Schweiz
Spur in die Schweiz erhärtet sich
Aktualisiert am 28.01.2012 12 Kommentare
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Soll aus der Schweiz beschafft worden sein: Die Tatwaffe. (Bild: Keystone )
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Im Zusammenhang mit der Mordserie einer Neonazi-Zelle in Deutschland führt eine Spur in die Schweiz. Die Staatsanwaltschaft Berner Oberland hat ein Verfahren eingeleitet. Eine Person wurde am 20. Januar im Berner Oberland angehalten und befand sich zwei Tage in Haft, wie die Berner Kantonspolizei heute eine Meldung von Schweizer Radio DRS bestätigte.
Beschaffung der Tatwaffe im Zentrum
Die Person mit Schweizer Staatsbürgerschaft steht unter Verdacht, eine kriminelle Organisation unterstützt zu haben. Konkret geht es bei den Vorwürfen um die Beschaffung der Tatwaffe.
In Zusammenhang mit der Mordserie der Neonazi-Zelle aus dem Ostdeutschen Zwickau wurde bereits seit geraumer Zeit vermutet, Spuren könnten in die Schweiz führen.
Verschiedene Medien berichteten etwa, dass ein mutmasslicher Schweizer Rechtsradikaler aus dem Berner Oberland 2008 in Zwickau als Redner aufgetreten sein soll.
Keine Hinweise auf Verbindungen zu Rechtsextremen
Zu der am 20. Januar im Berner Oberland angehaltenen Person machte die Polizei nur spärliche Angaben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wie sie in der Mitteilung weiter schreibt.
Die angehaltene Person sei vorher polizeilich nicht bekannt gewesen, hiess es lediglich. Verbindungen zur rechtsextremen Szene hätten die Ermittler bislang keine festgestellt.
Rechtshilfegesuch aus Deutschland
Unterdessen ist auch ein Rechtshilfeersuchen aus Deutschland bei der Staatsanwaltschaft Oberland eingetroffen. Es geht dabei ebenfalls um die Frage, wie die mutmassliche Täterschaft in Deutschland zur Tatwaffe gelangt ist.
Das aus Thüringen stammende Neonazi-Trio hatte zuletzt unbehelligt im sächsischen Zwickau gelebt. Auf das Konto der Zelle soll die deutschlandweite Mordserie an Migranten in den Jahren 2000 bis 2006 gehen.
Ausserdem steht die Terrorgruppe im Verdacht, 2007 in Heilbronn eine Polizistin erschossen und deren Kollegen schwer verletzt zu haben. Die Zelle soll zudem 2001 und 2004 zwei Sprengstoffanschläge mit insgesamt 23 Verletzten in Köln verübt haben.
Zwei Mitglieder der Terror-Zelle nahmen sich nach einem gescheiterten Banküberfall das Leben. Ein mutmassliches drittes Mitglied, eine Frau, sitzt in Deutschland in Untersuchungshaft.
(kle/mrs/sda)
Erstellt: 28.01.2012, 15:42 Uhr
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12 Kommentare
Haben doch Blocher und seine Mitläufer immer steif und fest behauptet: linke Chaoten sind gefährlicher als „rechte übermütige Heisssporne“. Auch nach dem Massenmord von Oslo und Utøya, ausgeübt von einem Aktivisten der norwegischen Schwesterpartei der SVP. Sehen wir uns doch mal die Präsenz von SVP-Politikern in rechtsextremen Internetplattformen wie „Counterjhad“ oder „Politically Incorrect“ an. Antworten
Wenn man bei den Rechtsradikalen genauso rigide fichieren würde, wie bei den Linksautonomen (wobei von letzteren nachweislich praktisch keine Tötungsdelikte erwartet werden müssen), dann sähe es wesentlich besser aus. Dass sich z.B. auch Rechtsradikale aus Deutschland regelmässig in der Schweiz treffen, ist seit mind. 15 Jahren bekannt. Unsere rechte bürgerliche Regierungsmehrheit schläft. Antworten


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