Schweiz

Schneider-Ammann eine Runde weiter

Die Berner Freisinnigen haben Nationalrat Johann Schneider-Ammann offiziell zuhanden der FDP Schweiz als Bundesratskandidat nominiert. Der 58-jährige gilt als Favorit für die Wahlen vom 22. September.

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Die Bundesratskandidaten der FDP

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Für die Nachfolge von Finanzminister Hans-Rudolf Merz kommen fünf FDP-Spitzenleute infrage.

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Die Bundesratskandidatinnen der SP

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Vier Frauen kandidieren für die Bundesratswahl vom 22. September.

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Die Sprengkandidaten

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Diese Politiker könnten an der doppelten Bundesratswahl 2010 für eine Überraschung sorgen.

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Er stelle sich als Bundesratskandidat zur Verfügung, weil er einen wertvollen Beitrag zur Prosperität und zum Zusammenhalt im Land leisten wolle, sagte Schneider-Ammann vor der Parteiversammlung. Er stehe für Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Glaubwürdigkeit.

Unabhängigkeit bedeute unter anderem auch, dass man die Schulden unter Kontrolle halte oder für künftige Generationen gar abbaue, betonte Schneider-Ammann. Wichtig sei ihm auch, dass in diesem Land möglichst viele Menschen eine Chance auf eine gute Bildung erhielten. Die Gesellschaft bestehe nicht nur aus Akademikern. Auch alle anderen bräuchten gute Perspektiven.

Offen und ehrlich

Wichtig sei ihm ausserdem die Konkordanz, führte er aus. Als Unternehmer habe er oft leistungsfähige Teams formiert. Er wolle und müsse glauben, dass man auch an einem Regierungstisch offen und ehrlich miteinander umgehen und Entscheide gemeinsam erarbeiten und nach aussen tragen könne. Nur so könne eine Regierung glaubwürdig sein.

Auf die Schweiz kämen grosse Herausforderungen zu. Die anstehenden Verteilkämpfe «können wir nur mit vereinten Kräften parieren», sagte Schneider-Ammenn. Die Parteiversammlung unterstützte Schneider-Ammanns Bundesratskandidatur mit grossem Applaus.

Der Langenthaler ist seit 1999 Nationalrat. Als Politiker geniesst er Respekt bis ins linke Lager hinein. Schon vor der Wirtschaftskrise kritisierte er überrissene Boni und Löhne, während der Finanzkrise prangerte er das Geschäftsgebahren der Banken an. Die Kritik am Finanzplatz brachte ihm allerdings in seiner Partei nicht nur Sympathien ein. (bru/sda/)

Erstellt: 01.09.2010, 21:29 Uhr

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18 Kommentare

Mona Linsi

02.09.2010, 15:18 Uhr
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Schneider -Ammann ist nicht offen und ehrlich. Er will in die EU, deklariert das aber nicht. Er will dass die Nationalbank den Euro weiter stützt. Das wird den Steuerzahler Milliarden kosten, die Exportindustrie von der Schneider -Ammann lebt, wird so subventioniert. Antworten


Karl Hubel

02.09.2010, 14:15 Uhr
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Schneider-Ammann ist ein engster Berater von Merz und hat keine neuen Gedanken zu Veränderungen der Politik des Landes. Seine Geschäfte mit manchen autoritären und korrupten Regimes (Tatarstan, Turkmenistan) sind nur ein Zeugnis von seiner Verwicklung in fragwürdigen Beziehungen. Die Berner FDP möchte nur die Person unter Druck der Öffentlichkeit wechseln aber nicht die Strategie. Es ist doch klar – er will nur seine eigenen Interessen lobbieren. Antworten


Karl Hubel

02.09.2010, 14:05 Uhr
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Schneider-Ammann ist ein engster Berater von Merz und hat keine neuen Gedanken zu Veränderungen der Politik des Landes. Seine Geschäfte mit manchen autoritären und korrupten Regimes (Tatarstan, Turkmenistan) sind nur ein Zeugnis von seiner Verwicklung in fragwürdigen Beziehungen. Die Berner FDP möchte nur die Person unter Druck der Öffentlichkeit wechseln aber nicht die Strategie. Es stimmt – da hätte man BR Merz im Amt lassen können. Antworten


Peter Pfrunder

02.09.2010, 12:21 Uhr
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Peter Einstein:Ich teile Ihre Auffassung, dass die FDP und das Parlament einen Fehler machen, Herr Schneider-Ammann,der im AHV-Alter ist; anstelle von Frau Keller-Sutter,die jünger, dynamischer und klug ist in den BR zu wählen! Ich bin nicht in der FDP, muss aber feststellen,dass Frau Keller-Sutter dieser Partei u. CH mittel- und langfristig mehr bringen würde, als der Senior Schneider-Ammann! Antworten


Bernhard Frei

02.09.2010, 12:11 Uhr
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Der SP möchte ich ans Herz legen, Schneider-Amman nicht zu wählen. Der Sozialabbau ist mit dieser Person eng verbunden. Beachten sie frühere Ausserungen dieser Person. Antworten


willi maurer

02.09.2010, 11:15 Uhr
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da will sich wieder einer eine gute altersrente sichern Antworten


