch alkoholisierte. ;-) *ironie" Antworten
@Rene Vogel: In einer 9 Mio Metropole füllen sei wohl jedes Rest, jede Single Bar und jeden was weiss ich Schuppen. Der Vergleich hinkt also. Bin seit vielen Jahren ex-Raucher, solidarisiere mich aber mit denen weil ich der Meinung bin, dass es dazu kein Gesetz gebraucht hätte. Nun stink ich halt nach Fritieroel, bin Ncihtduschern ausgesetzt etc. Aergern darüber verlängert das Leben auch nicht. Antworten
Da geht einer ins Fumoir und verlangt dort nach frischer Luft? Ich hätte ihn auch an die frische Luft gesetzt. Immerhin hat er den "Gast" richtig bedient. Vor dem Lokal hat der Herr Politiker genug frische Luft. Den Ankerwirt kenne ich. Seine Reaktion wundert mich überhaupt nicht. Genau wegen dem Rauchen und dem guten Essen gehe ich auch gerne in sein Lokal, wenn ich in Bern bin. Antworten
Wenn man sich schon in blütenweissem Hemd mit der Aufschrift EVP präsentiert, sollte man eher mit etwas Verständnis statt Tyrannei brillieren. Wenn ich das Bild betrachte, nehme ich zur Kenntnis dass er beim Barbier auch schon ein Hausverbot kassiert hat! Das fehlende lächeln verrät zudem dass er sicherlich seine Zähne nicht geputzt hat, da würde ich auch nach frischer Luft ringen müssen!!! Antworten
Aller Anfang ist schwer: anfangs zanken sich Befürworter und Gegner (wobei eben mehr Befürworter fürs Rauchverbot) und irgendwann hat man sich daran gewöhnt und es ist normal, dass Raucher kurz raus gehen für 5,10min. In den USA und Kanada hat sich das mittlerweile wunderbar eingependelt, niemand stört sich daran. Und keine Angst wegen dem befürchteten Schweissgeruch, der ist kaum der Rede wert. Antworten
@ Stefan Maier: Du disqualifizierst dich mit deiner Aussage selbst! Antwort: Weil es kein Bedürfnis für solche Lokalitäten gibt. @ René Vogel: New York mit etwa so viel Einwohnern in einer Stadt wie in der ganzen Schweiz sieht die Lage auch anderst aus. Und die Amerikanische Rechtssprechung kann ja wohl nicht als Vorbild genommen werden (sorry fürs pauschalisieren)! Antworten
Ich verstehe dieses ewige Gejammer der Wirte einfach nicht und noch weniger verstehe ich, das nach dem Ja zur Initiative so viel Zeit vergangen ist, bis nun endlich ab 1.Mai auch im Kanton Zürich "rauchfrei"gilt! Unglaublich! Die Wirte sollen statt zu jammern sich lieber auf's wirten und "Gastgeber" sein konzentrieren, dann werden sie wohl kaum ein Problem mit dem Rauchverbot haben! Antworten
Bin zwar selber Nichtraucher. Muss aber mit Blick auf das marode AHV-Kässeli sagen dass ich es komplett daneben finde, wenn dauernd auf den Raucher herumgehackt wird. Stichworte: Tabacksteuer und kürzere Lebenserwartung. Das tut der AHV-Kasse gut.... Antworten
Als Raucherin verstehe ich die Nichtrauchenden, die Kaffee, Bier oder ein gutes Essen ohne Qualm geniessen möchten. Von wenig Verständnis für die Lage der Wirte zeugt jedoch Herrn Löffels Bemerkung im Fumoir, d.h. im extra zum Schutz der Nichtrauchenden eingerichteten Raucherraum, wofür dieser Wirt wohl tief in die Tasche greifen musste. Die Minderheit zu verspotten, steht der Mehrheit schlecht an Antworten
ich war gerade wieder in New York - wow ist das schön auswärts Essen ohne den üblen Gestank - auch in der Bar nach dem Essen und dem Club nach der Bar :-) Schaut mal wie voll die Lokalitäten dort sind - in den meisten Restaurants ist essen ohne Reservation praktisch unmöglich... spricht wohl für sich selbst :-) wirklich tragisch wie die Schweiz sich hier noch quer stellt - richtig "altmödig"... Antworten
