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Rime für die SVP – Wyss für die Grünen
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Der Freiburger Nationalrat Jean-François Rime ist der offizielle Kandidat der SVP für die Bundesratswahlen vom 22. September. Die Bundeshausfraktion der SVP hat ihn am Freitagnachmittag nominiert. Der Entscheid fiel einstimmig, wie Ständerat Alex Kuprecht (SZ) sagte.
Die Fraktion folgte mit ihrer Wahl der Empfehlung der Parteileitung. Diese hatte vergangene Woche eingeräumt, dass die Chancen der SVP, mit ihrer Kampfkandidatur einen Sitz zu erobern, nicht gross seien. «Die wahrscheinlichste Variante ist, dass wir es nicht schaffen», hatte Parteipräsident Toni Brunner gesagt.
Der 60-jährige Politiker Rime, der seit dem Jahr 2003 im Nationalrat sitzt, ist Inhaber dreier Sägerei-Unternehmen. Er sieht sich als KMU-Vertreter. Die SVP hatte Rime bereits bei den letzten Bundesratswahlen ins Gespräch gebracht.
Grüne nominieren Brigit Wyss
Die Fraktion der Grünen hat derweil die Solothurner Nationalrätin Brigit Wyss zur Bundesratskandidatin erkoren. Wie Fraktionssekretärin Corinne Dobler vor Journalisten sagte, hat sich eine deutliche Mehrheit in der Abstimmung für Wyss ausgesprochen: «Die Fraktion steht aber geschlossen hinter ihr.»
Laut Dobler ist die grüne Fraktion davon überzeugt, dass die 50- jährige Umweltjuristin am besten geeignet ist, um grüne Interessen im Bundesrat zu vertreten. Brigit Wyss hat im Kantons- und im Gemeinderat von Solothurn politische Erfahrungen gesammelt. Sie beschäftigt sich vorab mit Themen der Raumplanung. Wyss konnte sich damit gegen zwei Konkurrenten durchsetzen, nämlich den Aargauer Nationalrat Geri Müller und die Zürcher Bezirksrätin Marlies Bänziger.
CVP verzichtet auf Kandidatur
Die CVP verzichtet auf eine eigene Bundesratskandidatur. Dies hat die Fraktion am Freitagnachmittag beschlossen. Der Entscheid sei deutlich gefallen, sagte Fraktionschef Urs Schwaller gegenüber Medienschaffenden.
Über die Kandidatinnen und Kandidaten der anderen Parteien wolle sich die CVP zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äussern, sagte Schwaller weiter. Die Fraktion folgte mit dem Verzicht auf eine Kandidatur der Empfehlung der Parteileitung. Diese hatte den Verzicht damit begründet, dass eine CVP-Kandidatur wenig Aussicht auf Erfolg hätte.
Am Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz will die CVP zwar festhalten. Geltend machen will sie diesen aber erst nach den eidgenössischen Wahlen im nächsten Jahr. (raa/sda)
Erstellt: 03.09.2010, 16:14 Uhr
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