SRG schreibt 79 Millionen Franken Defizit

Aktualisiert am 19.03.2009 8 Kommentare

Der Medienkonzern schliesst das Jahr 2008 mit Verlust ab – und lässt die Bereiche Radio, Fernsehen und Online in Zukunft enger zusammenarbeiten.

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Was hält Rüegg von der Idee, neben der SRG-Senderfamilie einen Privatsender zu installieren, der ebenfalls in der ganzen Deutschschweiz senden darf? «Wir begrüssen diese Idee. Sie ist übrigens bereits vorgesehen.» Der Radiodirektor spricht damit jene Privatradiostationen an, die künftig auf die Digitaltechnologie DAB+ setzen und dereinst in der ganzen Deutschschweiz senden.

   

Mit einem Defizit von 79 Millionen Franken hat die SRG SSR idée suisse ihr Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. Abstriche am Programmangebot und bei den Eigenproduktionen hält sie für unumgänglich. Eine Gebührenerhöhung steht nicht zur Diskussion.

Was aus den Programmen gestrichen wird, wird «im Rahmen der Mittelfristplanung» entschieden, wie die SRG heute schrieb. Wo, wann und wie viel in den nächsten drei bis fünf Jahren abgebaut werden müsse, werde die SRG und ihre Gremien stark beschäftigen.

Weniger Verlust budgetiert

Eine Gebührenerhöhung steht für die SRG angesichts der Wirtschaftskrise nicht zur Diskussion. Den Stellenetat will sie 2009 auf dem Niveau des Budgets 2008 plafonieren und das Sparvolumen bis 2010 auf 100 Millionen Franken erhöhen. Die Lohnsumme steigt 2009 um 2,8 Prozent.

Für 2008 hatte die SRG ein Defizit von 57 Millionen Franken budgetiert, unter anderem wegen der Kosten für die Euro 2008 und die Olympischen Spiele. Die kommerziellen Einnahmen gingen 2008 zurück. Wegen der Finanzkrise geriet zudem die Pensionskasse in Unterdeckung. Die SRG hatte deshalb nicht budgetierte Ausgaben.

Das Geschäftsjahr 2007 hatte die SRG mit einem Defizit von 18,5 Millionen Franken abgeschlossen. Bis 2007 hätten die seit 2000 real abnehmenden Einnahmen mit Spar- und Effizienzmassnahmen noch weitgehend abgefedert werden können. (sam/sda)

Erstellt: 19.03.2009, 10:53 Uhr

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8 Kommentare

Hans Zumstein

19.03.2009, 10:55 Uhr
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Aufgepasst: Jetzt wird das Gejammer und Geklöne um höhere Billag Zwangsgebühren erst recht los gehen. Och wünschte mir, ich könnte bei meiner PK auch eine Rentenerhöhung reklamieren . . . . Fazit: Es bleibt nur, an der Kostenschraube zu drehen und Wünschbares von Machbarem zu trennen. Antworten


Rolf Klöpperl

19.03.2009, 12:17 Uhr
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Ich liebe das Programm von SF grösstenteils. Das jetzt hingegen weiter gespart wird, ist schon recht. Aber dann bitte nicht auf Kosten der Zuschauer. Baut endlich wieder mal das Tagesprogramm auf SF1 aus. Früher habe ich mit Vergnügen auch am Tag Fernsehen geschaut. Das mittagsmagazin soll unbedingt zurückkommen. Macht einfach günstiger TV, man kann mit halb so viel Personal gutes TV machen. Antworten



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