@Andreas Benoit: Superservice in China stimmt nur zum Teil - und wenn überhaupt - auch nur, weil pro Gast wesentlich mehr Arbeitskräfte (zu einem tiefen Lohn - wohlgemerkt) zur Verfügung stehen. In den Grossstädten ist der Service nicht besser als bei uns. Antworten
Alle reden ständig von auswärts ESSEN - da verstehe ich das Rauchverbot auch noch. Aber was ist mit all den Pubs und Bars wo viele einfach nur ein Bier und eine Zigarette geniessen wollen? Dort werden die grossen Umsatz-Einbussen zu erwarten sein.... Antworten
@Oliver Roth: Bin voll und ganz Ihrer Meinung. Es gab und gibt kein Gesetz, dass den Wirten verbietet im eigenen Lokal ein Rauchverbot durchzusetzen. Wenn das Bedürfnis nach rauchfreinen Restaurants und Bars wirklich so gross wäre wie überall behauptet, so hätte schon mancher Wirt auf rauchfrei umgestellt... Antworten
Ich mag das ewige Geheul der Wirte nicht mehr hören! Ich bin ein Nichtraucher und werde in Zukunft mehr in div. Restaurants gehen, weil dort nicht mehr geraucht wird! Wenn unsere Wirte endlich mal über ihre Nasenspitze sehen könnten und sich das neue "Nichtraucherpublikum" mit guten Methoden in die Stube holen würden, müssten sie sicher nicht über eine Umsatzeinbusse heulen! Klagt nicht immer!!! Antworten
Seit 5 Jahren raucht das Thema. Am 19.4.05 erschien in der BaZ unter dem Titel "Alle Feuer löschen" ein Bericht von EVP-Grossrat Löffel. "Man sagt, ich sei ein Workaholic, und ich game zu viel - und ja, seine grosse Wut im Bauch, das störe ihn". Das Ziel ist ja bald erreicht, in der Zersplitterung der Gesellschaft in verschiedenste Gruppierungen = besser kontrollierbar. Marionettenstaat eben. Antworten
Bin dafür, dass ausser dem Rauchen auch das Biertrinken (Fahne! Aggressive Betrunkene usw.) und am besten auch das laute Unterhalten (stört Politiker bei Fernsehinterviews) in der Beiz verboten werden sollten. Wer zu nah beisammen sitzt, erhöht zudem die Gefahr der Übertragung ansteckender Krankheiten. Im Interesse der Volksgesundheit sollte daher jeder still an seinem Einzeltisch sitzen müssen. Antworten
Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was sie essen wollen. Freiheit ist, wenn sich das Schaf bis auf die Zähne bewaffnet gegen den demokratischen Entscheid wehrt. Als ÖV-Benutzer atme ich auch die Abgase der Autofahrer ein ohne dafür entschädigt zu werden. Antworten
Was hindert Wirte einfach eine Wahl zu treffen. Genau wie es Vegetarische Restaurant gibt, soll es Raucher und Nicht Raucher beiz geben. Ein dumgestricktes Gesetz verhindert das. Zu bemerken! auch als Raucher, geniesse ich ein Essen gern ohne Tabakqualm, aber ebenso störrend beim Essen geniessen sind Parfümschwaden. Antworten
Was hindert Wirte einfach eine Wahl zu treffen. Genau wie es Vegetarische Restaurant gibt, soll es Raucher und Nicht Raucher beiz geben. Ein dumgestricktes Gesetz verhindert das. Zu bemerken! auch als Raucher, geniesse ich ein Essen gern ohne Tabakqualm, aber ebenso störrend beim Essen geniessen sind Parfümschwaden. Antworten
Die süffisanten Stellungnahmen von Löffel u. Rickenbacher sind an Selbstherrlichkeit und Arroganz nicht mehr zu überbieten. Unglaublich, was sich diese sog. Gutmenschen heutzutage erlauben. Wer einen hart arbeitenden Wirt in einem extra eingerichteten Raucherabteil so provoziert, entbehrt jeglichen Anstands. Ich kann Herrn Bill sehr gut verstehen und gratuliere ihm für sein couragiertes Auftreten. Antworten
