Schweiz
Was im Kampf gegen das neue Virus helfen soll
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Im Zuge der Vogelgrippe hat die Schweiz ein grosses Lager des Grippemedikaments Tamiflu aufgebaut. Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung könnte damit im Notfall versorgt werden. Der Wirkstoff von Roche ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch gegen die Schweinegrippe wirksam. Gegen das Virus kann alternativ das Präparat Zanamivir von GlaxoSmithKline eingesetzt werden.
Kein Impfstoff
Ein Impfstoff ist dagegen noch nicht verfügbar. Die WHO ist daran, ein Serum zu entwickeln. Eine gewöhnliche Grippeimpfung oder die inzwischen 8 Millionen verfügbaren Impfdosen gegen die Vogelgrippe taugten nicht zur Bekämpfung der Schweinegrippe, sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Pandemievorbereitung im BAG, auf Anfrage.
Ähnlich der Vereinbarung zur Vogelgrippe hat die Schweiz einen Vertrag mit einem international tätigen Pharmaunternehmen abgeschlossen, wonach die Eidgenossenschaft bei einem allfälligen Durchbruch Zugang zum Impfstoff kriegte. «Die Schweiz hat damit Zugang zu einem bestimmten Prozentsatz der ausgestossenen Menge», sagte Mathys.
Schwierige Diagnose
Neben einer Impfung fehlt auch noch ein Test, um das Virus überhaupt zu erkennen. Diagnose-Tests, die in den USA bereits heute angewendet werden, können nicht in der Schweiz angewendet werden. Gemäss Laurent Kaiser vom nationalen Grippezentrum in Genf sollte der Test in der Schweiz in rund 10 Tagen vorliegen, wie er der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Montag sagte.
Da Grippeviren über die Luft übertragen werden, können auch Schutzmasken ein wichtige Rolle bei der Eindämmung der Krankheit bieten. Wegen der Vogelgrippe hatte die Schweiz in grossen Mengen Schutzmasken gehortet. Diese sind nach Angaben des Grossverteilers Coop auch noch nach Jahren brauchbar und stehen zum Verkauf.
Information gewährleisten
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) versucht weiter, möglichst schnell über allfällige Erkrankungen informiert zu werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Verdachtsfälle müssen vom behandelnden Arzt dem Kantonsarztamt innert zwei Stunden gemeldet werden.
Für die Bevölkerung wurde eine Hotline gerichtet (031/322 21 00). Sie richtet sich insbesondere an Personen, die in die betroffenen Gebiete Mexikos oder Nordamerikas verreisen oder zurückgekehrt sind. (sam/sda)
Erstellt: 27.04.2009, 15:49 Uhr
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