Schweiz

Skyguide muss Haftung für Schäden bei Flugzeugcrash von Überlingen prüfen

Aktualisiert am 03.11.2011 7 Kommentare

Skyguide muss untersuchen, ob die Schweiz Russland für die beim Flugzeugunglück von Überlingen zerstörte Passagiermaschine entschädigen muss. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Kollidierte im Jahr 2002 in 11'300 Metern Höhe mit einer anderen Maschine: Das Wrack der Tupolev an der Absturzstelle.

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Bild: Keystone

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Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen

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Fernsehfilm über das Flugzeugunglück vom Juli 2009.

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Das Flugsicherungsunternehmen Skyguide muss laut Bundesgericht untersuchen, ob die Schweiz für das beim Unglück von Überlingen zerstörte Flugzeug Entschädigung leisten muss. Im Juli 2002 waren bei Überlingen am Bodensee in 11'300 Metern Höhe eine russische Passagiermaschine und ein deutsches Frachtflugzeug kollidiert. Bei dem Unglück, das sich im Verantwortlichkeitsbereich von Skyguide ereignete, kamen alle 71 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben.

Die mittlerweile in Konkurs gefallene Bashkirian Airlines verlangte in der Folge in einem Staatshaftungsverfahren Schadenersatz für den Verlust ihrer Tupolev. Das Bundesgericht hat nun einerseits entschieden, dass die konkursite Fluglinie nicht berechtigt ist, in ihrem Namen Schadenersatz zu fordern.

Mit richtiger Partei fortführen

Anderseits hätte Skyguide aber prüfen müssen, ob nicht die Russische Föderation als Berechtigte ins Verfahren hätte einbezogen werden müssen. Skyguide sei deshalb anzuhalten, das Verfahren unverzüglich mit der richtigen Partei fortzuführen und über die Schadenersatzforderung materiell zu befinden.

Im vergangenen Mai hatte das Bundesgericht entschieden, dass Skyguide die Genugtuung für die Opferfamilien korrekt festgesetzt habe. Der Gesamtbetrag war auf 2,3 Millionen Franken festgesetzt worden. Eltern verstorbener Kinder erhielten je 30'000 bis 36'000 Franken, Geschwister 7000 und Grosseltern 5000 Franken. (wid/sda)

Erstellt: 03.11.2011, 12:10 Uhr

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7 Kommentare

Hugo Ferrari

03.11.2011, 14:15 Uhr
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Die Skyguide hatte offensichtlich gewaltig geschlampt und nun hofft sie beim Bezahlen schlüpfen zu können. Die Schweiz soll endlich ohne wenn und aber für diese Katastrophe gerade stehen. Antworten


Anastasia-Margarita Iosseliani

03.11.2011, 12:29 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ich hoffe für die Opfer der Katastrophe eine angemessen Entschädigung, auch von SkyGuide. Antworten



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