Wer ein neues Auto fährt, kann nichts verbergen

Über den Garagisten lesen die Hersteller zahlreiche Daten aus den Autos. Dies hat Konsequenzen für Kunden.

Moderne Wagen sammeln Daten, die Auskünfte über Fahrer und Fahrstil erlauben.

Moderne Wagen sammeln Daten, die Auskünfte über Fahrer und Fahrstil erlauben.
Bild: Keystone

Die Blackbox für Raser ist beschlossene Sache. Der Ständerat hat dieses Anliegen gestern einmal mehr bekräftigt. Autofahrer, denen der Führerausweis für mindestens zwölf Monate wegen Geschwindigkeitsübertretungen entzogen worden ist, sollen anschliessend während fünf Jahren nur noch mit einem Datenaufzeichnungsgerät auf die Strasse dürfen. So will es der Bundesrat.

Jede Manipulation des Fahrers wird überwacht

Was die wenigsten Fahrer moderner Autos wissen: Sie haben die Blackbox quasi schon dabei. Hunderte von Sensoren und Kilometer von Kabel überwachen jede ihrer Manipulationen. Die Qualität der gespeicherten Daten kommt zwar nicht an die einer guten Blackbox heran. Es wäre aber leicht, dies zu ändern. Das bestätigt ETH-Professor und Autospezialist Lino Guzella. «Allerdings wäre es wohl kaum der Wunsch der Autokäufer, die Polizei sozusagen schon mit im Auto zu haben.»

Die Hersteller sammeln derzeit vor allem Fehlermeldungen: ein Versagen im Antiblockiersystem, ein überhitzter Motor, eine defekte Steuerung. Tausende solcher Daten werden automatisch gespeichert und beim Service vom Garagisten abgezapft. Die Daten laufen von der Schnittstelle direkt zum Hersteller. «Meist können die Garagisten die Daten gar nicht selber analysieren», sagt Jürg Thrier, Berater beim TCS. «Sie bekommen die Reparaturanweisungen direkt von BMW, VW oder Peugeot. Thrier weiss aus seiner früheren Tätigkeit im Autogewerbe, dass neben den Fehlermeldungen noch eine Vielzahl weiterer Daten in die Zentralen der Hersteller übermittelt wird; Daten, die unter anderem zur Weiterentwicklung der Autos verwendet würden.

Keine Garantie für Fehlbare

Auch bei der eidgenössischen Datenschutzbehörde ist man auf das Thema aufmerksam geworden. «Solange diese Daten anonymisiert sind, ist das kein Problem», erklärt Sprecherin Eliane Schmid. Die Kunden müssten jedoch informiert werden, wenn Rückschlüsse auf einzelne Autofahrer möglich seien.

Dies geschieht aber nicht. Die Kunden werden beim Kauf nicht darüber aufgeklärt, dass sie mit jedem Handgriff eine Datenspur hinterlassen, obwohl diese Spur auch zu ihren Ungunsten verwendet werden kann. Beim TCS sind verschiedene Fälle dokumentiert, in denen Kunden ihre Garantieansprüche verloren haben: Aufgrund der gesammelten Daten konnten ihnen die Hersteller nachweisen, dass sie ihr Auto zu hochtourig gefahren oder durch Tuning einen Defekt verursacht hatten.

Fälle auch in St. Gallen

Auch beim Strassenverkehrsamt St. Gallen sind solche Fälle bekannt. Erich Peter, der dort für die Rekonstruktion von Unfällen verantwortlich ist, findet es «sehr problematisch», dass die Kunden nicht informiert würden. Ab und zu würden nämlich auch technische Defekte «auf der Kippe zur Rückrufaktion» ohne Wissen der Kunden erledigt. In Fällen, wo die Kunden nach Ablauf der Garantie nicht mehr beim Markenvertreter in die Garage gingen, sei es so auch schon zu Unfällen gekommen.

Peter ist aber zur Unfallrekonstruktion ebenfalls an den Daten interessiert und hat bereits mehrfach den Kontakt mit Herstellern gesucht. Bisher habe man ihm mit Verweis auf das Werkgeheimnis immer eine Absage erteilt. Auch Autoversicherer wie etwa Axa Winterthur oder Zürich signalisieren Interesse an solchen Daten.

