Schweiz

SVP möchte lieber «Maria statt Scharia»

Die SVP im Bezirk Bremgarten möchte nach eigenen Angaben die «Diskriminierung von Musliminnen» stoppen – mit einer umstrittenen Plakatkampagne, die heute begonnen hat.

Kampagne mit vergitterter Burka: Laut Bezirkspräsident Erwin Meier will die SVP «niemanden beleidigen».

Kampagne mit vergitterter Burka: Laut Bezirkspräsident Erwin Meier will die SVP «niemanden beleidigen».
Bild: SVP Bremgarten

Die SVP des aargauischen Bezirks Bremgarten geht mit verschleierten Musliminnen auf Stimmenfang. Ab heute hängen die Plakate «Maria statt Scharia». Auf keinen Fall, so fordert die SVP, dürfe das islamische Recht, die Scharia, in der Schweiz praktiziert werden, wie der Freiburger Ethnologe Christian Giordano vorgeschlagen hatte.

«Wir wollen niemanden beleidigen und respektieren die Religionsfreiheit», beteuert Bezirkspräsident Erwin Meier. Und die SVP stellt sich auch als Partei für Frauenrechte dar: «Die eklatante Diskriminierung einiger muslimischer Frauen» sei in der Schweiz «absolut nicht tolerierbar», so Meier. «Wir setzen uns dafür ein, dass man sich in der Schweiz anziehen kann, wie es einem passt.»

Keine Sorgen wegen juristischer Folgen

Mit Islamplakaten hat die Bezirkspartei bereits Erfahrung: Bei den Nationalratswahlen 2007 hatte Grossrat Andreas Glarner mit seinem Sujet «Baden oder Bagdad?» für Aufsehen gesorgt. Ein Strafverfahren wurde vor Bundesgericht allerdings eingestellt. Vor erneuten juristischen Problemen fürchtet sich Bezirkspräsident Meier nach eigenen Angaben nicht. Das Scharia-Plakat sei nicht rassistisch, sondern soll «zum Denken anregen». (NEWS)

Erstellt: 10.02.2009, 08:19 Uhr

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31 Kommentare

belkise sinai

23.02.2009, 19:59 Uhr
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Das finde ich nicht realistisch. Im Islam lebe ich sehr frei. Die Moral hat im Islam eine grosse Rolle. Was mich das Leben etwas schwerer macht, sind solche Plakate. Es wird Verschleierung immer noch mit dem Zwang verbunden. Man hilft der Schweiz nicht, wenn man provoziert, es braucht mehr. Das finde ich schade. P.S. Im Koran gibt es ein Kapitel(Sure 19), dass MARIA heisst. mal nachlesen:-) Gruss Antworten


Sarah Marti

22.02.2009, 16:58 Uhr
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Interessant dass sich die SVP, wenn sie sich mal für Frauenrechte interessiert, ausgerechnet beim Islam anfangen möchte. Davon abgesehen finde ich es erstaunlich, wie viele Personen über die Sharia wettern, ohne dass sie deren genauen Inhalt kennen. Giordanos Vorschlag ist gar nicht so abwegig, wenn man sich mal angemessen mit der Thematik auseinandersetzt und evtl sogar mal ein Buch lesen würde.. Antworten


Bêrîvan Balci

17.02.2009, 21:06 Uhr
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Wenn eine westliche Frau sich um den Haushalt und Kinder kümmert, opfert sie sich und trägt dem Haushalt gutes bei .. aber wenn eine Muslimin dies tut, muss sie befreit werden ? Wenn ein Christ oder Jude jemanden tötet, wird seine Religion nicht erwähnt .. aber wenn ein Muslim mit einem Verbrechen belastet wird, ist der Islam der vor Gericht geht ! Antworten


Bêrîvan Balci

17.02.2009, 21:06 Uhr
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Weisst du warum es so ist ? Hast du dich je gewundert, warum sich eine Nonne von Kopf bis Fuss verhüllen kann und dafür respektiert wird, sich Gott zu widmen .. aber wenn eine Muslimin dies tut, wird sie unterdrückt ? Wieso ein Jude sein Bart wachsen lassen kann und er nur seinen Glauben praktiziert .. aber wenn ein Muslim dies tut, ist es ein Extremist ? weiter kommt .. Antworten


Daniel Widmer

12.02.2009, 19:55 Uhr
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Der Erwin Meier war einer der besten Lehrer der ich in meiner Laufbahn angetroffen bin. Auch er unterrichtete in unserer Klasse Muslime mit Anstand und Respekt. Nun bringt die SVP es endlich auf den Punkt, was die grössten Probleme in der Schweiz sind. Zum glück lassen die sich nicht alle mundtot machen, wie von der Presse die in Schieflage geraten ist. Verschweigen ist auch gelogen! Antworten


Viktor Gasser

12.02.2009, 12:24 Uhr
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So viele Islamophile und Takiyya Verbreiter in diesem Forum? Seltsam. Antworten


