Schweiz

SBB führen Recycling-Stationen ein

Aktualisiert am 15.10.2012 32 Kommentare

Die Bundesbahnen führen ein neues Abfallkonzept ein. Als erster Bahnhof der Schweiz wird Bern mit Recycling-Stationen und neuen Aschenbechern ausgerüstet.

Dem Abfall Herr werden: Am Bahnhof Bern steht eine Person neben einem Abfalleimer.

Dem Abfall Herr werden: Am Bahnhof Bern steht eine Person neben einem Abfalleimer.
Bild: Keystone

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Die SBB führt ein neues Abfallkonzept ein. Der Bahnhof Bern dient dabei als «Versuchskaninchen»: In der Nacht auf heute wurde er mit 128 Recycling-Stationen und 70 neuen Aschenbechern ausgerüstet. Bewährt sich das Konzept, wird es im Verlaufe des nächsten Jahres in weiteren Grossbahnhöfen eingeführt.

Seit letzten Februar testete die SBB mehrere Recyclingkonzepte in neun gut frequentierten Bahnhöfen. Die Auswertung der verschiedenen Modelle ergab, dass die Variante mit getrennten Abfalleimern für die Entsorgung von Restmüll, PET, Aluminium und Papier dem Kundenbedürfnis am besten entspricht.

Mit den neuen, gut sichtbaren Aschenbechern will die SBB die Reisenden dazu anhalten, Zigarettenstummel nicht auf die Gleisanlagen oder auf den Boden zu werfen.

Nationalen Anti-Littering-Kampagne

Bewährt sich das Vorgehen im Bahnhof Bern, dann werden nächstes Jahr nach und nach weitere Grossbahnhöfe nach diesem Konzept ausgerüstet, wie die SBB im Rahmen einer Medienkonferenz in Bern mitteilte.

Begleitet wird das neue Abfallkonzept von einer nationalen Anti-Littering-Kampagne. Unterstützt wird die Aktion von Swiss Recycling, vom Verein PET-Recycling Schweiz sowie von den Interessengemeinschaften für eine saubere Umwelt (IGSU) und IGORA (Alu-Sammlung). Deren Vertreter erhoffen sich vom Vorgehen der SBB eine Signalwirkung im Kampf gegen das Littering.

37'850 Tonnen Abfall pro Jahr

In den Zügen und Bahnhöfen wird zunehmend Abfall liegengelassen. Pro Jahr fallen bei der SBB durchschnittlich 37'850 Tonnen Abfall im Publikumsbereich an, davon sind 5730 Tonnen Papier, 159 Tonnen PET und 51 Tonnen Glas. Über 1200 Mitarbeitende engagieren sich täglich dafür, dass die Bahnkunden möglichst saubere Züge und Bahnhöfe vorfinden. (tag/sda)

Erstellt: 15.10.2012, 10:16 Uhr

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32 Kommentare

Reto Roth

15.10.2012, 10:43 Uhr
Melden 43 Empfehlung 17

Die Schweiz ist eben immer min. 10 Jahre hinter Deutschland, dort gibt es das seit jeher. Dass die SBB dazu noch ein Versuchskanninchen braucht ist peinlich. Schon immer habe ich mich gewundert warum man dort alles zusammen wegsch,eist und im privaten haushalt alles trennen soll. Antworten


Ueli Eichenberger

15.10.2012, 11:10 Uhr
Melden 28 Empfehlung 5

Eine Schande, dass man zwar beinahe überall PET, nicht aber ALU in's recycling geben kann (konnte). Antworten



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