Schweiz
Vier Rappen mehr pro Liter Benzin
Geld für den Strassenbau: Von jedem Liter Benzin fliessen aktuell 43 Rappen in die Bundeskasse. (Bild: Keystone)
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Für die Finanzierung des Strassenbaus und -unterhalts ist nach den Worten von Astra-Chef Rudolf Dieterle in absehbarer Zeit eine Erhöhung der Mineralölsteuer nötig. Wegen des sinkenden Benzinverbrauchs durch den Bau verbrauchsärmerer Fahrzeuge werde der Bund auf der Ertragsseite ein gröberes Problem bekommen, sagte der Chef des Bundesamts für Strassen (Astra) in einem Interview der «SonntagsZeitung».
Der heutige Finanzierungsmechanismus mit den Mitteln aus der Mineralölsteuer werde in ungefähr zehn bis 20 Jahren nicht mehr genügend Mittel generieren. «Um das, was heute beschlossen ist, bauen und betreiben zu können und den Unterhalt am bestehenden Netz sicherzustellen, benötigen wir vier bis sieben Rappen mehr pro Liter Benzin», sagte Dieterle. Netzerweiterungen oder -ergänzungen wie etwa die Umfahrung von Morges (VD) würden weitere Zuschläge bedingen. Dieterle rechnet damit, dass die erste Erhöhung der Mineralölsteuer ab 2015 nötig wird. Zurzeit beträgt die Steuer 43 Rappen pro Liter Benzin.
Oder sogar ein Roadpricing?
Der Astra-Chef kann sich längerfristig auch eine von Strecke, Tageszeit und gefahrenem Automodell abhängige Abgabe vorstellen, wie dies in den Niederlanden geplant ist. Ein gescheites Roadpricing, wie es die Holländer planten, könne für die Schweiz durchaus adäquat sein. Man sollte sich deshalb intensiv mit diesem Modell auseinandersetzen, sagte Dieterle. Dies auch mit Blick auf die Umstellung auf Elektromobile. (oku/ap)
Erstellt: 03.01.2010, 08:38 Uhr
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