Schweiz
Schweiz verkauft Impfungen an Iran
Schweinegrippe-Pandemie
- Teuer eingekauftes Tamiflu wird nun als Sondermüll verbrannt
- «Ich kenne kein Virus, das so unheimlich ist wie dieses»
- «Ich kenne kein Virus, das so unheimlich ist wie dieses»
Stichworte
Die Schweiz hat einen Teil ihrer überzähligen Schweinegrippe-Impfdosen an den Iran verkauft. Wie angekündigt beteiligt sie sich zudem an der internationalen Spendeninitiative und stellt für Entwicklungsländer rund 1,3 Millionen Impfdosen zur Verfügung, wie das BAG am Donnerstag mitteilte.
Der Vertrag mit dem Iran umfasst laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Verkauf von insgesamt 750'000 Impfdosen. Weitere 150'000 Dosen würden dem Land geschenkt, hiess es weiter. Bei allen Dosen handelt es sich um den Impfstoff Celtura von Novartis. Da dieser nur sechs Monate haltbar ist, werden vorerst lediglich 360'000 Dosen ausgeliefert. Die Lieferung der restlichen 540'000 Dosen hängt nach Angaben des BAG davon ab, ob Novartis wie angestrebt die Haltbarkeit verlängern kann.
Ein Teil der Impfdosen wird eingelagert
Zudem beteiligt sich die Schweiz wie bereits im September angekündigt an der von US-Präsident Barack Obama lancierten Spendeninitiative zugunsten der Entwicklungsländer. Sie schenkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund einen Zehntel ihrer insgesamt 13 Millionen Impfstoff-Bestellungen. Diese Dosen des zwei Jahre haltbaren Impfstoffes Pandemrix würden gar nicht erst an die Schweiz ausgeliefert, sondern der WHO direkt vom Hersteller Glaxo-Smith-Klein zur Verfügung gestellt, schreibt das BAG. Die verbleibenden Impfdosen würden eingelagert und stünden der Schweizer Bevölkerung im Fall einer neuen pandemischen Grippewelle zur Verfügung. Ziel bleibt aber nach wie vor, bis zu 4,5 Millionen Impfdosen zu verkaufen oder zu verschenken, wie es beim BAG hiess.
Derzeit ebbt die Pandemiewelle weiter ab. Aufgrund des schweizerischen Sentinella-Meldesystems rechnen die Experten damit, dass die Pandemiewelle nächste Woche vorüber sein dürfte. Dies ist dann der Fall, wenn auf 100'000 Einwohner noch 50 Arztkonsultationen wegen Grippeverdachts kommen. In der Woche vom 18. bis zum 24. Januar gab es noch 54 Konsultationen. Hochgerechnet auf die ganze Schweiz bedeutete dies rund 4'300 Arztbesuche, verglichen mit 6'400 in der Vorwoche. Insgesamt starben in der Schweiz bisher 18 Personen an der Schweinegrippe. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Angehörige von Risikogruppen. (oku/ddp)
Erstellt: 28.01.2010, 17:02 Uhr
Schweiz
Schweiz
Meistgelesen in der Rubrik Schweiz
- 1FDP-Präsident Müller will Gripen abschiessen
- 2Roger de Weck in der Kritik
- 3300 Einsprachen gegen Bauprojekte – Initianten gehen auf die Barrikaden
- 4Die Weisheit, nichts, aber auch gar nichts zu tun
- 5Die seltsame Vergabepraxis des Bundesamts für Migration
- 6«Die Schweiz muss intensiver nach Steuerbetrügern fahnden»



