Sehr geehrter Ruedi Löffel,Sie sind offensichtlich nicht bereit,ohne unangebrachte Provokation zu agieren.Wer in einem von Wirten,teuer erstellten Fumoir eine so beleidigende Bestellung aufgibt,provoziert vorsätzlich.Sie als Politiker,sollten das nötige Fingerspitzengefühl haben bei einer so delikaten Angelegenheit.Ich bin Nichtraucher, so eine Aeusserung, würde mir nie einfallen.Einfach dumm. Antworten
Cristiano Safado - die älteren Raucher bleiben zuhause, weil sie entweder lungenkrank sind oder Raucherbeine haben. Schauen Sie doch einmal in eine Raucherbeiz hinein - vielleicht so um ca. 2100 Uhr und Sie werden feststellen, dass im rauchgeschwängerten Raum die bleichen, eingefallenen und gelblich- fahlen Gesichter überwiegen. Das sind keine älteren Leute - die sehen nur älter aus! Antworten
@Oliver: JEDER Raucher hat die FREIE WAHL ein Lokal nicht aufzusuchen wenn es ihm nicht passt, Wo bleibt die freie Wahl (!) für diejenigen die in Cafès gerne grillen, oder in Beizen gerne Bogenschießen würden? Warum verbietet man diesen das? Warum gibt es nicht Bogenschießbeizen, Nichtbogenschießbeizen? @Cristino: Auch auf dem Dorf leben 80% NR. Wollen Sie diese vom sozialen Leben aussperren? Antworten
Nach vorsichtiger Schätzung sterben jährlich 3'000 Menschen in der Schweiz vorzeitig durch Atemwegserkrankungen, die sich auf die Abgasbelastung (zum grossen Teil vom Auto) zurückführen lassen. Ich würde von den Gesundheitsaposteln, die das Gefühl haben, es sei ihr Recht, private Wirte bzgl. der Rauchfrage zu bevormunden, gerne hören, wann das Autoverbot kommen soll. Besten Dank. Antworten
Wieso lockert man nicht einfach das Gesetzt und überlässt es dem Wirt selbst wie seine Beiz aussehen soll? Ist ja bei anderen Unternehmen nicht anderst..ich sag dem Pizzakurier auch nicht dass seine Produkte zu viel Fett enthalten, sondern ich kauf einfach keine! Es kommt mir vor als wären die Nichtraucher Kleinkinder die sich nicht selber wehren können und mit dem Mami (Raucher) mit gehen müssen! Antworten
@klaus brause: warum es so wenig nichtraucherbeizen gibt? solange auch nur ein raucher in einer gruppe rauchen will, gehen die nichtraucher wohl oder übel in die raucherbeiz. wäre dies NIERGENS mehr erlaubt, so könnte man endlich rauchfrei geniessen und müsste sich nicht mehr den rauchern unterordnen und sich die lunge verpesten lassen. zum thema: der wirt ist humorlos, der interviewer provokativ Antworten
Bei uns sind wegen der unsinnigen Auflagen an Fumoirs keine Wirtshäuser mit Fumoirs. In den Dörfern in der Umgebung ist der Umsatz bis zu 50% gesunken. Und ältere Leute, die sich fast täglich in den Beizen trafen, bleiben jetzt zuhause. Einsamkeit, gerade älterer Personen, ist ein nicht unbedeutender gesundheitlicher Aspekt, die unsere Gesundheitsfanatiker in diesem Falle gerne ausblenden. Antworten
@ Möckli: Das ist genau der springende Punkt! Die Wahl haben! Doch mit so einem Gesetz hat man keine Wahl mehr sondern man wird gezwungen auch denn nicht anwesenden Rechnung zu tragen! Wie ich bereits gesagt habe, dann soll doch jemand ein explizites Nicht-Raucher Lokal/Bar/Club oder was auch immer eröffnen, wenn das Bedürfnis so gross ist! Aber scheinbar ist es das nicht....prove me wrong! Antworten