Lilly May

02.09.2010, 10:54 Uhr
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Wir brauchen doch eigentlich mehr Leute aus der Wirtschaft (der Begriff beinhaltet mehr als Finanzindustrie), bisher ist da nämlich wer? Kein einziger unserer BR ist Unternehmer, alles Juristen und Berufspolitiker.... Theoretiker, die uns erzählen, welche Massnahmen gut sind für unsere Wirtschaft... Baader, Spuhler, Leute wie früher Hayek sollte man in den BR holen, die wissen, wovon sie reden! Antworten


Peter Einstein

02.09.2010, 10:40 Uhr
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Es steht ausser Zweifel, dass das Volk Karin Keller-Sutter und Simonetta Sommaruga wünschen. Unglaublich, dass sich die FDP einmal mehr gegen das Volk stemmt. Bundesratswahlen durch das Volk rückt wieder ein Stück näher. Antworten


Peter Kunze

02.09.2010, 10:26 Uhr
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So professionell wie von allen Seiten hier gegen den Kandidaten gegeifert wird scheint mir Schneider-Ammann ein durchaus respektabler und valabler Kandidat zu sein. Antworten


Hans Ulrich Suter

02.09.2010, 09:54 Uhr
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Schneider-Ammann setzt sich zurecht für eine bessere Ausbildung der Jugend ein, schliesslich kann ja nicht jeder eine reiche Frau heiraten. Ich sage jetzt nicht, wie man sowas bei einer Frau nennt, aber ich glaube jede Frau die in der Politik ist, würde mich als Mann besser im Bundesrat vertreten als dieser, oeh Mann.... Antworten


alfred bleuler

02.09.2010, 09:54 Uhr
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jetzt wo die SP zur steigbügelhalter-partei der FTP mutiert hat (trotz ALV-revision der bürgerlichen) wird dieser sozialabbauer womöglich noch gewählt. --- schade, die SP würde besser den GRÜNEN zu einem BR verhelfen. --- im bundesrat sollten die SP 2 -- die SVP 2 -- die CVP 1 -- die FDP 1 -- die GÜNEN 1 vertreter haben.----- alterslimit 65 jahre, maximal 2 x 4 jahre BR Antworten


Jack Meier

02.09.2010, 09:34 Uhr
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@ Rolf Meili:Vielleicht sagt Ihnen das "Milizprinzip" etwas. Falls nicht, wäre vielleicht einmal eine Lektion Staatskundeunterricht hilfreich. In der Schweiz gehen bekanntlich die meisten Politiker einem Beruf nach, so dass sowohl Gewerkschaftsleute (z.B. Dreyfuss) wie auch Wirtschaftsleute (z.B.Schneider) Bundesrat werden können. Im Unterschied zu den Gewerkschafte, verdient er seinen Lohn selber Antworten


Walter Schmid

02.09.2010, 09:30 Uhr
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Warum wählen sie nicht gleich den Grübel in den Bundesrat? Es sind ja eh nur noch Wirtschaftsvertreter und keine Volksvertreter mehr gefragt. Antworten


Alois Leimgruber

02.09.2010, 08:57 Uhr
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Nur nicht Johann Schneider er wirkt für micht langweilig und farblos ! Da wäre mir die Frau Karin Keller 10 mal lieber. Antworten


cristiano safado

02.09.2010, 08:12 Uhr
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Schneider-Ammann steht auch für einen Abbau aller Sozialleistungen. Von Zusammenhalt im Lande kann also keine Rede sein. Das Volk kann zwar die Wahl durch die Vereinigte Bundesversammlung nicht verhindern, doch mit der Ablehnung der vom Club Helvétique vorgesehenen Einschränkung des Initiativrechts die oberste Kontrolle über solche Bundesräte und Parlamentarier behalten und korrigierend eingreifen Antworten


Hansueli Meili

02.09.2010, 03:20 Uhr
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Sollte Schneider-Amman, was ich eigentlich nicht erwarte, nicht in den Bundesrat einziehen, waere er der beste Kandidat um das Praesidium FDP Schweiz zu uebernehmen. Und das per sofort. Die FDP braucht einen Leader der auch bei der Basis ankommt. Antworten


Rolf Meili

01.09.2010, 22:30 Uhr
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In Frankreich wäre es ein Skandal, wenn jemand aus der Wirtschaft Präsident werden würde. Aus meiner Sicht auch völlig inakzeptabel. Aber in der Schweiz störts anscheinend niemanden, Lobbying hin oder her. Antworten


Mike Albrecht

01.09.2010, 22:26 Uhr
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Noch so ein EU-Turbo und Wirtschaftslobbyist. Als ob wir nicht schon genug von diesen Windfahnen im Bundesrat hätten. Alle reden immer nur von Frauen- und Kantonsquote. Dass die EU-Befürworter im BR überrepräsentiert sind (86% statt 49%), scheint niemanden zu stören. Antworten



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