Schweiz

«Viele Grünliberale streben eine Frau-hinter-den-Herd-Position an»

Die Zürcher Nationalrätin Barbara Schmid-Federer wirft im Interview mit baz.ch/Newsnet den Grünliberalen und ihrem Präsidenten vor, der SVP in sozialen Fragen nahe zu rücken.

Grünliberale gehen unzimperlich mit sozial Schwächeren um: CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer

Grünliberale gehen unzimperlich mit sozial Schwächeren um: CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer
Bild: Keystone

Frau Schmid-Federer, die CVP hat bei den Wahlen in der Stadt Zürich drei Sitze verloren. Gewonnen haben die Grünliberalen, die mit der CVP im Bundesparlament eine Fraktionsgemeinschaft bilden. Wie hat man in Bern auf diese Entwicklung reagiert?
So wie ich selber auch: Auf der einen Seite ist es eine Bereicherung für die politische Mitte, auf der anderen Seite gefährdet die «neue» Mitte ausgerechnet die Mitte selbst, denn sie zersplittert sich. Die CVP des Kantons Zürich politisiert ökologisch. Im Gegensatz zu den Grünliberalen steht sie aber zusätzlich für sozialen Ausgleich und – insbesondere die CVP-Frauen – für frauenrelevante Themen.

Die Wähler haben jedoch nicht die Mittepartei CVP, sondern die grünliberale Mitte gestärkt. Sind Sie enttäuscht?
Wählerinnen und Wähler an eine neue Partei zu verlieren, tut weh. Für die liberal-soziale CVP ist die Stärkung einer neuen Mittepartei letztendlich gefährlich.

Haben sie eine Erklärung für den Erfolg der GLP?
Viele Wählerinnen und Wähler haben genug von der Polarisierung der oftmals populistisch angehauchten Rechts– links-aussen-Parteien, von einer SVP und SP im Schlagabtausch. Grün-liberal wird von der Bevölkerung verstanden und beinhaltet den hoch im Kurs stehenden Begriff «grün». Die politische Mitte geht aus dieser Wahl gestärkt hervor - und das freut auch mich als Vertreterin einer Zentrumspartei, die sich einer liberal-sozialen Politik verpflichtet fühlt.

Wieso konnte die CVP in Zürich nicht zulegen?
Sie hat wie alle anderen Parteien auch, Stimmen an eine neue Partei verloren. Das ist legitim. Der CVP ist es nicht gelungen, der Wählerschaft des Zentrums ihre liberal-sozialen Werte entgegenzuhalten. Ein liberal-soziales Potenzial bei der Zürcher Wählerschaft ist aber nach wie vor vorhanden. Was machen die Grünliberalen in Zürich besser als die CVP?
Das ist schwierig zu sagen. Über die GLP gibt es noch kein klares Bild. Der Präsident Martin Bäumle ist in gesellschaftspolitischen und auch in finanzpolitischen Fragen äusserst konservativ. So sehr, dass seine Haltung zeitweise nicht mehr als «liberal» bewertet werden kann. Viele kantonale GLP-Politikerinnen und Politiker streben eine Frau-hinter-den-Herd-Position an, die der SVP-Haltung gefährlich nahe kommt.

Die CVP hat doch in vielen Stammlanden eine ähnliche «Frau hinter den Herd»-Position?
Die CVP steht sowohl in den Agglomerationen wie auch in den Stammlanden für die Wahlfreiheit. Jede Familie soll selber entscheiden, wie sie sich organisieren will oder kann. Für extreme Positionen auf die eine oder andere Seite ist die CVP nicht zu haben. Was ich bei verschiedenen GLP-Mitgliedern hingegen sehe, ist ein Hang zur Einseitigkeit. Das ist nicht liberal.

Wo liegt der Unterschied zwischen ihnen und ihren grünliberalen Fraktionskollegen?
Ich kann nur für mich persönlich sprechen. Der grosse Unterschied zwischen mir als liberal-sozialer Nationalrätin aus Zürich und den gewählten GLP-Parlamentariern steht aber im Wort «sozial». Während die GLP standhaft Bäume, Wälder und Tiere verteidigt – was andere übrigens auch tun -, ist sie nicht zimperlich im Austeilen gegenüber sozial schwächeren Menschen.