Warum haben die Wirte Angst davon über 70 % der potentiellen Kunden anzusprechen statt nicht mal 30 %? Dieser Raucher-Minderheit-Schutz der Wirte ist wirtschaftlich gesehen ein Witz. Statt Innovation, guter Service etc. lieber verqualmte Beizen mit dreckigen Bierdeckel und fast keinen Kunden? Hey liebe Wirte - es gibt viel mehr Nichtraucher als Raucher. Wacht auf! Antworten
Das Rauchverbot zeigt, dass Demokratie deutlich mehr verlangt als das, was gerne als Mehrheitsentscheid propagiert wird. Es heisst vor allem eines: Solidarität mit den Unterlegenen, die sich nicht zur Wehr setzen können. Dass übermarcht wurde zugunsten der besitzenden Klasse (Versicherungen, Krankenkassen), sollte allen klar sein. Neu ist das nicht, bedenklich trotzdem. Antworten
War neulich mit meiner Frau wieder einmal in Zürich im Ausgang. Ich hatte zwei Restaurants im Sinn für ein gediegenes Nachtessen. Beide hatten Platz aber im ganzen Lokal immer noch keine Nichtrauchertische. Habe dankend abgelehnt und weiss noch nicht, ob ich es bei diesen Lokalen ab Mai überhaupt wieder versuchen werde. Die Ignoranz und Gleichgültigkeit dieser Wirte Nichtrauchern gegenüber nervt. Antworten
"Restaurants ohne Rauch sind Top, Anker halt ein Flop". Die EVP hat hier den richtigen "Riecher" und der betroffene Grossrat kann stolz sein, dass er nicht mehr in diese Beiz gehen muss. Auch die Wirt werden es bald noch merken: sie können die neuen Verhältnisse in klingelnde Kassen umsetzen, wenn sie nur wollen und genügen innovativ sind. Der Anker-Wirt gehört offenbar nicht dazu. Antworten
BRAVO Herr Bill werde den Anker sofort in die Liste meiner bevorzugten Beizen aufnehmen. War die Woche in Studen in einer Beiz und an allen Tischen wurde geraucht, habe mich rundum wohlgefühlt und bin spontan mit meiner Frau zum Essen geblieben.Wenige Tage vorher musste ich mich in einer anderen Beiz sogar noch auf der Terasse anpöbeln lassen.Warum wohl gibt es so wenige Nichtraucherbeizen? Antworten
Als Nichtraucher möchte ich essen können, ohne vollgequalmt zu werden. Es ist für jeden Raucher zumutbar, so lange aufs Rauchen zu verzichten oder sich ins Fumoir zu begeben. Von mir aus kann es auch Raucherbeizen geben. Wichtig ist einfach, dass ich eine Wahl habe. Genauso, wie ich die Wahl habe, ob ich mir ein Bier oder eine Cola bestelle. Antworten
Seitdem in Bern die Restaurants rauchfrei sind, gehe ich wieder sehr gerne auswärts essen. Vorher viel weniger. So kann man also auch Gäste gewinnen. Übrigens: Wenn ein Restaurant nebst gutem Essen auch einen sehr guten Service bietet, wird es garantiert Erfolg haben. Zurzeit bin ich in wieder einmal geschäftlich in China und Hong Kong und geniesse den super Service. SO gewinnt man Kunden. Antworten
Wenn bald überhaupt nicht mehr geraucht werden darf - warum macht man keine geschlossenen Raucherclubs (inkl. Verpflegung) draus? In Deutschland ist das bereits so - von wegen alles Nichtraucher! Aber ich denke,aus Kostengründen können die Wirte auf die Nichtrauchger auch nicht verzichten. Andererseits, aus Spass steht ja der berühmte Satz nicht auf der Zigarettenpackung, oder? Antworten
@ Roli Straub: Guten Idee. Dass dem Staat dabei Millionen verloren gehen haben Sie grosszügig vergessen. Der Schweizer Staat subventioniert Tabakbauern, währenddessen Geld in die Anit-Rauch-Kampagne investiert wird. So sieht die zweigesichtige Raucherpolotik in der Schweiz aus. Antworten
