Schweiz

SVP-Politiker fährt betrunken Auto zu Schrott

Jung-SVPler Erich J. Hess fährt beschwipst aus der Garage und knallt in ein korrekt heranfahrendes Auto. Ärgerlich für Hess ist auch: Er fuhr mit dem Auto seines Parteikollegen Thomas Fuchs.

«Ich glaube nicht, dass ich schneller als 30 km/h fuhr»: Erich J. Hess.

«Ich glaube nicht, dass ich schneller als 30 km/h fuhr»: Erich J. Hess. (Bild: Keystone)

Der Unfall ereignete sich am Sonntag kurz vor 21 Uhr auf der Jupiterstrasse im Berner Murifeld, wie der «Blick» berichtet. Aus der Garage saust Erich J. Hess mit dem Geländewagen des Berner SVP-Grossrats Thomas Fuchs. Er kommt nicht weit: Der SVP-Jungpolitiker gerät auf die Gegenfahrbahn und rammt einen Peugeot frontal.

Der 28-jährige Erich J. Hess, Berner Stadtrat und Präsident der SVP-Fraktion, kam mit ein paar Prellungen und Schnittwunden davon. Auch der Peugeot-Fahrer hat den Crash fast unverletzt überstanden. Beide Fahrer müssen blasen. Hess, von Beruf Lastwagenfahrer, hat prompt 0,9 Promille Alkohol und muss sein Billett abgeben.

«Hess hatte Riesenschwein»

«Ich rief sofort Thomas Fuchs an», sagt Hess zu «Blick». «Er hatte mir ja das Auto gerade geliehen. Mein eigenes ist im Service.»

Als Raser sieht sich Hess nicht: «Ich glaube nicht, dass ich schneller als 30 km/h fuhr», sagt er.

Thomas Fuchs sagt zu «Blick»: «Hess hatte Riesenschwein.» «Im Wrack sah es schlimmer aus als beim Unfall von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli.»

Der Schwips mit Unfallfolge sei «ein Fehltritt», so Hess. «Ich bedaure das ausserordentlich.» Beim Peugeot-Fahrer entschuldigte sich Hess «mit einer grossen Schachtel Pralinés». (bru)

Erstellt: 13.05.2009, 12:58 Uhr

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14 Kommentare

Juerg Stockar

13.05.2009, 17:03 Uhr
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Ich staune gerade etwas ob dem Ausmass an Zweck-Opportunismus in einigen Kommentaren... Ich persönlich bin sehr neugierig, was nach diesem "Fehltritt" mit Klein-Erich passieren wird, insbesondere unter Berücksichtigung der partei-internen Maxime "härtere Bestrafung für Verkehrssünder". Wobei, "Konsequenz" scheint ja im Vokabular vieler Politiker gar nicht zu existieren. Antworten


Henry Mancini

13.05.2009, 14:34 Uhr
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Was soll nun wieder diese Uebermoralisierung? Wir sind doch alles Menschen, und wie mann sieht, keiner besser oder schlechter! Also warum machen wir uns das Leben selber schwer? Am besten wahrscheinlich gar kein Fuss mehr vor die Tür setzen, dann kann auch nichts passieren, od. wie? Schönes Gefängnis was wir uns bauen, kein Wunder kommt es dann in Form von Aggression od. irgendwie wieder hervor. Antworten


Kurt Gsell

13.05.2009, 14:21 Uhr
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@ Mark Berger: Sie haben Recht. Sowas ist immer peinlich. Gemäss Artikel fuhr er "beschwipst", nicht volltrunken. Niemand sagt er solle nicht bestraft werden - aber lebenslänglich Fahrzeugausweis weg ????? Nur weil er Politiker ist? Antworten


Mark Berger

13.05.2009, 13:47 Uhr
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@ Kurt Gsell: Nein, vermutlich wäre er nicht erwähnt worden. Aber Politiker sollen ja schliesslich als Vorbilder gesehen werden, darum ist das etwas peinlich. Es wirkt doch unglaubwürdig, wenn einer harte Strafen für Verkehrssünder fordert und besoffen fährt. Antworten


Kurt Gsell

13.05.2009, 11:50 Uhr
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@ Thomas Keller: Weshalb Fahrausweis auf Lebzeiten wegnehmen? Weil er SVP-Politiker ist? Ein Unfall ohne Verletzte, wie er praktisch täglich passiert, ohne schwere Verletzungen. Frage: Wäre dieser Unfall in Bern im Zürcher Tagi überhaupt erwähnt worden wenn es sich nicht um eine SVP-Politiker gehandelt hätte? Antworten


Stefan Studer

13.05.2009, 11:27 Uhr
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@Ronnie König; Was war doch da wieder für eine Geschichte in Genf mit dieser SP-Politikerin? Das war dort glaub einiges struber, war Ihr Kommentar dazu auch "halt wieder mal eine SP-ler"? Schade, dass sie nur in Klischees und Vorurteilen denken. Antworten


Daniel Gähwiler

13.05.2009, 11:23 Uhr
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Im Kanton Luzern macht die Junge SVP für die Bussen-Initiative der SVP Werbung mit dem Slogan: "Raser köpfen statt Bussen schröpfen". Jeden weiteren Kommentar möchte ich unterlassen! Antworten


Tom Kuhn

13.05.2009, 11:20 Uhr
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Früher durfte man noch mit unter 0.8 Promille fahren. Heute? Billet weg, aber die Frage ist, so betrunken machen die 0.9 Promille hoffentlich nicht aus. Ein Frontalzusammenstoss verursacht durch auf der falschen Spur fahren. Komisch, normalerweise geraten über 2 Promille oder unter Drogen stehende Autofahrer auf die falsche Spur. Antworten


Walti Prikoszovich

13.05.2009, 11:08 Uhr
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@ storrer: also ich finde herrn königs kommentar für einmal nicht so tragisch, obwohl er meint, er müsse zu jedem artikel seinen senf geben. er hat wahrscheinlich zeit, wie die meisten arbeitslosen und offensichtlich auch sie, herr storrer, um sich in schwarz/ weiss- mentalität zu echauffieren. im gegensatz zu ihnen verzichtet er wenigstens auf das pseudointellektuelle nennen des 2. vornamens... Antworten


Thomas Keller

13.05.2009, 11:00 Uhr
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Fahrausweis auf Lebzeiten wegnehmen. Es hätte noch viel schlimmer kommen können. Warum sind die Richter immer so mild? Antworten


Rene Meier

13.05.2009, 10:58 Uhr
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Mann kann nur hoffen, dass hier hart durchgegriffen wird, anstatt dieser ewigen Kuscheljustiz. Antworten


Pascal E. Storrer

13.05.2009, 10:27 Uhr
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@Ronnie König: Woher Sie nicht immer alles wissen wollen. "Ja ja, halt wieder einmal ein SVPler". Wohl die weiteren Wahlsiege noch nicht verdaut? Wenigstens hat er sich entschuldigt und steht zu seinem Fehler. Antworten


Jaun Werner

13.05.2009, 10:19 Uhr
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Wieder mal so ein möchte gern. Die Richter sind viel zu guetig mit solchen Kerlen Antworten


Ronnie König

13.05.2009, 09:52 Uhr
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Hess fällt nicht zum ersten Male negativ auf! Und die Pralinee sind typisch für so ein Knorz. Die Entschuldigung reine Routine und nicht ernst gemeint. Ja ja, halt wieder einmal ein SVPler. Also kein Drama? Antworten



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