Hersteller bestätigen Datenfluss

Die Aussagen der Hersteller über die gesammelten Daten sind widersprüchlich: Für die Versicherer seien diese Daten nicht spannend, sagt etwa Donatus Grütter von VW Schweiz, «denn die Geschwindigkeit wird nicht aufgezeichnet, nur die technischen Fehler». Renault hingegen gibt jedes Jahr «in einigen Fällen» Daten an die Polizei weiter. «Bei einem schweren Unfall können wir sagen, wie schnell jemand unterwegs war, ob er gebremst hat und ob der Airbag ausgelöst worden ist oder nicht», sagt Sprecher Luigi Cescato.

Auch die Schweizer Niederlassungen von BMW, Toyota und Ford bestätigen, dass sie laufend Daten sammeln und an die Hersteller übermitteln. Eine genauere Information der Kunden sei aber nicht vorgesehen. Solange nur Fehlermeldungen gesammelt würden, halte er das für vertretbar, sagt Andreas Burgener, Direktor von Auto Schweiz. «Geht es darüber hinaus, müsste man die Kunden aufklären.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.03.2010, 14:51 Uhr

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40 KOMMENTARE

Fritz bader

11.03.2010, 21:08 Uhr

@ Reinhold Birgmann Die Geschwindigkeit eines Autos kann man auch durch andere Mittel herausfinden. Wie z.B Deformation der Karrosserie, Bremsweg,usw....


Georg Klein

11.03.2010, 19:42 Uhr

Ich bin gespannt, ob die Gegner der Blackbox und der Erfassung, Weitergabe und Verwertung der Fahrzeugdaten auch die Abschaffung des Bankgeheimnisses und den automatischen Informationsaustausch ablehnen. Ich habe das leise Gefühl, dass manche beim einen, manche beim anderen Thema mit dem berühmten Spruch kommen "Ich habe nichts zu verbergen" ...


daniel steiner

11.03.2010, 17:41 Uhr

Besser als eine Blackbox fände ich Sensoren die Geschwindigkeitstafeln Scannen und das Auto entsprechend Abriegeln. Wer braucht schon einen Boliden der 200km/h fährt? Am besten wären ohehin Computergesteurte selbständig fahrende Autos. Von mir aus könnten einige Strecken frei befahrbar sein für das Freizeitvergnügen.


Georg Klein

11.03.2010, 17:33 Uhr

Im Mai 2009 hat der TA die 3-teilige Horrorgeschichte einer Anwältin, die die Leidtragende eines Auffahrunfalls geworden ist, gebracht. Sie scheiterte in allen Instanzen vor Gerichten und Versicherungen. Es sieht wie eine Verschwörung gegen sie aus. Am 22.02.2010 kam im TA ein 4.Teil und es steht weiterhin ziemlich schlecht um sie. Eine Blackbox, und alles wäre klar.


Georg Klein

11.03.2010, 16:47 Uhr

@P.Bürger Es scheint als Menschenrecht zu gelten, die Schuld einem anderen in die Schuhe zu schieben, wenn die unklare Beweislage es erlaubt. Aber dass man ebenso gut auch der andere sein könnte, der seine Unschuld nur dank Blackbox beweisen könnte, kommt vielen nicht in den Sinn. Bei grösseren Unfällen mit mehreren Beteiligten ist es sogar so, dass die Mehrheit von der Blackbox profitieren würde.


Peter Bürger

11.03.2010, 16:16 Uhr

Man sieht es schon nur am Resultat der "Blackbox"-Umfrage der Tagiseite hier: die Mehrheit ist dafür. Das ist das Problem. Die Mehrzahl der Leute ist FÜR die totale Überwachung, weil sie den einlullenden Worten der Obrigkeit auf den Leim geht. So werden wir sukzessive reinrutschen in die "schöne neue Welt". Es sei denn, wir ziehen die Notbremse - im Kollektiv, an der Urne. Subito und konsequent!


Ernst Baumann

11.03.2010, 15:31 Uhr

Wenn schon nur noch Weissgeld dann wenigstens Schwarz im Auto. Eine Blackbox die die Gedankengänge unserer Politiker aufzeigt (Sortiert nach den Kriterien "von Lobby gekauft" oder "gesundem Menschenverstand") wär doch wessentlich interessanter. Kaum sind die Aufzeichnungsgeräte da - weiss auch jeder wie man diese Meldungen "manipulieren" kann.


Thomas Schmidt

11.03.2010, 13:28 Uhr

@Thomas Müller, ein Flugzeug fliegen darf aber auch nur eine priviligierte Schicht. Autofahren tut aber mittlerweile fast jeder.... erst gerade heute habe ich einen Unfall verhindert, weil eine betagte Frau meinen Vortritt missachtet hat.... würden solche menschen nicht mehr auto fahren, wären die strassen auch sicherer....


