Schweiz
So soll die Pensionskasse der SBB saniert werden
Aktualisiert am 09.09.2009 10 Kommentare
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Insgesamt sind für die Sanierung 3,69 Milliarden Franken nötig. Der Verwaltungsrat der SBB hat das Sanierungskonzept des Stiftungsrats gutgeheissen.
Rund 1,32 Milliarden der Kosten übernimmt die SBB, wie sie am Mittwoch mitteilte. In den nächsten zehn Jahren wird die Sanierung die SBB knapp 100 Millionen jährlich und danach während weiteren 15 Jahre 25 Millionen Franken pro Jahr kosten. Der Bund soll weitere 1,15 Milliarden Franken zahlen. Dieser Beitrag muss von den eidgenössischen Räten bewilligt werden.
Der Deckungsgrad der Pensionskasse der SBB soll innert der nächsten zehn Jahre auf mindestens 100 Prozent angehoben werden. Die Sanierung sei dringend notwendig, da sich der Deckungsgrad der Kasse Ende 2008 auf 79,2 Prozent belief. Das Sanierungskonzept fordere von den Mitarbeitenden, den Pensionierten und der SBB grosse Anstrengungen, schreibt die SBB.
Angestellte sollen 2009 auf die Verzinsung des Altersguthabens verzichten. 2010 soll die Verzinsung im ersten Halbjahr 2 Prozent betragen, ab dem zweiten Halbjahr bis zur 100-prozentigen Deckung 2,5 Prozent. Rentenbezüger sollen während der Sanierung weiterhin auf den Teuerungsausgleich verzichten; das ist bereits seit 2004 der Fall. Zudem soll das Rentenalter von 63,5 auf 65 Jahre erhöht werden.
«Schwerwiegende Einbussen» für das Personal
Die von der SBB als «dringend notwendig» bezeichnete Sanierung wird von den Gewerkschaften kritisiert. Das Personal müsse mit den Sanierungsbeiträgen «schwerwiegende Einbussen» in Kauf nehmen, schreibt die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) in einer Mitteilung.
Die vom Personal und den Pensionierten verlangten Sanierungsmassnahmen erreichen laut SEV «die Grenze des Zumutbaren.» Die Massnahmen seien äusserst einschneidend und verschlechterten die Attraktivität der SBB.
Als «sehr schmerzhaft» bezeichnete auch die Gewerkschaft transfair die notwendigen Sanierungsmassnahmen. Der Verwaltungsratsentscheid sei aber durchaus «erfreulich» schreibt transfair. Die Gewerkschaft verlangt, dass sich der Bund nicht nur mit 1,15, sondern mit 3,4 Milliarden Franken an der Sanierung beteiligt.
Denn der Bund sei aufgrund der ungenügenden Ausfinanzierung der Kasse für die «miserable» Situation mitverantwortlich. Auch der SEV fordert, dass der Bund seinen Verpflichtungen nachkommt.
Pensionskasse seit 2001 ein Sanierungsfall
Gründe für die Pensionskassen-Sanierung sind laut der SBB die ungenügende Gründungsfinanzierung 1999 durch den Bund sowie die aktuelle Finanzkrise. Nur vier Jahre nach ihrer Gründung sei die Pensionskasse bereits ein Sanierungsfall gewesen, schreibt die SBB. Die Basis der Pensionskasse sei gegen Ende 2001 mit dem ersten Börsentief eingebrochen.