Das müssen Sie uns schon genauer erklären.
Schlüsselerlebnis für mich persönlich war die Abstimmung um den Schutz vor Frauenhandel. Die Politik beginnt allmählich zu verstehen, dass die Schweiz zu einer Drehscheibe von Frauenhandel geworden ist. Ein Massnahmenpaket gegen Frauenhandel durchzubringen, scheiterte in der Frühlingssession 2009 im Nationalrat an genau drei Stimmen. Die drei GLP-Mitglieder hatten sich der Stimme enthalten.

Und was schliessen sie daraus ?
Dass die GLP noch keine klaren Positionen hat. Grün-liberal mag zwar sexy klingen, der Schutz von ausgebeuteten Frauen bleibt aber offenbar auf der Strecke. Und damit auch viele Anliegen einer politischen Mitte, wie sie sich in den vergangenen Jahren im Kanton Zürich entwickelt hat. Es gibt einen sozialen Konsens der politischen Mitte. Dass die GLP hier mittun will oder kann, hat sie bis heute nicht bewiesen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.03.2010, 13:50 Uhr

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53 Kommentare

Urs Schwarz

17.03.2010, 08:05 Uhr
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Die GLP hätte tatsächlich eine neue politische Kraft werden können, längst aber ist sie im Fahrwasser aller anderen, auch der CVP. Parteien die sich liberal oder familienfreundlich auf die Fahne schreiben und eine solch verheerende Vorlage wie HarmoS unterstützen, welche den Staat in noch nie dagewesener Art und Weise in Erziehungs- + Familienbelange einbindet, sind mehr als unglaubwürdig. Antworten


Stefan Bucher

16.03.2010, 21:43 Uhr
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Mir wirds schelcht bei so vielem "liberal-sozialem" in einem Interview. Liberal und sozial heisst gar nichts und das ist typisch CVP, rein politisches nichts. Die FDP hat wenigstens ein klares Parteiprogram ,dass uebers ganze Land getragen wird, nicht wie die CVP, welche sich in der Stadt und auf dem Land ganz anders positioniert. Antworten


Alain Mohler

16.03.2010, 17:04 Uhr
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Der GLP gehört die Zukunft; realitätsnahe Politik und trotzdem wird versucht gewisse Ideale zu verfolgen. Die angestammte Linkspolitik ist jenseits der Machbarkeit und darum ein Auslaufmodell. Sie schmäht jede Frau die gewillt ist voll und ganz Mutter zu sein. Dass die GLP in diesem kinderfeindlichen Fremdbetreuungswahn nicht mitmacht und auf Eigenverantwortung setzt ist ihr hoch anzurechnen. Antworten


Stefan Schneider

16.03.2010, 16:46 Uhr
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Dass Frau Federer ihre Erfahrungen schildert, ist doch legitim, wobei ja klar ist, dass sie sich als Konkurrenz zur GLP auch kritisch über diese äussert. Ebenso legitim ist es, wenn sich die GLP als tendenziell eher rechte grüne Partei positioniert und solche Positionen vertritt. Nur muss sie dann halt auch den Mut haben, sich zu ihrer klar bürgerlichen Mitte-Rechts-Ausrichtung zu bekennen. Antworten


Jan Flückiger

16.03.2010, 16:19 Uhr
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Unglaublich, was in letzter Zeit für Unwahrheiten über die Grünliberalen erzählt werden, nur weil sie Erfolg haben. Wieso sind wohl 2 von 4 nationalen Parlamentariern der glp Frauen? Und eine davon frischgebackene Mutter? Antworten


Marc Steinegger

16.03.2010, 16:00 Uhr
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Ich finde es erschreckend, wie wenig Wertschätzung die Linken (dazu gehört ja auch die CVP) denjenigen Frauen entgegenbringen, welche sich entscheiden, für die Kinder da zu sein. Kinder und Familie zählt nichts. Nur beruflicher Erfolg und Geld - ein äusserst bedenklicher Zustand unserer Gesellschaft. Antworten


Kurt Aegeri

16.03.2010, 15:48 Uhr
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Die CVP hat, seit sie das für die CVP damals ideale und profilierte Zugpferd, die heutige Bundesrätin Doris Leuthard, verloren hat, mit Herrn Darbelay massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Der jetzige Präsident weiss weder ob er nun Hüst oder Hott will. Eine recht peinliche Angelegenheit und es ist kein Trost, dass es in allen andern Parteien ähnlich zugeht. Antworten


