Schweizer in Spenderlaune

Aktualisiert am 15.03.2010

10 Franken und 30 Rappen - oder umgerechnet 7 Euro und 10 Cent - haben die Schweizer durchschnittlich an die Erdbebenopfer in Haiti gespendet – so viel, wie sonst kein anderes Land.

Die Schweiz liegt damit weltweit an der Spitze, vor den Holländern mit 4,10 Euro und den Kanadiern mit 3,30 Euro pro Kopf. Dies zeigt ein Vergleich unter den Mitgliedern des International Committee on Fundraising Organizations (ICFO), den die Schweizer Zertifizierungsstelle ZEWO am Montag anstellte.

Die meisten privaten Spenden stammten aus den USA: Insgesamt wurden dort umgerechnet 653 Millionen Euro für Haiti gesammelt, dazu kamen staatliche Hilfsgelder. In Deutschland spendete die Bevölkerung 195 Millionen Euro, in Kanada kamen 110 Millionen Euro zusammen. In der Schweiz sammelten die privaten Organisationen 50 Millionen Euro (80 Millionen Franken).

Die Sammelaktion für Haiti war in der Schweiz die grösste seit dem Seebeben in Asien im Dezember 2004. Damals spendeten die Schweizerinnen und Schweizer durchschnittlich sogar 33 Franken pro Kopf (23 Euro) - im weltweiten Vergleich ebenfalls am meisten. (bru/sda)

Erstellt: 15.03.2010, 17:19 Uhr

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