Bereits 2003 hätten die SBB und die Versicherten zur Sanierung der Pensionskasse «wesentliche» Beiträge geleistet. Die SBB schoss anfangs 2007 einen Sanierungsbeitrag von 1,5 Milliarden Franken ein. Gleichzeitig wechselten die aktiven Versicherten ins Beitragsprimat, wodurch sich die Beiträge der Versicherten erhöhten und die Leistungen reduziert wurden. (sam/sda/)
Erstellt: 09.09.2009, 14:33 Uhr
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10 Kommentare
Saniert werden schlussendlich nur unsere Politker und die Herren Pensionskassenverwalter sein. Das Volk ist auch selber schuld, weil es seinerzeit diese Vorlage an der Urne angenommen hat. In der letzten Zeit werden überall Leute entlassen. Erwähnte Personen haben ihre Pfünden auf sicher! Antworten
Der Steuerzahler wird überall für die unzulängliche Burokratie und der Beamtenmisswirtschaft zur Rechenschaft gezogen. Wir Quersubventionieren eine unfinanzierbare und übertriebene Wohlstandsgesellschaft. Anstelle fühiger und kompetenter Personen werden PArteibuch und andere GEsinnungsgenossen in die Staatsämter geholt. Wenn keiner mehr Steuern zahlen kann, dann haben wir den optimalen Wohlstand Antworten
Betreffen vorherige Kommentare. Ich war während 37 Jahren Lokführer bei den SBB bei Lohnverhandlungen hieß es meistens weil ihr eine sichere Stelle (Beamte) gute Pensionskasse sowie teilweise freie Fahrt habt sei eine solche nicht angebracht. Heute ist meine Pension Fr. 1670.- pro Monat von wegen gute Pension! (Ihr junger Man an der Spitze des IC verdient ev. so um die Fr. 60000.- im Jahr ) Antworten
Wieso holt sich der "Bund" nicht bei einem der Urheber des Debakels, beim letzten Finanzminister und Bundespersonalchef der von den Sozis gestellt wurde, einen Teil des fehlenden Geldes? Viele private PK's sind auch in Unterdeckung und müssen sanieren. Wieviele davon können in Bern via Parlament die hohle Hand für Steuergeld hinstrecken? Antworten
Wann merkt es endlich auch der Hinterletzte, dass es den BUNDESGELDER nicht gibt. Der Bund hat kein Geld, das haben nur die Steuerzahler. Will man die PK des Bundes sanieren, so soll man gefälligst per Abstimmung jeden Bürger fragen, ob er bereit ist, anteilsmässig und nicht einkommensabhängig diese Extrasolidaritätsleistung aus seinem Portemonnai direkt zu begleichen. Der Bund hat dafür kein Geld Antworten
der Bund ist nicht verpflichtet, zur Sanierung der Pensionskasse der SBB einen Beitrag zu leisten. Viele private Arbeitnehmer in der Schweiz erhalten auch keine Unterstützung, wenn ihre Pensionskasse Misswirtschaft betrieb oder gar illiquid wurden. Soll bei der SBB noch ein weiterer Beamtenvorteil statuiert werden? Hoffen wir, dass sich dagegen genügend Leute mobilisieren lassen. Antworten
Da haben ein paar inkompetente Politiker und Gewerkschafter wie üblich einen Denkfehler ! Der Bund sind wir; der Steuerzahler !!! Es kann doch nicht sein dass wir alles sanieren, was ein paar Unfähige produzieren !!! Hilft denn jemand, die Pensionskassen in der Privatwirtschaft zu sanieren ? Es ist leicht mit Geld, das einem nicht gehört, rumzuschmeissen. Antworten
Wieder eine Extrawurst für die SBB? Die SBB-PK, die 1998 mit der Bahnreform in eine privatrechtliche Stiftung übergeführt wurde, erhielt bis Anfang 2001 schrittweise flüssige Mittel in der Höhe von 11 Milliarden Franken. Das ermöglichte ihr voll ausfinanziert eine unabhängige und zeitgemässe Anlagepolitik. Wieso soll der Steuezahler für die anschliessende Misswirtschaft jetzt aufkommen? Antworten
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Hans Schenk
Beim Uebergang zur SBB AG wurden viele Folgefehler gemacht. Der Bund (Parlament), die SBB und Gewerkschaften wussten das! Sie alle wurden von den "Beratern" damals, über den Tisch gezogen! In der Zwischenzeit wurde etliche Gutachten gemacht, - wer weiss davon...???? --- Nun haben wir das Resultat! Die Ausfinanzierung der P.kasse muss aus dem ersten Vorschlag der SBB sein! Antworten