Peter Müller

16.03.2010, 15:28 Uhr
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Ob ausgerechnet die CVP hier Steine werfen sollte, darf bezweifelt werden Aber in der Sache hat die Frau schon recht. Bisher war die GLP einigermassen grün, aber keineswegs liberal, sondern sozial- und fiskal-konservativ. Zudem spielt ihr bekanntester Vertreter Martin Bäumle in der Partei eine ähnliche Rolle wie Filippo Leutenegger in der FDP, also SVP-Uboot auf der Suche nach besserer Karriere. Antworten


Thomas Weibel

16.03.2010, 15:22 Uhr
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Der Schutz vor Frauenhandel verlangte voraussetzungslosen Rechtsanspruch auf Aufenthaltsbewilligung unabhängig von der Aussagebereitschaft der Frau. Hätten alle Schreibenden zugestimmt? Die CVP hat die Motion versenkt: Nur die Hälfte stimmte zu: 15 ja, 7 nein und 8 Abwesende. Das Anliegen war also CVP-intern nicht so klar. Zudem hat die glp ihren differenzierten Entscheid den Medien kommuniziert. Antworten


Pawel Silberring

16.03.2010, 15:19 Uhr
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@Sacha Walker Das Problem ist nur, dass einige GLPler auf Smartvote das eine gesagt haben und dann im Kantonsrat das andere gestimmt haben. Beispiel: Härtefallkommission, wo die GLP die Symbolpolitik der SVP unterstützt hat, und auf Smartvote die Einsetzung der Kommission begrüsst hat. Was nützt mir also ein Blick auf Smartvote? Antworten


Armin Mazenauer

16.03.2010, 15:13 Uhr
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Für die CVP muss es frustrierend sein: In OW und NW laufen ihr die Wähler im Gedenken an den 12. Dez. 2007 weg und hin zur SVP, in Zürich und Winterthur zum Fraktionspartner auf eidgenössischer Ebene; Schwaller wird nicht Bundesrat, Darbelley schweigt, und der Doris Leuthart-Effekt ist auch verpufft. Frau Schmid-Federer: Gründen Sie eine Liberal-Sozialistische Partei! Wieder mal was Neues! Antworten


Josef Schwarz

16.03.2010, 15:07 Uhr
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Wenn Parteien und Personen direkt angegriffen und verungimpflicht werden ist das ein Zeichen dafür, dass man der Partei oder Person auf politischer Ebene unterlegen ist. Es ist dann die einzige Möglichkeit von der eigenen Unfähigkeit in der Sache abzulenken. Paradebeispiele für diese These sind die andauernden Attacken auf die Person Blocher. Antworten


Tamara Vujadinovic

16.03.2010, 14:52 Uhr
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Die CVP ist eine "Fähnchen-im-Wind"-Partei ohne Meinung und Profil. Man schliesst sich nach gemachten Mehrheiten eben diesen an und steht damit immer auf der Seite der Sieger, hurra. Das ist ein Partei-Programm für Kleingeister... und da werden halt von Mitgliedern auch so Käse-Aussagen gemacht. Antworten


Thomas Dingeldein

16.03.2010, 14:30 Uhr
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Als Mitglied einer bürgerlichen Partei, welche mit der Linken in die Kiste steigt, um einen unbequemen BR loszuwerden, sollte man sich nicht über Programme und Werte anderer Parteien auslassen. Mit so einem opportunistischen Parteipräsidenten muss die CVP schon den Fehler bei sich selbst suchen. Antworten


Lukas Lautenschlager

16.03.2010, 14:24 Uhr
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Frau Schmid verallgemeinert ein bisschen, in der Tendenz hat sie aber nicht ganz unrecht: In verschiedenen Parlamenten haben die Grünliberalen die Mitfinanzierung von Krippen und Horten abgelehnt oder für so hohe Elternbeiträge gekämpft, dass es sich nur Familien mit hohen Einkommen leisten können. Und für den Rest heisst es dann eben: Zurück an den Herd. Antworten


Marc Schmid

16.03.2010, 14:17 Uhr
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Soso, die CVP sei sozial-liberal. Sozial mag sie fallweise sein, liberal bestimmt nicht. Die CVP ist fast immer an vorderster Front dabei, wenn es darum geht den Bürger zu überwachen, zu gängeln und mit neuen Vorschriften zu bevormunden. Ausserdem: im Gegensatz zur CVP als Windfahnenpartei par excellence hat die GLP schon heute recht klare Positionen. Antworten