Statistiken sind biegbar lesbar. Das ist so und wird auch immer so sein. Seit im Kanton Bern nur noch in Fumoirs geraucht werden darf, gehe ich (Nichtraucher) öferts auswärts essen als früher. Und das war nicht nur 1x pro Monat! Ich denke, dass das noch viele andere Nichtraucher ebenso machen. Keine nach Rauch stinkenden Kleider und Haare. Man das Essen wieder geniessen! Antworten
Eigentlich geht es gar nicht primär um die Kunden, die geschützt werden sollten, sondern um das Personal, das einen ganzen Arbeitstag dem Qualm ausgesetzt ist. Ausserdem wenn ich in einem Restaurant ein Steak esse, möchte ich auch, dass es nach Steak riecht, aber der Geschmackssinn bei Rauchern ist ja bekanntermassen sowieso degeneriert. Antworten
@Luginbühl: Was ist den das für eine Argumentation? Die Raucher haben sich gefälligst ruhig zu verhalten nach 22 Uhr. Jeder andere muss ja auch Rücksicht nehmen im Quartier. Und von vertreiben kann wohl keine Rede sein! Vertrieben wurden 50 Jahre lang die Nichtraucher aus den verrauchten Gastrobetrieben weil es so stinkt! Und noch was: Glauben sie in Italien wirds nie -5° kalt? Lachhaft! Antworten
Bei meinem nächsten Besuch in Bern werde ich dort mit Freude einkehren und dem Wirt gratulieren! In Thun gehe ich selbstverständlich ebenfalls nur in Fumoirs. Als kürzlich im Restaurant Militärgarten die Türe zwischen der (wie immer fast leeren) Gaststube und dem gut besuchten Fumoir offen stand, sagte einer der Gäste zur Serviertochter: "Mach d'Türe zu, äs chunt schlächti Luft yne." Wie wahr! Antworten
In Bern werden Farbige vor die Beizentüre gesetzt ohne dass sie einen Mux gemacht hatten (Tagi vom letzten Jahr) oder negative auffallen, mit Ausnahme der Hautfarbe halt ... da wird ein Beizer wohl einen EvangelistenMotzer für die Türe setzen dürfen ohne dass es riise Gschrei daraus entsteht. :-)) Antworten
Endlich wird das durchgesetzt. Ich habe nie aktiv geraucht. Seit immer rücksichtsloser gepafft wird, gehe ich nur noch in verrauchte Beizen, wenn ich nichts anderes finde. Schon gar nicht, wenn ich etwas essen will. Und wenn ich gehe, versuche ich, alte Kleider oder solche anzuziehen, die eh gleich in die Wäsche müssen. Mich ekelt der Gestank nach kaltem Rauch. Vielen Freunden geht es ähnlich. Antworten
von einem evp- grossrat (kopfschüttel), würde ich mich auch nicht anpöbeln lassen! sehr gute reaktion vom wirt! wie es schon sam pirelli 13:22 anmerkte, werden viele wirte die lockale schliessen müssen! von den ewigen anti-rauchnörglern, die salat u. cola konsumieren und spätestens um 22.00 uhr zuhause sind, wird niemand auch nur ansatzweise seine angestellten zahlen können. BIN NICHTRAUCHER! Antworten
@ Ueli Luginbühl, richtig, das nächste Problem kommt mit den Rauchern die Spätabends oder gar Nachts vor den Lokalen laut diskutieren. Meine Eltern wohnen in Italien gleich neben einem Restaurant und da ist nichts mit schlafen bevor das Rest. schiesst. Antworten
Wir Konsumenten von Zigaretten, Alkohol und Treibstoffen etc. sollten einmal für eine gewisse Zeit keines dieser Produkte einkaufen resp. konsumieren und alle Autonummern deponieren. Der uns so bevormundende, am Konsum mitverdienende, sozialdiktatorische Staat würde dann endlich wieder verstehen welche Wirtschaftsmacht wir mündige Konsumenten haben und uns wieder mit gebotenem Respekt behandeln. Antworten
