Schweiz

Skigebiet verkauft Abonnemente auf Lebenszeit

Aktualisiert am 22.10.2011 20 Kommentare

Die Tourismusregion Moléson will mit einer bahnbrechenden Idee neue Finanzierungsmittel generieren: Sie verkauft die ersten Abonnemente auf Lebenszeit. Der Branchenverband reagiert positiv.

Will Stammkunden locken: Skiklasse im Skigebiet Moléson. (Bild: La Gruyère Tourisme)

Will Stammkunden locken: Skiklasse im Skigebiet Moléson. (Bild: La Gruyère Tourisme)

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Auf die Ski und per Seilbahn auf den Berg, wann immer man will: Das Skigebiet Moléson im Kanton Freiburg bietet neu ein Abonnement auf Lebenszeit an – als Schweizer Premiere. Was das Abonnement kostet, hängt vom Alter der Käufer ab. Bis 19-Jährige bezahlen 7600 Franken. Für 30- bis 39-Jährige kostet das Lebens-Abonnement 6000 Franken. Vom 60. Geburtstag an ist es für 2300 Franken zu haben. Verkauft wird das Abonnement auf Lebenszeit von Dezember 2011 bis Juni 2012. Es ist auch im Sommer gültig.

Ziel der Aktion ist es, Stammkunden zu bekommen und Mittel zur Finanzierung der neuen Seilbahn zu generieren, die Mitte Dezember in Betrieb genommen wird. Eine Mitarbeiterin der Seilbahn bestätigte der Nachrichtenagentur sda am Freitag eine Meldung der Westschweizer Zeitung «Le Matin».

«Die Idee wird Schule machen»

«Eine Schweizer Premiere», kommentiert Roman Weissen, Sprecher des Verbandes Seilbahnen Schweiz, die Idee. Er ist begeistert: «Das ist eine innovative Idee, die Schule machen wird.» In diese Richtung müssten Seilbahnen mit ihren Anstrengungen gehen, um ihre Finanzierung zu sichern.

Nach Angaben des Verbandes vom Donnerstag sind die Betreiber der Seilbahnen mit wachsenden Kosten für Infrastruktur, Energie und Personal konfrontiert. Auch das Präparieren der Pisten koste immer mehr Geld. Derweil schlagen in der kommenden Wintersaison in den Schweizer Skigebieten die Preise von rund 70 Prozent der Tages- und Mehrtageskarten sowie von Saisonabonnementen nicht auf. Wenn Preise angepasst würden, dann im bescheidenen Rahmen, hiess es. (kpn/sda)

Erstellt: 22.10.2011, 11:24 Uhr

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20 Kommentare

Cassandra Meier

22.10.2011, 15:21 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Ein weitsichtiger Entscheid, noch möglichst viele Einnahmen abzuschöpfen, bevor das Skigebiet wegen der Klimaerwärmung geschlossen werden muss. Antworten


robert mueller

22.10.2011, 13:34 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Wichtig ist heute nur noch das schnelle Geld. Dannach machen sich die Profiteure aus dem Staub und lassen
die Zahler ins leere laufen. Wer sich so was leistet ist dann selber schuld.
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