Reto Stark

11.03.2010, 13:17 Uhr

Ich liebe die "ich hab doch nichts zu verbergen"-Typen. Nur dank diesen kann man so gute Verhaltens- und Konsumstudien durchführen und die Leute nicht nur analysieren sondern dann auch manipulieren und instrumentalisieren. Natürlich zu meinem Nutzen. Das beste daran ist aber, dass diese Leute es gar nicht merken und wahr haben wollen. Einfach nur genial. Ich liebe das Datensammeln.


Alex Fankhauser

11.03.2010, 13:12 Uhr

Und wenn irgendetwas schlimmes passiert, weil Behörde A nicht von der Behörde B gewarnt wurde, fluchen alle über den elenden Datenschutz und fordern den gläsernen Bürger (der unbescholtene hat ja nichts zu befürchten...). Nur beim Auto und den Steuern will der Konsument möglichst anonym bleiben. Ich finde eine permanente Tempo-GPS-Überwachung würde mehr bringen als irgendwelche Antiraser-Plakate.


Mathias Berger

11.03.2010, 13:09 Uhr

Der EDÖB dürfte diese Frage kaum lösen können, da hier keine (kaum) Autos gebaut werden. Zudem: die Dache ist ja die gleiche, wie mit dem Halter: wer weiss, wer wirklich lenkt?


Patrick Keller

11.03.2010, 12:50 Uhr

Die Blackbox wird nie kommen, da die ganzen Busseneinahmen wegbrechen würden. Gewinner sind lediglich Versicherungen, die eine rechtliche Grundlage erhalten um jedem ein Regressverfahren anzuhängen. Würde man z.B. die Daten von bereits in Oberklasse üblichen Abstandmessgeräte aufzeichen und ahnden käme der gesamte Verkehr zum erliegen. Mit dem Wort "Sicherheit" lässt sich eben gut Geld verdienen.


Bruno Brunetta

11.03.2010, 12:26 Uhr

@Thomas Müller Und es sind ja auch immer die Autofahrer die den "täglichen" Toten verursachen. Wie wäre es mit Blackboxes für Motorräder, Mofa's, Velos, Trottinets, Skateboards und Roller Blades?


rudolf thoma

11.03.2010, 12:02 Uhr

Aus diesen Gründen macht der Oldtimerkauf immer mehr Sinn!


Gianin May

11.03.2010, 12:01 Uhr

Immer wieder interessant, dass im Zusammenhang mit dem gläsernen Bürger auf Orwell referenziert wird, dabei steht dies schon in der Offenbahrung des neuen Testaments. "Ohne das Malzeichen wirst du nichts kaufen oder verkaufen können"


Thomas Meier

11.03.2010, 11:59 Uhr

selbst wenn jemand eine blackbox im auto eingebaut hat (z.b. jene der axa winterthur), so können die daten im falle eines unfalls nicht einfach gegen den willen der person verwendet werden um ihr ggf. die schuld nachzuweisen, denn gemäss gesetz gehören die daten der person und nicht der versicherung/polizei. selbiges gilt auch für daten die das fahrzeug selbst aufzeichnet.


DAVID NESCHO

11.03.2010, 11:58 Uhr

MARKUS: der gläserne Bürger ist kein Gerede, sondern ein Problem. Es geht darum, dass in einem freien Land prinzipiell zB. auch Sie a priori als unschuldig gelten und niemandem dafür einen Nachweis, sprich "präventive Datenspursammlung" schulden. Für Sie scheint es unverständlicherweise in Ordnung zu sein, Ihre Unschuld elektronisch konstant überwachen zu lassen. Das ist nicht helvetisch.


Yen Zotto

11.03.2010, 11:54 Uhr

"Wer nichts zu verbegen hat hat auch nichts zu befürchten". Stimmt leider nicht, wie viele Beispiele zeigen. Und: selbst was ich vor der Polizei nicht verbergen darf, sollten Mercedes, Toyota oder GM noch lange nicht erfahren. Wir übertreffen Orwells "1984" inzwischen schon in vielen Bereichen. Und zur Rechtfertigung werden immer wieder Verkehrstote instrumentalisiert. Oder Verbrechensopfer...


Gianin May

11.03.2010, 11:53 Uhr

Kann ich dem Garagisten nicht verbieten Daten zu übermitteln, es handelt sich ja schliesslich um mein Auto?


