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Schweiz soll zehn Millionen Dollar für Unfall von Hannibal-Flüchtling zahlen

Aktualisiert am 29.12.2011 70 Kommentare

Ein amerikanischer Terrorexperte nimmt die Schweiz ins Visier: Seine Frau wurde von einem ehemaligen Angestellten von Hannibal Ghadhafi tödlich verletzt. Das EDA hatte den Diener in Washington versteckt.

Das letzte Kapitel der Affäre Ghadhafi ist offenbar noch nicht geschrieben: Hannibal Ghadhafi in einer undatierten privaten Aufnahme, die von den libyschen Aufständischen beschlagnahmt worden war.

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Bild: AFP

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Einer der ehemaligen Angestellten von Hannibal Ghadhafi könnte nach einem tragischen Autounfall noch hohe Kosten verursachen. Der Marokkaner hatte im Oktober in Washington eine Frau überfahren, während sie laut Anklageschrift eine grüne Ampel überquerte. Der Fahrer soll mit seinem Handy telefoniert haben. Ihr Witwer fordert Schadenersatz, wie der «Blick» heute berichtete.

Bern hatte den Marokkaner in die USA gebracht und bei der dortigen Botschaft angestellt, weil seine Sicherheit in der Schweiz nicht mehr gewährleistet gewesen sein soll. Der Diener Hannibal Ghadhafis hatte 2008 mit mehreren anderen Angestellten seinen Herren wegen angeblicher Gewalttätigkeiten angezeigt. Die Genfer Polizei verhaftete daraufhin den Ghadhafi-Sohn; die zwischenstaatliche Krise nahm ihren Lauf.

Schweiz sei mitverantwortlich

Harvey Rishikof, ein Juraprofessor und renommierter Terrorexperte, klagt neben dem Unfallfahrer auch ausdrücklich die Schweiz an, da der Fahrer als Angestellter mit Einwilligung der Eidgenossenschaft in einem Fahrzeug der Botschaft gefahren sei. Rishikof verklagt die Schweiz auf Schadenersatz von mindestens zehn Millionen Dollar.

Dem «Blick» zufolge reichte Rishikof die Anzeige bereits am 22. Dezember ein. Der Rechtsprofessor ist demnach Vorsitzender des Fachbereichs Nationale Sicherheit am National War College und schreibt zum internationalen Terrorismus. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), es sei über die Klage «offiziell nicht informiert» worden. (rub/afp)

Erstellt: 29.12.2011, 18:10 Uhr

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70 Kommentare

Ronald Lack

29.12.2011, 20:10 Uhr
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Die Frage ist erlaubt, wie kommt die CH dazu diesen Marokaner in Amerika zu beschäftigen. Hätte nicht Calmy-Rey ihre Finger im Spiel gehabt wäre er nie zu dieser Anstellung gekommen. Ein Schweizer wäre nie so schnell zu einer Botschaftsstelle gekommen. Aber leider hat hier der Filz wieder mal mitgespielt. Antworten


Anita M. Dürr

29.12.2011, 19:42 Uhr
Melden 113 Empfehlung

Was bitte schön, hat die Schweiz mit einem Strassenverkehrsunfall eines Angestellten zu schaffen? Wenn ein Angestellter einer US-Firma in der CH einen Unfall mit Toten baut, zahlt dann auch der Arbeitgeber? Und wer zahlt den Schaden im Irak und Afghanistan, den die "Diener" des Präsidenten Bush angerichtet haben? Vielleicht Herr Bush? Die haben wirklich einen Knall! Antworten



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