Severin Zumwald

16.03.2010, 14:17 Uhr
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Frau Schmid zeigt eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit: Die Abstimmung Nr. 2342 / 28.05.2009 im Nationalrat brachte allein in der CVP-Fraktion 7 Nein-Stimmen zu Tage. Die 3 Enthaltungen der GLP-Nationalräte führten also nicht zur Ablehnung der Motion. Der Bundesrat hatte die Ablehnung der Motion empfohlen (siehe: parlament.ch) Antworten


Sacha Walker

16.03.2010, 14:16 Uhr
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Als Mitglieder der glp Stadt bitte ich diese Damen die Positionierung aller glp Kandidaten auf smartvote zu betrachten.Wenn man die gesellschaftspolitische Ausrichtung anschaut, dann befinden sich alle unsere Kandidaten im liberalen Sektor, während die CVP in der konservativen Ecke rumdümpelt. An Einzelentscheiden von Einzelpersonen eine politische Richtung einer Gesamtpartei abzuleiten ist falsch Antworten


Philipp Reifler

16.03.2010, 13:59 Uhr
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Wie bitte? GLPler streben eine "Frau-hinter-dem-Herd-Position" an? Da las ich doch im TA, dass die grünliberale Maleika Landolt, nicht nur Kantonsrätin, Co-Präsidentin der GLP Stadt Zürich, Vorstandsmitglied Kantonale GLP, Vorstand im Kreis 11, Spitex-Angestellte, neu auch noch Gemeinderätin.Herd-Position? Wenn schon Ämteranhäufung. Schmid-Federer kann an den Herd, ihr CVP-Sitz geht an die GLP Antworten


Wolfgang Sidler

16.03.2010, 13:43 Uhr
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Die abwertende Bemerkung "Frau-hinter-der Herd-Position" zeichnet ein treffendes Bild von Schmid-Federer. Kindererziehung und Haushaltführung gelten nichts. Es gilt nur die Frau am Bürotisch oder der Maschine. Wie weit uns dies gebracht hat, zeigen die unglaublichen Verhältnisse an unseren Schulen, die besoffenen Jugendlichen im Ausgang und der Vandalismus an Sporttveranstaltungen. München grüsst. Antworten


Roman Jakob

16.03.2010, 13:38 Uhr
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FUD! Als Fear, Uncertainty and Doubt (englisch für „Furcht, Ungewissheit und Zweifel“), meist abgekürzt als FUD, wird eine Werbe- oder Kommunikationsstrategie bezeichnet, die der gezielten Bekämpfung eines (in der Regel wirtschaftlichen oder politischen) Konkurrenten dient, insbesondere, wenn dieser bislang ein gutes Image hat. [de.wikipedia.org] Danke, Frau Schmid, für Ihr schönes Beispiel -.- Antworten


Herbert Frei

16.03.2010, 13:38 Uhr
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Konfessionell grundierte Mitte-Parteien wie die EVP oder CVP sind nicht jedermanns Sache. Insofern füllt die GLP eine Lücke. Dass die GLP das Massnahmenpaket gegen Frauenhandel nicht unterstützte, ist jedoch unverzeihlich. Antworten


Pawel Silberring

16.03.2010, 13:35 Uhr
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Die GLP-AnhängerInnen hier reagieren aber gar empfindlich auf Kritik. Ich habe jedenfalls nichts gelesen, was die Stimmenthaltung der GLP-ler beim Frauenhandel begründet hätte. So geht es mir mit der GLP auch bei anderen Themen: Pauschalbesteuerung, Härtefallkommission, Rentenkürzung... Immer wird ausgewichen, wenn man fragt, warum die GLP für oder gegen etwas ist. Antworten


Alois Eichenberger

16.03.2010, 13:28 Uhr
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Die Konkurrenz schlecht machen gehört sowohl in der Wirtschaft wie in der Politik zum Spiel, das sollte man nicht überbewerten. Allerdings wird es zum Problem, wenn sich dadurch die "Mitte" auseinander dividierend lässt und Links und Rechts dadurch freie Bahn bekommen. Zudem ist die Frage wie viele "Mitteparteien" noch gut fürs System sind eine berechtigt. Antworten