Andreas Hentschel

11.03.2010, 11:53 Uhr

Nun, es sterben aber nicht weniger Menschen im Flugverkehr aufgrund der Blackbox. Eine "Überwachungsbox" gehört in KEIN Auto.


Marcel Zürcher

11.03.2010, 11:52 Uhr

@Thomas Müller. Ich bin für die BlackBox. Jedoch ist mir nicht bekannt dass eine Blackbox Unfälle verhindert!?


Thomas Müller

11.03.2010, 11:37 Uhr

Fast jeder Tag ein Toter auf Schweizer Strassen. So eine Blackbox gehört in JEDES Auto!!! Im Flugverkehr sterben weit weniger Menschen, trotzdem ist da die Blackbox eine Selbstverständlichkeit.


Markus Ulrich

11.03.2010, 11:31 Uhr

Was soll das Gerede über den gläsernen Bürger? Die Überwachung bzw. Nicht-Überwachung bleibt für jeden gleich - 'Elite' hin od. her. Wer nichts zu verbegen hat hat auch nichts zu befürchten. Und Herr Majo Naef: Wer soll sich wem anpassen? Eine kurze 'Tempolimite' Recherche auf Wikipedia zeigt dass nicht alle Welt 120 fährt. Aber Achtung: Wer im Internet surft hinterlässt Spuren!


Bruno Scheidegger

11.03.2010, 11:27 Uhr

Ja und der fehlbare Autolenker mit der Blackbox, hat er die im Schuh eingebaut oder wer sagt dass er nur mit seinem Auto fahren kann (darf)? So ein Quatsch... unser Staat wird immer dümmer oder besser gesagt das Volk dass so eine Totalüberwachung zulässt!


Bruno Scheidegger

11.03.2010, 11:19 Uhr

jeder schimpft über die TOTALE Überwachung aber wenn mal was passiert wo man nicht sagen kann wer schuld ist, schreien alle "warum gibt es keine bessere Überwachung" Kamara da, Sensor dort, Bewegungsmelder hier?! Ja, man sollte wohl wieder in den Wald gehen und das Handy wegwerfen!?


Tom Berger

11.03.2010, 11:06 Uhr

Gegen diese Spionage gibt es ein einfaches Mittel: ein Auto älteren Jahrgangs fahren, welches noch nicht mit all diesen überflüssigen Technik-Gimmicks gesegnet ist. Dann kann man sich auch wieder aufs Autofahren konzentrieren und muss auch nicht andauernd mit ärgerlichen Elektronikproblemen und Pannen kämpfen. Solche einfachen, zuverlässigen und komfortablen Fahrzeuge sind heute günstig zu haben.


Edy Gerber

11.03.2010, 10:50 Uhr

Die Sowjetunion ist zwar untergegangen. Trotzdem strebt bei uns der totale Überwachungs- und Kontrollstaat immer mehr Macht an. Ziel ist der gläserne Bürger --- nicht nur in finanziellen Dingen (Abschaffung Bankgeheimnis), sondern auch punkto Mobilität u.a. Lebensbereichen. Endziel ist der zentral von oben gesteuerte Obrigkeitsstaat. Wehren wir uns auf dem politischen Parkett dagegen !


Löhrer Roger

11.03.2010, 10:45 Uhr

Die Bestimmung des Aufenthaltsorts ist heute bereits über das Mobiltelefon gewährleistet. Diejenigen die ein Gerät haben, dass permanent online ist, sind noch besser "auffindbar". Die Fragen ist nicht die ob dies möglich ist, sondern wie der Konsument (Autobesitzer) für die von ihm generierten "Daten" entschädigt wird, wo die Daten gespeichert sind, wer wann darauf zurückgreifen kann usw.


david nescho

11.03.2010, 10:42 Uhr

Heinz & Urech: Die Technik ist schon ausserhalb des PKW im Einsatz, nämlich die Chips im biometrischen Pass/ID, auf Ihrer neuen schönen Krankenversicherungskarte, auf Ihrer Bankkarte. Was am meisten stört ist die Feigheit der Politiker: anstatt klar zu sagen, wir statten sofort alle Bürger mit einem subkutanen Chip aus. wird mit Salami-Taktik vorgegangen. Bald wird das Bargeld abgeschafft werden.


majo naef

11.03.2010, 10:26 Uhr

Das Versicherungen diese Daten nutzen dürfen ist schon der Hammer. Wenn nur der Hersteller für Verbesserungen diese Daten nützen wäre es in Ordnung. Warum werden überhaupt Autos hergestellt die schneller als 140Kmh fahren können. Nur Deutschland erlaubt noch mehr als 120 Kmh. Die sollen sich endlich anpassen. Wir müssen es ja auch.