Einige Tipper liegen falsch. Deutschland hat bediente Fumoirs die voll besetzt sind. Italien hat andere klimatische Bedingungen. Im Süden, wird bei den vorgelagerten Tischen im Freien geraucht und bedient. In Irland gibt es Dauerstunk wegen den Stummeln auf den Trottoirs vor den Pub's. Selbst Nichtraucher bin ich für rauchfreie ESSBEREICHE. Die STAMMTISCHE sind heute leider leer. Schade. Antworten
Hört doch mal mit dem blöden Vergleich Rauchverbot Italien/Schweiz auf. In Italien frieren sich die Raucher nicht bei -5 Grad den Hintern ab. Hat sich ausserdem mal jemand ernsthaft gefragt, wie es für die Anwohner von Gastrobetrieben ist, wenn die vertriebenen Raucher laut diskutierend vor den Lokalen stehen und die Anwohner um den Schlaf bringen? Antworten
Ich komme von der Mittagspause zurück, von einem Besuch in einem Kaffee wo an 3/4 der Tischen geraucht werden darf und ich stinke nach Rauch, es ist zum Heulen!!! So werde ich nicht mehr ins Kaffee gehen! Vielleicht würden auch andere wieder öfters ein Gasthaus besuchen, wenn man nicht gleich durch eine Waschanlage rennen müsste, und der Umsatz würde steigen. Antworten
Ein Betrieb in der Gastwirtschaft der nicht mehr zu bieten hat, als das die Gäste qualmen dürfen hat meiner meinung nach sowieso zu wenig zu bieten. Ev. sorgen Wirtschaftskriese und Rauchverbot dafür, dass ein paar Lokale frei werden für Wirte die ein besseres Konzept haben als Lungenkrebs für alle. Antworten
Tatsache ist, dass das Volk nicht mit einem vollständigen Rauchverbot einverstanden war, sondern eben Fumoirs gewünscht hat. Sämtliche Kantonsregierungen führen jedoch diesen Volkswillen mit vielen Schikanen wie z.B. unsinnigen und für den Wirt sich finanziell nicht mehr rechnende Anforderungen an Lüftungsanlagen ad absurdum. Die Frage bleibt, Nichtraucherschutz in Fumoirs? Antworten
Diese störrische und frustriere Wirt benimmt sich wie ein kleines Kind. Bedauerlich, dass er nicht akzeptieren kann, dass es sich beim Rauchverbot um einen demokratischen Volksentscheid handelt. Da er nicht aufs ganze Volks "schiessen" kann, muss er sich bedauerlicherweise einzelner Exponenten bedienen. Antworten
Den Leuten, denen der Rauch im Restaurant nicht passt, die sollen zuhause oder im Park essen. Es gibt kein Recht auf Restaurantbesuche und deshalb auch nicht auf solche, die rauchfrei sind. Ein Restaurant ist privater Raum, da hat der Staat wirklich nichts zu melden. Oder soll ich verbieten lassen, dass in der Tonhalle klassische Musik gespielt sind, nur weil ich lieber Hardrock höre? Antworten
Erst die NR rausschmeissen weil man nur Raucher bedienen will, dann darüber klagen das die Umsätze so schlecht sind (weil eben die NR fehlen), und dann noch einen auf aufgeregt machen und nochmehr Umsatz verlieren in dem man Gäste verwaist! Na toll. Was ist dem Wirt lieber: ein Rauchverbot über das er sich künstlich aufregt was keine Rückgänge bringt, oder Raucherlaubnis und Umsatzeinbussen? Antworten
Mögen die Missionare sich doch endlich informieren: In jedem einzelnen Land mit Rauchverbot sind harsche Auswirkungen zu beobachten. Irland: 20% der Pubs zu. Schottland 20–25% weniger Umsatz in den Speiselokalen (sic!). Allein in New York gingen 15'000 Gastrostellen verloren. Italien: gemäss Wirteverband rund 30% Umsatzrückgang. Deutschland dasselbe. Raucher konsumieren mehr, das wissen die Wirte. Antworten