Heinz Köhli

16.03.2010, 13:27 Uhr
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Frau Schmid, schauen Sie, dass die CVP als Partei parteiisch ist. Und nicht im Sowohl-Als-Auch quer durch den Gemüsegarten umherrent um schlussendlich so zu stimmen wie man es eben doch gerade nicht wollte. Eine einst sogenannt bürgerliche Partei, wie die FDP vor allem durch mehr Frauen (und "Frauenversteher") bis weit ins linke Gedankengut "gewachsen", ist als Partei eben nicht parteiisch genug. Antworten


Andreas Kyriacou

16.03.2010, 13:23 Uhr
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@Majo Naef: Die GLP hat nichts mit der Kirche zu tun? Fast überall hockt sie mit der EVP in einer gemeinsamen Fraktion, in Winterthur sogar vier Jahre lang mit der EDU. Ein Teil der Zürcher Kantonsratsfraktion stimmte nicht für die Ungültigerklärung der juristisch und gesellschaftspolitischen unmöglichen EDU-Initiative gegen die Sterbehilfe. Sehr säkular kommt die GLP leider (noch?) nicht daher. Antworten


marie berner

16.03.2010, 13:17 Uhr
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Die Frage sei erlaubt: Ist grün-liberal nicht gegen den weltweiten Frauenhandel? Gehört das Recht auf Frauenhandel zu den liberalen Werten der grün-liberalen? Antworten


ruth leemann

16.03.2010, 12:48 Uhr
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Die CVP kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus, und schon steht der nächste Kanditar zur Abwahl bereit. Wenn man so unglaubwürdig wie die CVP politisiert, muss man sich auch nicht wundern, wenn in der Politik alles schief läuft. Antworten


Bruno Schnider

16.03.2010, 12:42 Uhr
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Wenn es eine Partei gibt, die keine Konturen zeigt - weil oft alle Positionen gleichzeitig vertretend - dann ist es die CVP. Sinnvoll wäre ein Zusammengehen mit der ebenfalls nach Standpunkten ringenden FDP. Man hätte dann wirklich eine Mitte-Partei, links aussen SP und Grüne, rechtsbürgerlich die SVP. Die Tage der Konkordanz scheinen mir ohnehin gezählt. Antworten


Ruedi Lais

16.03.2010, 12:41 Uhr
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Wäre Frau Schmid tatsächlich so engagiert für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Pluralismus, so müsste sie mindestens so viele Probleme mit der Wankelmütigkeit der eigenen Partei haben wie mit der sozialpolitisch konservativen Linie der GLP. Diese SVP-nahe Linie wird immer klarer. Für viele linke Wechselwähler war aber offenbar die Unschuld einer Jungpartei bisher noch zu attraktiv. Antworten


Werner Wittmann

16.03.2010, 12:37 Uhr
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Dieser Artikel lässt sehr tief blicken ! Eigentlich wäre es nun wirklich Zeit, dass alle Parteien - von links bis rechts - nicht nur auf soziale Gerechtigkeit pochen, sondern vor Allem den Frauen, statt bloss einer verbalen Gleichstellung, eine Gleichwertigkeit gegenüber den Männern anerkennen, also nicht nur in Sachen Entlöhnung und Aufgaben, sondern vorab gebotene Achtung und Anerkennung zeigen. Antworten


peter meier

16.03.2010, 12:37 Uhr
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ja Frau Schmid und da wundern Sie sich noch bei der Politik welche die CVP betreibt. Den Moralaposte zu spielen, reicht heute nicht mehr aus um Wähler zu gewinnen. Jetzt sind die Grünliberalen ander Reihe, das nächstemal wieder die SVP! Ich würde einfach mal vor der eigenen Tür wischen Frau Schmid. Antworten


Annemarie Seeger

16.03.2010, 12:33 Uhr
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Ich stelle fest, dass Frau Schmid-Federer offenbar Mühe damit bekundet, dass sich die WählerInnen von der wankelmütigen CVP abwenden. Da es nun eine Alternative gibt, kann man (frau) halt die Mitte nicht mehr allein beanspruchen. Der Trudelkurs der CVP geht weiter. In Zürich und wohl auch anderswo. Die übelichen Verlierer jammern nun halt: CVP, FDP, SP. Grüne und SVP jubeln weiter. Antworten


