Zwei neue Schweinegrippe-Tote in der Schweiz
bazonline.ch/Newsnetz berichtete live von der BAG-Pressekonferenz.
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Bisher waren in der Schweiz fünf Todesfälle bekannt gewesen, nun stieg die Zahl auf sieben an. Betroffen waren ein ein- bis zweijähriges Kind mit einer schweren Erkrankung sowie ein 54-jähriger Patient, der ebenfalls an einer schweren Krankheit litt, wie Daniel Koch, der Leiter der BAG-Abteilung Übertragbare Krankheiten, vor den Medien sagte. Beide seien ihrer Grunderkrankung erlegen und die Schweinegrippe habe eine Nebendiagnose dargestellt. Laut Koch litten alle sieben Todesopfer an schweren Erkrankungen.
Auch in der vergangenen Kalenderwoche 48 vom 23. November bis zum 29. November hat die Zahl der H1N1-Fälle stark zugenommen. Insgesamt wurden 2348 H1N1-Fälle bestätigt, womit sich die Zahl der gemeldeten Fälle auf bisher 8735 erhöht.
Bisher 40 auf der Intensivstation
Insgesamt 17 Erkrankte mussten in der vergangenen Woche hospitalisiert werden, in der Vorwoche waren es noch 48 gewesen. Von den 17 Patienten mussten drei auf der Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der seit vergangenem Juni mit Schweinegrippe Hospitalisierten erhöhte sich damit auf 176 Menschen, davon benötigten 40 Personen Intensivpflege.
Weiter angestiegen ist auch die Zahl der Arztkonsultationen mit grippeähnlichen Symptomen. Letzte Woche wurden gemäss den Angaben 425 Arztkonsultationen auf 100'000 Einwohner verzeichnet, was auf die gesamte Schweiz hochgerechnet etwa 32'700 Konsultationen entsprach. Am meisten betroffen waren laut Koch nach wie vor Kinder. «Die Kinderärzte sind besonders gefordert», erklärte er.
Rückgang in anderen Ländern
Wann die Pandemiewelle in der Schweiz zurückgeht, ist laut dem Leiter der BAG-Abteilung Übertragbare Krankheiten unklar. Mehrere Länder im Norden Europas schienen aber den Höhepunkt bereits hinter sich zu haben. Rückläufig sei die Grippeaktivität in den vergangenen vier Wochen zudem in Nordamerika gewesen. (cpm)
Erstellt: 03.12.2009, 14:42 Uhr
Schweiz
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