Schweiz
Simonetta Sommaruga
Von Erik Ebneter, Martin Furrer. Aktualisiert am 07.12.2011 12 Kommentare
«Sie ist scharf wie ein Laser und anpassungsfähig wie ein Chamäleon.» Simonetta Sommaruga hat die grossen Bewährungsproben noch vor sich. (Bild: Keystone )
Die etwas andere Bilanz
Am 14. Dezember treten sechs Bundesräte zur Wiederwahl an. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch dieses Jahr ein amtierendes Regierungsmitglied nicht im Amt bestätigt wird. Die «Basler Zeitung» hat deshalb Bilanz gezogen und das Wirken der Bundesräte analysiert. Wer verdient die Wiederwahl? Wer nicht? Wir definierten vier Kategorien, die für erfolgreiches Politisieren wichtig sind:
1. Politische Inhalte
2. Rhetorik
3. Kleidung/Aussenwirkung
4. Gunst des Schicksals
Unsere Experten
Wo wir nicht weiterwussten, haben wir uns Hilfe geholt. Die Rhetorik der Magistraten bewertete Marcus Knill, ein schweizweit bekannter Kommunikationsexperte. In Sachen Schicksal vertrauten wir auf Mike Shiva, das berühmteste Medium des Landes. Ursula Schneider, die in der «Basler Zeitung» die Lifestyle-Seiten verantwortet, hat sich der Kleidung der Bundesräte angenommen. Die Würdigung der politischen Inhalte übernahm das Politik-Ressort.
Entstanden ist das Notenblatt der Bundesräte. Gute Unterhaltung.
| Rang | Name | Note |
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Stichworte
Korrektur-Hinweis
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Politische Inhalte Note: 5
Sie wird ihre Bundesratskarriere wohl nicht im Justizdepartement beenden. Simonetta Sommaruga hatte sich vor allem mit Wirtschaftspolitik beschäftigt, ehe sie im September 2010 in den Bundesrat gewählt wurde. Als Nichtjuristin hat sie in ihrem Departement keinen leichten Stand, und dass sie als Sozialdemokratin für die heikle Asylpolitik zuständig ist, macht die Sache nicht einfacher. Dennoch ist Sommaruga präsenter als ihre Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf und sie hat sich in ihrem ersten Amtsjahr Respekt verschafft. Die grossen Bewährungsproben stehen freilich noch aus: Sommaruga möchte das Asylwesen zentralisieren, ein Grossprojekt, das längst noch nicht spruchreif ist. Ohnehin braucht sie zuerst einen neuen Direktor im Bundesamt für Migration, nachdem sie den bisherigen Amtsinhaber Alard Du Bois-Reymond Ende August entlassen hat. Es wird eine der wichtigsten Personalien ihrer Karriere: Findet sie einen guten Kandidaten, könnte das Chaos im Asylwesen bald der Vergangenheit angehören – und der Umbau hin zu mehr Zentralisation zügig vonstattengehen. Übersteht Sommaruga diese heikle Phase ohne Probleme, dürfte sie sich nach neuen Aufgaben umsehen. Das Wirtschafts- oder das Infrastrukturdepartement reizt sie. Ergibt sich die Gelegenheit, wird sie wechseln, obschon sie zurzeit betont, wie gut es ihr an ihrem jetzigen Platz gefällt.
Rhetorik Note: 5–6
Eigentlich hat sie eine ziemlich hohe Stimme, was unangenehm wirkt. Aber sie hat daran gearbeitet, darum hat sich die Resonanz ihrer Stimme enorm verbessert. Das werte ich auch als Zeichen zunehmender Lockerheit und Sicherheit. Sie bleibt in ihrer Rhetorik stets freundlich, aber nicht heuchlerisch. Ihre Körpersprache ist ausbalanciert, Stimme, Person, Ton und Mimik sind eine Einheit. Beim Sprechen rhythmisiert sie richtig, sie reiht nicht bloss Wörter aneinander, sie setzt die Pausen sinnvoll ein. Das erzielt eine positive Wirkung.
Kleidung/Aussenwirkung Note: 4–5
Die sportlich-elegante Hosenkombination kleidet die Justizministerin. Mit modischen Accessoires, Schmuck oder Schal, könnte sie das Outfit aufhübschen. Doch stilistische Extravaganz ist ganz offensichtlich nicht ihr Ding. Und: Die Frau ist ein Hosentyp. In so einem bieder-braven Deuxpièces wie auf dem offiziellen Bundesratsfoto möchten wir Simonetta Sommaruga nicht mehr sehen. Unser Tipp: auch mal gewagtere Hosenanzüge von jungen Schweizer Modeschöpfern tragen.
Gunst des Schicksals Note: 6
Sie ist eine gefährliche Person, im positiven Sinn. Das ist wichtig, im positiven Sinn. Sie spielt nichts vor, aber sie ist knallhart und weiss, wie sie vorgehen muss, um ihre Ziele zu erreichen. Auf sie wartet kein spezielles Jahr. Die Herausforderungen, die ihr begegnen, wird sie mit Erfolg meistern. Sie ist scharf wie ein Laser und kann sich anpassen wie ein Chamäleon. (Basler Zeitung)
Erstellt: 07.12.2011, 13:54 Uhr
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12 Kommentare
Frau Leuthard ist die Primadonna assoluta der CH- Politszene. Sie setzt gekonnt alle Mittel der Kommunikation zwischen Fussvolk und Regierung und den ihr eigenen hohen Charmebonus ein, um zu Ihren ureigenen Zielen zu kommen. Dass D.L. obendrein noch eine äusserst attraktive Frau ist, die ihr human capital virtuos,effizient und unzimperlich einsetzt,macht Ihre Machtdemos zu sehr ästhetischen Events Antworten
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