Hs Ulr Schmutz

16.03.2010, 12:33 Uhr
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Grün das gibt es weder in Deutschland noch in der Schweiz. Grün, das war einmal die Zeit mit Herbert Gruhl . " Ein Planet wird geplündert " . Was sich heute " grün " nennt, - sowohl hüben wie drüben - , ist doch nur Feigenblatt für eine Fraktion an der linken Seite der SP. Opportunisten mit etwas intellektuellem Touch. Antworten


Heinz Martin

16.03.2010, 12:32 Uhr
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Nochmal zum Mitschreiben: STIMMENTHALTUNGEN sind für den Ausgang völlig irrelevant--das ist eine Definition. Den GPL-Mitgliedern so Frauenhandel zu unterstellen ist schlicht eine Frechheit der Madame. Und ich rede auch nur für mich persönlich... Antworten


Roman Günter

16.03.2010, 12:32 Uhr
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Fundierte Sachpolitik kann naturgemäss nicht auf einfache Slogans zurückgreifen. Die "klare Haltung" erschliesst sich daher nicht aus einem simplen Plakat. Eine immer breitere Bevölkerungsschicht möchte offensichtlich wieder etwas mehr Realität und Nachhaltigkeit in der Politik und offensichtlich sind nicht wenige Politiker damit überfordert, wie verschiedene Artikel vermuten lassen können. Antworten


Karl Linder

16.03.2010, 12:31 Uhr
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Die Frustbewältigung über die Wahlniederlage von Barbara Schmid und deren undifferenzierter Rundumschlag zeigt wenig Substanz. Gewiss muss sich die Grünliberale Partei noch in gewissen Fragen erst finden. Unsoziale Politik vorzuwerfen ist jedoch völlig deplaziert. Der Blick auf die Smartvote-Einstufung (smartvote.ch) beweist dies zur Genüge. Erfolg bringt offenbar Neider an die Oberfläche. Antworten


Hans peters

16.03.2010, 12:30 Uhr
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Arme, arme CVP. Ich finde es auch tragisch, dass die wertkonservative christliche Partei der Schweiz nun die weltoffene und ökoliberale GLP auf so tiefem Niveau kritisieren muss. Aber eben, die CVP und die Kirche gleichermassen haben es schwierig in einer aufgeklärten Schweiz. Darbellay redet auch nur noch wirres Zeug. Ebenfalls Pelli und die FDP. Die GLP ist die einzige glaubwürdige Mittepartei. Antworten


Maja burgerer

16.03.2010, 12:30 Uhr
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danke für diese klaren Worte, wir werden sehen, wie sich die GL-Partei entwickelt, aber klar ist, dass sie jetzt davon profitiert, dass frau noch nicht genau weiss, wofür sie steht. Grün ist grün, damit bleibts. "Grünliberal" ist jetzt schon grün-RECHTS...aber die CVP ist ja auch nicht sooo fortschrittlich, z.b. in Menschenrechtsthemen, Waffenexport, etc. Antworten


Michael De Luigi

16.03.2010, 12:29 Uhr
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Frau Schmid-Federer ist nur peinlich. Sie will das ganze Land mit Krippenplätzen überziehen, damit auch Frauen in die Karriere-Schablone gepresst werden können - ob sie wollen oder nicht. Wo bleibt ihr Engagement für ALLE Eltern, insbesondere für Väter, die Teilzeit arbeiten wollen? Rücksichtslosen Feminismus können übrigens J. Fehr & Co. besser - also auch kein neues Profilierungsfeld in Sicht. Antworten


Martin Willy

16.03.2010, 12:24 Uhr
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Peinlich Frau Schmid. Nur noch peinlich. Antworten


erich kübli

16.03.2010, 12:18 Uhr
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früher war keine meinung und niemand unbedeutend genug, um nicht in den medien eine grosse plattform zu erhalten : wenn es nur gegen die svp war ... heute muss es offenbar gegen die grünliberalen sein. Antworten


Christine Keller

16.03.2010, 12:15 Uhr
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Liebe Frau Schmid-Federer, lernen Sie, mit Anstand zu verliere, statt der siegreichen Konkurrenz solche Sottisen zu unterstellen. Den Fehler bei Ihrer Partei zu suchen fällt Ihnen nicht ein ? Antworten