Martin Tsuggeler

12.02.2009, 12:22 Uhr
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Die meisten Kommentare bzgl. "SVP sei damit bzgl Frauenrechte lediglich scheinheilig" sind selbst des Wortes schuldig. Sind doch die meisten von euch die SELBEN welche eine Sarah Palin auf jede erdenkliche Art und Weise zerfetzen suchten. Ideologische verblendung ist eben ein Segen. Die SVP präsentier ein fortschrittliches Denken, dass geschichtlich über den 2. WK hinaus kommt. Und das ist gut so. Antworten


hile brand

10.02.2009, 21:47 Uhr
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Frau Ruth Bliggenstorf hat es auf den Punkt gebracht; da ist eigentlich gar nichts anzufügen. Ausser; dass den ewig gestrigen Sozi-Stänkerer geraten werden kann, doch in die Gefilde auszuwandern, die sie so verblendet verteidigen. So wäre allen gedient. Antworten


Ruth Bliggenstorf

10.02.2009, 18:03 Uhr
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Ich bin in keiner Partei. Gesundes Denken ist Mangelware in diesem Lande. Einen Standpunkt zu vertreten wird gleich als Verunglimpfung taxiert. Dürfen wir noch eine Identität behalten ohne gleich ein Rassist zu sein?? Viel wird erneuert aber niemand weiss wirklich wohin die Kutsche führt . Ich lebte auch im Ausland und habe die Sitten dort akzeptiert ohne denen Vorschriften zu machen. Antworten


Chose Materra

10.02.2009, 16:14 Uhr
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Bezeichnend Es wird ein ernstes Thema aufgegriffen an dem sich die anderen „luschen“ Parteien lieber nicht die Finger, aus falsch verstandener politische Korrektheit, verbrennen wollen und nach den Wahlen, wenn die SVP wieder zugelegt hat, kommt das grosse Wehklagen. In der Antirassismus-Kommission sitzt ein Mitglied das sich öffentlich zur Scharia bekennt. Das ist doch super, oder? Wacht auf! Antworten


Jeanôt Cohen

10.02.2009, 16:02 Uhr
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Die SVP ist total daneben!! Antworten


Raoul Sommer

10.02.2009, 14:56 Uhr
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Etwas Dümmerers als die SVP gibt es in der Schweiz wohl kaum! Ein fertiger Kindergarten, aber nicht mit Kindern, sondern mit erwachsenen Kindsköpfen. Antworten


Antonia Lüscher

10.02.2009, 12:53 Uhr
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Die SVP Bremgarten scheint ihr Schiesspulver schon vor dem eigentlichen Wahlkampf verschwendet zu haben und greift zu altbewehrten Mittel: Angstmacherei und Diskriminierung. Die SVP war noch nie bekannt dafür, dass sie sich für die menschenrechtlichen Aspekte in der Politik interessierte. Ein Fausthieb für alle Frauen, die in der CH und im Ausland für die Rechte der muslimischen Frau kämpfen! Antworten


Willi Kohl

10.02.2009, 12:02 Uhr
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Lustig diese SVP, dass die immer noch nicht wissen, dass die Mehrheit in der CH Bevölkerung Schweizer sind;-) Anscheinend hat der SVP schlechte Frauenanteil, so einge Auswirkungen, dass die wirklich noch meinen, dass alle SVP Frauen die Burka tragen sollen;-) Antworten


Christoph Keller

10.02.2009, 10:43 Uhr
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Mir ist die Maria auch lieber. In unserer Nachbarschaft ist auch so ein Strenggläubiger. Der glaubt nur weil er Muslim und ein Mann ist sei er etwas besseres als 1. die Frauen allgemein und 2. als alle Nichtmuslime ob Mann oder Frau. Der redet nicht einmal mit Lehrerinnen seiner Kinder, nur weil sie Frauen sind. Die Lehrerinnen wehren sich nicht einmal dagegen. Sie wollen halt nicht provozieren. Antworten


Frederic Krüger

10.02.2009, 10:36 Uhr
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Ich bin alles andere als SVP Wähler, aber daneben ist die Warnung nicht. In Grossbritannien sind bereits Sharia-"Gerichte" zugelassen, sofern beide Seiten des Rechtstreits es so wollen. Das Problem dabei ist, dass der gesellschaftliche Druck die unterdrückten Frauen dazu bringt, dies zu akzeptieren, auch wenn es ihnen mehr schadet als hilft. Menschenrecht sollte immer vor Religionsfreiheit kommen! Antworten


