Schweiz
Schneider-Ammann eine Runde weiter
Aktualisiert am 01.09.2010 18 Kommentare
Er stelle sich als Bundesratskandidat zur Verfügung, weil er einen wertvollen Beitrag zur Prosperität und zum Zusammenhalt im Land leisten wolle, sagte Schneider-Ammann vor der Parteiversammlung. Er stehe für Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Glaubwürdigkeit.
Unabhängigkeit bedeute unter anderem auch, dass man die Schulden unter Kontrolle halte oder für künftige Generationen gar abbaue, betonte Schneider-Ammann. Wichtig sei ihm auch, dass in diesem Land möglichst viele Menschen eine Chance auf eine gute Bildung erhielten. Die Gesellschaft bestehe nicht nur aus Akademikern. Auch alle anderen bräuchten gute Perspektiven.
Offen und ehrlich
Wichtig sei ihm ausserdem die Konkordanz, führte er aus. Als Unternehmer habe er oft leistungsfähige Teams formiert. Er wolle und müsse glauben, dass man auch an einem Regierungstisch offen und ehrlich miteinander umgehen und Entscheide gemeinsam erarbeiten und nach aussen tragen könne. Nur so könne eine Regierung glaubwürdig sein.
Auf die Schweiz kämen grosse Herausforderungen zu. Die anstehenden Verteilkämpfe «können wir nur mit vereinten Kräften parieren», sagte Schneider-Ammenn. Die Parteiversammlung unterstützte Schneider-Ammanns Bundesratskandidatur mit grossem Applaus.
Der Langenthaler ist seit 1999 Nationalrat. Als Politiker geniesst er Respekt bis ins linke Lager hinein. Schon vor der Wirtschaftskrise kritisierte er überrissene Boni und Löhne, während der Finanzkrise prangerte er das Geschäftsgebahren der Banken an. Die Kritik am Finanzplatz brachte ihm allerdings in seiner Partei nicht nur Sympathien ein. (bru/sda)
Erstellt: 01.09.2010, 21:29 Uhr
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