Wo an der Personenfreizügigkeit gerüttelt wird

Ein Wirtschaftsprofessor stellt den freien Personenverkehr infrage – und ist damit nicht der Einzige. Wie Europa zur Personenfreizügigkeit steht.

Nachbarländer mit vielen Grenzgängern stellen sich hinter die Personenfreizügigkeit: Autos zur Stosszeit auf der <nobr>A 2</nobr> bei Mendrisio Richtung Grenze zu Italien. (Archivbild: Keystone)

Nachbarländer mit vielen Grenzgängern stellen sich hinter die Personenfreizügigkeit: Autos zur Stosszeit auf der A 2 bei Mendrisio Richtung Grenze zu Italien. (Archivbild: Keystone)

Von Politikern aus dem rechten Lager sind wir uns Kritik am freien Personenverkehr gewohnt – doch nun stimmt ein ehemaliger Seco-Chefökonom mit ein: «Für mich ist klar, dass die Personenfreizügigkeit der EU in ihrer heutigen Form die nächsten fünf bis zehn Jahre nicht überleben wird», sagt Aymo Brunetti in einem Interview mit der «Luzerner Zeitung» und der «Basler Zeitung».

Die Schweiz habe mit dem vom Parlament beschlossenen «Inländervorrang light» den richtigen Schritt getan, auch wenn damit die Zuwanderungsinitiative «nicht wirklich» umgesetzt werde: «Die Schweiz sollte in dieser Situation abwarten und nachziehen, sobald in anderen EU-Ländern die Personenfreizügigkeit aufgeweicht wird.»

Am Prinzip der freien Wahl des Wohn- und Arbeitsortes, einer der Grundpfeiler der EU, wird auch in anderen Ländern Europas gerüttelt. Ein Überblick.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.12.2016, 16:55 Uhr

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