Ruedi Lais

16.03.2010, 12:13 Uhr
Melden

Wäre Frau Schmid tatsächlich so engagiert für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Pluralismus, so müsste sie mindestens so viele Probleme mit der Wankelmütigkeit der eigenen Partei haben wie mit der sozialpolitisch konservativen Linie der GLP. Diese SVP-nahe Linie wird immer klarer. Für viele linke Wechselwähler war aber offenbar die Unschuld einer Jungpartei bisher noch zu attraktiv. Antworten


Kurt Frei

16.03.2010, 12:10 Uhr
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Arme CVP - es geht weiter abwärts mit dieser Partei. Die GLP zeigt, dass man freisinnige Politik mit moderat grünen Themen (keine Fundis) kombinieren kann. Wenn diese Partei sich weiterentwickelt, hat sie grosses Potential für die Zukunft. Vielleicht sogar ein Zusammengehen mit der FDP im Jahre 2020? Antworten


Daniel Kettiger

16.03.2010, 12:03 Uhr
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Es ist gut, dass Frau Schmid-Federer den Etikettenschwindel der Grünliberalen aufzudecken wagt. Wenn es etwas wirklich nicht braucht in der schweizerischen Politlandschaft, dann sind es die Grünliberalen. Antworten


Andreas Wittwer

16.03.2010, 11:51 Uhr
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Die Dame würde sich besser damit beschäftigen, wieso die CVP immer mehr Stimmen (auch an die SVP) verliert. Der GLP vorzuwerfen, dass diese keine klaren Positionen hätte, ist zum Lachen. Ausgerechnet die unerträglich opportunistische CVP, die sich mit ihrer Oberwindfahne Darbelley immer mehr ins Abseits manövriert, versucht einer Gewinnerpartei ans Bein zu pinkeln. Peinlich. Antworten


Rolf Schneider

16.03.2010, 11:50 Uhr
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"Grün-liberal mag zwar sexy klingen, der Schutz von ausgebeuteten Frauen bleibt auf der Strecke." Echt wirr: wegen Umweltpolitik bleiben ausgebeutete Frauen auf der Strasse? CVP-Schmid-Federer politisiert nach diesem Schema, alle sind Opfer, ausgebeutete Kinder/Frauen. Sie verlangt Internetzensur, Einschleusung von Polizeispitzeln ins Internet. CVP-Überwachungsstaat NEIN. Wahlquittung folgt 2011 Antworten


Balthasar Glättli

16.03.2010, 11:41 Uhr
Melden

Die Abstimmung über die Motion der Rechtskommission des NR zum verstärkten Schutz für die Opfer von Frauenhandels (09.3011) fand in der Sommersession 2009 statt. Die Abstimmung: Ist die CVP in der Vernehmlassung zum Zeugenschutzgesetz weiterhin für eine Aufenthaltsbewilligung für alle Opfer, auch nicht-aussagebereite? Ich hoffe es! Antworten


majo naef

16.03.2010, 11:34 Uhr
Melden

Die GLP hat eben nichts mit der Kirche zu tun. CVP = Vatikan nein danke. Antworten


Werner Steiger

16.03.2010, 11:34 Uhr
Melden

Frau Schmid politisiert nicht liberal-sozial, sondern moral-sozial, ganz nahe der katholischen Doppel- Sexualmoral. Verbieten, beschützen, kontrollieren - das mag ja gut sein in der Mutterrolle, wir Bürgerinnen sind aber keine Kinder, die frau ständig bevormunden muss. Ganz klar: Schmid trägt einen grossen Anteil am vernichtenden CVP-Wahldesaster: Quittung gerade auch für ihre Moraltantenpolitik Antworten


heiner lauter

16.03.2010, 11:28 Uhr
Melden

die hinterwäldlerische windfahnenpolitik der cvp scheint immer weniger unterstützung zu finden im volk, man sollte durch taten glänzen und nicht durch seitenhiebe Antworten


Jean Marc Wunderli

16.03.2010, 11:28 Uhr
Melden

Frau Schmid-Federer zeigt sich nach meiner Ansicht in diesem Interview als schlechte Verliererin. Im Moment scheint es Mode, den Grünliberalen dies und das anzuhängen. Die Behauptung die glp wolle die Frauen aus dem Arbeitsleben verbannen und zurück an den Herd bringen, stellt in dieser Reihe einen neuen Höhepunkt dar - der notabene völlig an der Realität vorbei zielt. Antworten



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