Schweiz
SVP-Politiker fährt betrunken Auto zu Schrott
Aktualisiert am 13.05.2009 14 Kommentare
«Ich glaube nicht, dass ich schneller als 30 km/h fuhr»: Erich J. Hess. (Bild: Keystone)
Der Unfall ereignete sich am Sonntag kurz vor 21 Uhr auf der Jupiterstrasse im Berner Murifeld, wie der «Blick» berichtet. Aus der Garage saust Erich J. Hess mit dem Geländewagen des Berner SVP-Grossrats Thomas Fuchs. Er kommt nicht weit: Der SVP-Jungpolitiker gerät auf die Gegenfahrbahn und rammt einen Peugeot frontal.
Der 28-jährige Erich J. Hess, Berner Stadtrat und Präsident der SVP-Fraktion, kam mit ein paar Prellungen und Schnittwunden davon. Auch der Peugeot-Fahrer hat den Crash fast unverletzt überstanden. Beide Fahrer müssen blasen. Hess, von Beruf Lastwagenfahrer, hat prompt 0,9 Promille Alkohol und muss sein Billett abgeben.
«Hess hatte Riesenschwein»
«Ich rief sofort Thomas Fuchs an», sagt Hess zu «Blick». «Er hatte mir ja das Auto gerade geliehen. Mein eigenes ist im Service.»
Als Raser sieht sich Hess nicht: «Ich glaube nicht, dass ich schneller als 30 km/h fuhr», sagt er.
Thomas Fuchs sagt zu «Blick»: «Hess hatte Riesenschwein.» «Im Wrack sah es schlimmer aus als beim Unfall von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli.»
Der Schwips mit Unfallfolge sei «ein Fehltritt», so Hess. «Ich bedaure das ausserordentlich.» Beim Peugeot-Fahrer entschuldigte sich Hess «mit einer grossen Schachtel Pralinés». (bru)
Erstellt: 13.05.2009, 12:58 Uhr
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14 Kommentare
Was soll nun wieder diese Uebermoralisierung? Wir sind doch alles Menschen, und wie mann sieht, keiner besser oder schlechter! Also warum machen wir uns das Leben selber schwer? Am besten wahrscheinlich gar kein Fuss mehr vor die Tür setzen, dann kann auch nichts passieren, od. wie? Schönes Gefängnis was wir uns bauen, kein Wunder kommt es dann in Form von Aggression od. irgendwie wieder hervor. Antworten
@ Kurt Gsell: Nein, vermutlich wäre er nicht erwähnt worden. Aber Politiker sollen ja schliesslich als Vorbilder gesehen werden, darum ist das etwas peinlich. Es wirkt doch unglaubwürdig, wenn einer harte Strafen für Verkehrssünder fordert und besoffen fährt. Antworten
@ Thomas Keller: Weshalb Fahrausweis auf Lebzeiten wegnehmen? Weil er SVP-Politiker ist? Ein Unfall ohne Verletzte, wie er praktisch täglich passiert, ohne schwere Verletzungen. Frage: Wäre dieser Unfall in Bern im Zürcher Tagi überhaupt erwähnt worden wenn es sich nicht um eine SVP-Politiker gehandelt hätte? Antworten
Früher durfte man noch mit unter 0.8 Promille fahren. Heute? Billet weg, aber die Frage ist, so betrunken machen die 0.9 Promille hoffentlich nicht aus. Ein Frontalzusammenstoss verursacht durch auf der falschen Spur fahren. Komisch, normalerweise geraten über 2 Promille oder unter Drogen stehende Autofahrer auf die falsche Spur. Antworten
@ storrer: also ich finde herrn königs kommentar für einmal nicht so tragisch, obwohl er meint, er müsse zu jedem artikel seinen senf geben. er hat wahrscheinlich zeit, wie die meisten arbeitslosen und offensichtlich auch sie, herr storrer, um sich in schwarz/ weiss- mentalität zu echauffieren. im gegensatz zu ihnen verzichtet er wenigstens auf das pseudointellektuelle nennen des 2. vornamens... Antworten




Juerg Stockar
Ich staune gerade etwas ob dem Ausmass an Zweck-Opportunismus in einigen Kommentaren... Ich persönlich bin sehr neugierig, was nach diesem "Fehltritt" mit Klein-Erich passieren wird, insbesondere unter Berücksichtigung der partei-internen Maxime "härtere Bestrafung für Verkehrssünder". Wobei, "Konsequenz" scheint ja im Vokabular vieler Politiker gar nicht zu existieren. Antworten