Schweiz

«Schule darf nicht Spielball der Parteipolitik werden»

Aktualisiert am 13.06.2009

Mit Blick auf hart umkämpfte Bildungsvorlagen wie HarmoS hat der Lehrerdachverband diskutiert, wieviel Politik die Schule erträgt. Kritik musste sich die SVP gefallen lassen.

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Der Grundtenor der Diskussion des Lehrerverbands (LCH) in Bern lautete: «Die Schule darf nicht zum Spielball der Parteipolitik werden». Bei schulischen Themen bestehe die Gefahr, dass sie populistisch für den Stimmenfang missbraucht würden, hält der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer in einem Thesenpapier fest. Der Schule helfe dies nicht. LCH spricht damit direkt die SVP an, die mit «weinenden Kindern und dürftiger Argumentation» mehrere Abstimmungen zu HarmoS gewonnen habe.

Politisierung und öffentliche Verhandlung des Bildungswesens sei grundsätzlich gut und erforderlich, heisst es weiter. Bildung sei schliesslich eine Voraussetzung für Demokratie. Es brauche nun eine neue «Landsgemeindekultur» des Redens über die Bildung in der Schweiz, damit HarmoS oder der «Lehrplan 21» nicht scheiterten.

Sachbezogene Diskussion gefordert

Deshalb ruft der LCH zu einem «sachbezogenen Umgang» mit der Schule auf. Alle Parteien müssten sich dem Wettbewerb um die guten Ideen stellen, statt sich nur zu profilieren. Durch die kontroversen Diskussionen um HarmoS habe sich gezeigt, dass die Bildungsbehörden dem Volk die Vorlagen erklären müssten. (vin/sda)

Erstellt: 13.06.2009, 16:25 Uhr

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