Schweiz

Zürich wächst, wird teurer und deutscher

Von Janine Hosp. Aktualisiert am 20.07.2012 264 Kommentare

In den nächsten dreizehn Jahren wird die Stadt Zürich um 61'000 Einwohner und Einwohnerinnen wachsen. Selbst der Mittelstand wird dann Mühe haben, die hohen Mieten zu bezahlen.

Zürich verjüngt sich: Im Jahr 2025 wird etwa ein Drittel mehr Kinder und Jugendliche in der Stadt leben als heute.

Zürich verjüngt sich: Im Jahr 2025 wird etwa ein Drittel mehr Kinder und Jugendliche in der Stadt leben als heute.
Bild: Doris Fanconi

Bevölkerungsprognose Stadt Zürich bis 2025 (Bild: TA-Grafik kmh / Quelle: Statistik Stadt Zürich)

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Die Stadt Zürich wird bis 2025 doppelt so schnell wachsen wie in den vergangenen Jahren. Die Bevölkerung wird voraussichtlich um 61'000 auf 446'000 Personen anwachsen. Seit 1997 hat die Zahl der Zürcherinnen und Zürcher lediglich um 30'000 Personen zugenommen – und dies, obwohl in manchen Jahren so viele Wohnungen gebaut worden sind wie zuletzt während des Baubooms der 60er- und 70er-Jahre. Dies geht aus einer Untersuchung von Statistik Stadt Zürich hervor.

Zürich wird 2025 nicht mehr die gleiche Stadt sein wie heute: Fachleute gehen davon aus, dass noch mehr Hochqualifizierte aus dem In- und Ausland zuziehen und die Stadt als globales Dienstleistungszentrum weiter an Bedeutung gewinnt. Die grosse Nachfrage nach Wohnraum treibt die Mieten weiter in die Höhe. Personen mit kleinem Einkommen werden aus der Stadt gedrängt, und selbst für den Mittelstand wird es schwierig, auf dem freien Markt eine bezahlbare Wohnung zu finden. Laut dem Zürcher Mieterinnen- und Mieterverband liegt die Schmerzgrenze für eine neue, 100 Quadratmeter grosse Durchschnittswohnung bereits heute bei 3000 Franken. Die Fachleute sind sich einig: Diese Entwicklung wird die Stadtregierung herausfordern. Sie muss dafür sorgen, dass Zürich nicht zu einem neuen Monaco an der Limmat wird.

Grössere Trams und Busse

Das Wachstum wird auch im Verkehr spürbar sein. Allein die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) rechnen damit, dass die Nachfrage bis 2025 um ein Viertel zunehmen wird. Deshalb müssten grössere Fahrzeuge zum Einsatz kommen und neue Linien geplant werden.

Schliesslich wird auch die Bevölkerung anders zusammengesetzt sein: Am stärksten wächst nämlich neben der Gruppe der Schweizer jene der Deutschen und Österreicher, und zwar um 21'000 auf 55'000 Personen. Zürich wird zudem jünger: Die Geburtenziffer sinkt zwar leicht; da aber mehr Frauen im gebärfähigen Alter nach Zürich ziehen, steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen deutlich um rund ein Drittel. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.07.2012, 08:55 Uhr

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264 Kommentare

Hans Müller

20.07.2012, 09:04 Uhr
Melden 624 Empfehlung 0

Wann begreifen es die Wählerinnen und Wähler endlich: Der Wachstumsfundamentalismus füllt nur noch die Kassen der Spekulanten. Otto Normalbürger hat längst nur noch Nachteile davon. Antworten


Roland Steiner

20.07.2012, 09:10 Uhr
Melden 551 Empfehlung 0

Wann sind unsere Politiker endlich bereit zu erkennen, dass ein weiteres Wachstum der Bevölkerung in der Schweiz sehr grosse Nachteile mit sich bringt. Wir haben den Punkt überschritten wo die Vorteile des Bevölkerungswachstums die Nachteile kompensieren. Jetzt muss man ehrlich sein und dieses stoppen. Limitieren wir die dauernde Wohnbevölkerung der Schweiz auf z.B. 8 Millionen Einwohner. Antworten



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