David Rüegg

10.02.2009, 10:18 Uhr
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Ich bin ja auch der Ansicht, dass sich die Religionen dem Staatsrecht unterzuordnen haben. Auch glaube ich, dass wir ein klares Statement abgeben sollten, wie weit die Religionsfreiheit gehen darf (Kopftuch, Teilnahme an Schwimm-/Turnunterricht, etc.). Dass sich aber ausgerechnet die SVP plötzlich als Verfechter der Frauenrechte aufspielt, ist mir doch sehr suspekt. Antworten


samuel kuttel

10.02.2009, 10:06 Uhr
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POPULISTISCH - da gibt es kein anderes Wort dafür! Sollen lieber schauen, dass ihr Übervater Blocher nicht eine MEhrheit der Schweizer als NAzis bezeichnet! Wir wollen Demokratie und keine Demagogie und keinen Populismus! Wieviele Frauen inde r Schweiz tragen eine Burka? Setzen sie diese Zahl ins Verhältnis zu solch einer Kampagne und Provokation...dann erkennen Sie: es ist Populismus pur! Antworten


Herbert Berger

10.02.2009, 10:03 Uhr
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Tragisch sind solche Plakate nicht, denn immerhin haben sie eine gute Seite: Sie sind ehrlich und zeigen, wessen Geistes Kind diese Blocher-Jünger sind. Insofert sind sie wertvoll und dienen der Aufklärung. Das Tragische daran ist einzig und allein, dass es leider nur allzu viele Schweizer Bürger gibt, die solche Leute wählen. Antworten


Christian Widmer

10.02.2009, 09:50 Uhr
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Maria statt.... aber ist Maria nicht immer mit Kopftuch abgebildet, auf den Darstellungen der Kirchen, oder irre ich mich? Antworten


Daniel Kohler

10.02.2009, 09:47 Uhr
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Die SVP soll es der Kunst überlassen, mit Provokation zum Denken anzuregen. Die Politik soll sich an Tatsachen orientieren und aufklären. Dabei sachlich und nüchtern bleiben. Wie sonst soll sich ein Bürger ein korrektes Bild machen können von dem, was eine Partei beeinflussen will. Antworten


Alfredo Garcia

10.02.2009, 09:35 Uhr
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Es zeugt von beispielhafter Nächstenliebe, wenn sich die Volkspartei gegen die eklatante Diskriminierung einiger muslimischer Frauen hierzulande engagiert. Antworten


Harald Buchmann

10.02.2009, 09:34 Uhr
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Das Plakat ist nicht umstritten, sondern typisch SVP. Das die Medien solche Plakate noch immer unterstützen mit ihrer grossen Berichterstattung darüber, finde ich störend. Ausserdem ist es falsch zu sagen, die SVP setze sich für Musliminnen ein, sie will aus ihnen Christinnen machen. Denn auch viele Musliminnen hätten gerne Minarette. Antworten


Weng Weng

10.02.2009, 09:12 Uhr
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"Barbie statt Realität" triffts wohle eher... Antworten


V. G.

10.02.2009, 09:11 Uhr
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Dümmer geht's wirklich nimmer... Aber das sind wir uns inzwischen ja gewohnt. Oder doch nicht? Antworten


Hans Müller

10.02.2009, 08:50 Uhr
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Frauenrechtler müssten diese Kampagne eigentlich begrüssen. Antworten


Lars Hug

10.02.2009, 08:50 Uhr
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Die Aussage stimmt, jeder sollte sich so kleiden dürfen wie er will. Sie gilt nur, und dies scheint der mit dem überlicherweise verschleirten Blick agierenden Partei entgangen zu sein, in beide Richtungen. Wer ein Kopftuch tragen will, soll auch dazu ein Recht haben. Antworten


Bauer Thomas

10.02.2009, 08:49 Uhr
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Ist die SVP jetzt eigentlich für das Frauenstimmrecht? Antworten


Jakob Schiesser

10.02.2009, 08:46 Uhr
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Die SVP verhält sich wie ein trotzendes Kind: Wie weit kann ich wohl gehen? Bei jeder neuen Anzeigekampagne der SVP überlege ich mir, ob sie an Frechheit und Primitivität noch zu toppen ist. Meine Frage: Wo ist die Grenze? Können sich diese Hetzer alles rausnehmen? Ich für meinen Teil schäme mich langsam, Bürger von einem Land zu sein, in dem so was abscheuliches Aufgehängt werden darf. Antworten


Rahel Delea

10.02.2009, 08:27 Uhr
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Verlogen. Als Frau pflichte ich der SVP insofern zu, als dass wir hier keine Scharia wollen. Aber es ist absolut durchschaubar, dass die SVP dieses Thema nur zu einer weiteren Provokation missbraucht. Denn: Die SVP hatte mit Frauenrechten noch nie etwas am Hut. Gleiche Chancen im Beruf? Faire Frauenvertretung in der Politik? Kinderkrippen? Gleichstellungsbüros? Häusliche Gewalt? Alles kein Thema! Antworten


Emrah Erken

10.02.2009, 08:26 Uhr
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Mir kommen die Tränen. Die frauen- und fremdenfeindliche SVP sorgt sich um das Wohlergehen von Frauen, nota bene von muslimischen Frauen. Mein Slogan lautet: Café Crème statt rechtsextrem. Antworten



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