Rene Reinhard

11.03.2010, 10:20 Uhr

...ich würd's mal so fomulieren: Goerge Orwell war vielliecht gar nicht so visionär, sondern wusste dazumal bereits von den Plänen der Eliten, welche diese Ideen schon seit sehr langem planen, diese aber technisch erst in den letzten Jahren günstig realisieren können. Zudem muss dann auch das ganze politische, witrschaftl. Umfeld bereits derart unterwandert sein. Daher bitte aufwachen!!!!


Erich Heinz

11.03.2010, 10:11 Uhr

Die Autobauer sind also über alle Fehlermeldungen informiert, nur wenn ein Fahrzeug Mängel hat haben sie keine Ahnung. Dabei ist die Elektronik der grösste Schwachpunkt in modernen Fahrzeugen. Eine kleine Panne am ABS-Steuersystem kostet schnell mal 5 000 bis 7000 Franken. Für neue Hersteller z. B. aus Asien beseht ein riesen Potential, wenn die Elektronik auf ein Minimum beschränkt wird.


Stefan Lehmann

11.03.2010, 10:07 Uhr

Tja, wir sind die Kunden wenn wir ein Auto kaufen. Wenn wir so gegen diese Systeme sind, dann sollten wir auch beim Kauf darauf achten was wir uns anschaffen. Wenn diese Hersteller mit „Nicht-Kauf“ bestraft werden, werden sie schon andere Wege einschlagen. Die Konsumenten haben hier die MACHT etwas zu ändern.


Alexandra Hamilton

11.03.2010, 09:51 Uhr

Das kann gar nicht anonymisiert gemacht werden, denn der Herrsteller muss ja wissen, welches (individuelle) Auto betroffen ist und damit kann es auch dem Halter zugewiesen werden. Fragt sich nur, ob das eingebaute GPS auch ständig mitläuft, schliesslich muss der Herrsteller ja auch wissen, WO ein Problem aufgetaucht ist, oder nicht?


Urs Marthaler

11.03.2010, 09:50 Uhr

Wieder ein Mosaiksteinchen mehr für Orwells "1984". Das Gesamtmosaik ist bald fertig. der gläserne Bürger ist bald komplett. Die Überwachung perfekt. Schöne neue Weltordnung. Freude herrscht.


Urech Michael

11.03.2010, 09:44 Uhr

Da hilft nur eins: Die Autos über Firmen kaufen und so quasi anonym nutzen. Aber irgendwann kommt dann wohl der "personal car key" und der Funkchip unter der Haut. Dagegen sind die von Orwell geschilderten Methoden und Möglichkeiten Pipifax.


Heinz Butz

11.03.2010, 09:42 Uhr

Die nächste Stufe ist ein Chipsystem im menschlichen Körper (eingepflanzt bei der Geburt), welches sämtliche körperliche Aktivitäten und Aufenthaltsorte sowie die Kontakte zu anderen Chipträgern aufzeichnet und weiter gibt. Machbar ist das schon heute. Dazu noch der DNA-Pass mit "Erbfehlern" und Krankheitsanfälligkeiten und schon ist der Big Brother ein primitiver Anfänger. Schöne Zukunft !!!


susanne beerli

11.03.2010, 09:42 Uhr

Werden noch GPS-Positionsdaten mitgespeichert, so hätte die Polizei ein permanent-aktives Geschwindigkeitsüberwachungssystem in der Hand. Das wird langsam aber sicher irgendwann mal kommen. Wir werden uns sehnsüchtig daran zurückerinnern, als wir mal frei waren...


Reinhold Birgmann

11.03.2010, 09:34 Uhr

Ich finde die Aussage interessant, dass die Geschwindigkeit nicht aufgezeichnet wird. Beim Unfall von Jörg Haider konnten die VW Techniker sagen, bei welcher Geschwindigkeit der Airbag ausgelöst hat. Wie soll das gehen, wenn die Geschwindigkeit nicht aufgezeichnet wird?


franz schneider

11.03.2010, 08:54 Uhr

George Orwell konnte gar nicht ahnen wie visionär er war. Und dass die Komplettüberwachung zwangsläufig zu Abwehrmechanismen der Menschen führt, scheinen wir nie zu begreifen. Aber vielleicht interessiert es viele im "Konsumismus" gar nicht.



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