Schweiz

So will Thomas Borer unseren Finanzplatz retten

Aktualisiert am 01.03.2009 64 Kommentare

Der frühere Botschafter und Chef der Taskforce «Schweiz–Zweiter Weltkrieg» würde gerne ein Treffen zwischen Bundesrat Hans-Rudolf Merz und Barack Obama organisieren.

Thomas Borer gestern in der «Arena» des Schweizer Fernsehens.

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Köppel, Borer, Ziegler

Thema der gestrigen Sendung war «Führungslose Schweiz?». Gesprochen wurde aber auch über den neuen UBS-Chef Oswald Grübel und das Bankgeheimnis. Der neue UBS-Konzernchef Oswald J. Grübel habe einiges zu verlieren, sagte Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche». Die «Risikobereitschaft dieses Mannes muss man bewundern». Jean Ziegler, Ex-Soziologieprofessor, bezeichnete Grübel als «eines der schlimmsten Krokodile» im «helvetischen Bankensumpf». Nach Aussagen Borers ist Grübel eine Person, die «über dem Durchschnitt liegt». Er bemängelte aber die mangelnde Krisenfähigkeit in der Schweiz.

«Wenn die Schweizer Diplomatie das nicht zustande bringt, kann man mir anrufen», sagte Thomas Borer gestern nicht unbescheiden in der Sendung «Arena» des Schweizer Fernsehens auf die Frage von Moderator Reto Brennwald, ob es denn wirklich möglich sei, ein Treffen zwischen Bundespräsident Merz und dem neuen US-Präsidenten, Barack Obama zu vereinbaren. Borer vertrat auch die Meinung, dass man unbedingt auf höchster Ebene mit Angela Merkel und Nicolas Sarkozy sprechen müsse.

Auftritte in US-Medien

Im übrigen empfahl Borer den Weg über die US-Medien und die Interessenvertreter in der US-Politik. Ihm sei es damals als Chef der Taskforce «Schweiz–Zweiter Weltkrieg» ohne Probleme gelungen, auf den Kanälen von CNN und NBC aufzutreten. Insgesamt aber müsse die Schweiz selbstsicherer auftreten. «Wir sind doch nicht niemand», so der ex-Botschafter.

Am Mittwoch hatte Bundesrat Merz bekanntgegeben, einen Ausschuss zu bilden, der sich der Thematik annehmen soll. Wer, ausser Merz und zwei weiteren Bundesräten, dieser Gruppe angehören soll, ist noch offen. Auch, ob überhaupt externe Mitglieder beigezogen werden. Falls ja, wäre sicherlich Borer eine Option.

Fehlbare UBS-Manager sanktionieren

Bereits in der vergangenen Woche äusserte sich Borer in verschiedenen Schweizer Medien zum Thema. Er forderte «harte Sanktionen» gegen die Verantwortlichen der UBS. Sonst verliere die Schweiz weiter an Glaubwürdigkeit. Er sei bestürzt, dass die Schweiz nicht besser auf die Krise vorbereitet gewesen sei. Fehlbare UBS-Manager müssten öffentlich sanktioniert werden. Die UBS müsse sich bei den Amerikanern entschuldigen, das komme in den USA an. (cpm)

Erstellt: 01.03.2009, 07:10 Uhr

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64 Kommentare

Ingrid Eggenschwile

28.02.2009, 23:56 Uhr
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Wie soll ich jemanden für voll nehmen, der sagt: «Wenn die Schweizer Diplomatie das nicht zustande bringt, kann man mir anrufen». Autsch... Antworten


Reto La Roche

01.03.2009, 07:50 Uhr
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@Patric Friedlin! Warum schreien ausgerechnet Sie, Herr Patric Friedlin nach einem Skandalträchtigen Thomas Borer?, der hat hier doch rein gar nichts verloren, wo kämen wir denn da hin, wenn ausgerechnet so schillernde Figuren sich mir nichts dir nichts in das politische Geschehen einmischen könnten. Würde der BR bei einem solchen Deal Hand bieten, dann würde er das Gesicht vollends verlieren! Antworten



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