Zum Beitrag: Keine Gesprächsbereitschaft?! Was sollen diese Wirte auch mit diesen beiden Herren diskutieren wollen. Sie sagen ja selbst es gäbe keine andere Lösung als ein generelles Rauchverbot! Und was hat denn Herr Löffel erwartet? Dass ihm der Wirt auf so eine Provokation noch ein Bier spendiert? Hallo?! Antworten
Bravo - etwas mehr ziviler Ungehorsam würde uns Schweizern sowieso gut anstehen. Wieso lassen wir uns jeden Blödsinn von jedem Hergelaufenen überhaupt gefallen? Wehrt Euch endlich mal wieder gegen solchen Quatsch, den es überhaupt nicht braucht und der uns bloss von der EU aufgezwungen werden soll. Antworten
Der Sonderfall Schweiz hat wohl langsam aber sicher ausgedient. Wieso soll ein Rauchverbot im oftgeschmähten Italien funktionieren, und nur in unserer Bünzli-Landschaft nicht? Warum soll ein Informationsaustausch zwischen Polen und Österreich hinhauen und nur zwischen der Schweiz und dem Rest der Welt nicht? Und da sage eine oder einer noch: «Der wertvollste Rohstoff der Schweiz ist Bildung...». Antworten
Also wenn ich da die Kommentare lese, dann krieg ich echt nen dicken Hals! Wenn das Bedürfnis nach Nichtraucher-Lokalen sooo gross ist, warum gibts denn fast keine?! Der Markt war und ist für viele Betriebe noch immer das Mass aller Dinge. Nur im Gastrobereich soll das nicht so sein?! Gegen Fast-food oder fetthaltige Nahrung macht ja auch keiner was, obwohl DAS die Seuche des 21. Jahrhunderts ist! Antworten
Roli Staub hat recht: Entweder wir verzichten hunderprozentig auf die Zigarette und sind konsequent - oder wir gewöhnen uns an die Pafferei. Leider eben sind Nikotin UND Alkohol (Bierverbot?) Alltagsdrogen an denen der Staat heftigst mitverdient, was zu unfreiwillig komischen Gesetzesverrenkungen führt: Irgendwie dagegen und doch heimlich ganz dafür. Ich geh' jetzt eine rauchen... Antworten
Der mündige Bürger hat (in einigen Kantonen sogar wiederholt) entschieden, dass er endlich ein Rauchverbot will. Wann wird es von den renitenten Wirten endlich umgesetzt! Eine Mehrheit will rauchfrei essen, trinken und geniessen. In wenigen Jahren werden das selbst die Rauchen zu schätzen wissen. In anderen Ländern funktioniert es schon lange und hat sich bestens bewährt. Antworten
Mir ist schon seit geraumer Zeit schleierhaft, warum ein derart gefährliches Produkt wie Zigaretten überhaupt noch verkauft werden darf. Der Staat soll endlich Mut beweisen und den ganzen Zigarettenverkauf verbieten. Dann wäre die ganze Polemik ums Rauchverbot vorbei. Aber dann müsste man sich halt über neue Finazierungsmodelle bei der AHV unterhalten und dafür sind wir Raucher wieder gut genug. Antworten
Bevormundung? Ich fühle mich bevormundet und belästigt wenn ich den Rauch anderer ständig in meinen Lungen haben muss. Ich rauche selbst, aber das reicht auch völlig an Gesundheitsschädigung. Ich sehe effektiv nicht ein, was so schlimm daran sein soll vor die Tür oder in einen abgetrennten Raum zu gehen; mir persönlich fällt da kein Zacken aus der Krone! Antworten
Bravo!!! Ich gratuliere zu diesem Schritt. Es ist doch wahr, dass durch das Rauchverbot in den Beizen diesen enorme Umsatzeinbussen hinnehmen müssen. Und dann noch solche blöden Sprüche, von wegen frischer Luft im Fumoir! Hallo?!?!? Ich hoffe von Herzen, dass dieses Zeichen des Restaurant Anker Schule machen wird!!! Antworten




maja naef
Menschen die andere bewusst ärgern sind für die Gesundheit auch nicht gerade das beste. Provozieren sollte auch verboten werden wenigstens für die Politiker. Antworten