Sommarugas Märchenstunde

Die EJPD-Chefin Sommaruga betreibt eine Asylpolitik, die unser Land nachhaltig beschädigen wird.

Die Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräte liess sich vom Gejammer der SP-Bundesrätin Sommaruga nicht beeindrucken.

Die Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräte liess sich vom Gejammer der SP-Bundesrätin Sommaruga nicht beeindrucken. Bild: Keystone

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Am 1. Juni 2017 hat der Nationalrat die von den Fraktionen der SVP und FDP sowie vom CVP-Präsidenten eingereichten Vorstösse mit grossem Mehr angenommen, wonach Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene grundsätzlich nicht mehr in der Weltgeschichte herumreisen dürfen. Ein absolutes Verbot soll für Reisen in das Heimat- und Herkunftsland gelten, wo die Geflüchteten ihren Angaben zufolge an Leib und Leben bedroht sein sollen. Wenn ein Flüchtling zuerst den Migrationsbehörden angibt, dass er in seiner Heimat um sein Leben fürchten musste und deshalb die mühsame Flucht angetreten habe, kurz darauf jedoch einen Antrag für eine Reise zurück in ebendieses Land stellt, so ist ein solches Verhalten eine Unverschämtheit sondergleichen.

Die Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräte liess sich zum Glück vom Gejammer der SP-Bundesrätin Sommaruga nicht beeindrucken, welche die Vorstösse zum Reiseverbot zur Ablehnung empfahl. Unbeeindruckt war die Ratsmehrheit von der Geschichte über die geflüchtete Afghanin, welche ihre todkranke Tochter noch einmal besuchen möchte, oder von jenem armen Flüchtlingskind, welches nicht an einer Schulreise in den Schwarzwald teilnehmen könne. Dass diese Schulklasse aus Solidarität nicht eine Schwarzwälder Kuckucksuhren-Manufaktur, sondern eine Schaukäserei im Emmental besuchen könnte, übersteigt die Fantasie unserer Polizei- und Justizministerin.

In Tat und Wahrheit geht es natürlich nicht um die Reise der armen Mutter nach Kabul oder den Schulausflug in den Hotzenwald. Zwischen 2010 und 2014 wurden 46'213 Gesuche für Auslandsreisen von Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommenen und Asylbewerbern eingereicht und davon 45'080 von den Migrationsbehörden bewilligt, was einer Rate von 97,5 Prozent entspricht. Jene bedauernswerten 2,5 Prozent, die in der Schweiz bleiben mussten, dürften sich bei ihrer Gesuchstellung wohl ziemlich doof angestellt haben. Am Beispiel von Eritrea lässt sich dieser Behördenwahnsinn in seiner ganzen Perversion sehr augenfällig darstellen. In der oben genannten Zeitspanne erhielten rund 15'000 Eritreer eine Reisebewilligung, verbunden mit der Auflage, auf keinen Fall in ihr Heimatland zu reisen, ansonsten der Fluchtgrund wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen würde.

Wohin all diese eritreischen Flüchtlinge reisten, war weder für die kantonalen Migrationsbehörden noch für das Staatssekretariat für Migration von Interesse. Da die eritreische Community hierzulande eine Sozialhilfequote zwischen 85 und 90 Prozent aufweist, hat somit der Schweizer Steuerzahler rund 13'000 Eritreern den Heimaturlaub finanziert. Wer davon ausgeht, dass diese 13'000 «Urlauber» ausnahmslos in ein Nachbarland von Eritrea reisten, um dort ihre Familien zu treffen, an dessen Verstand ist ernsthaft zu zweifeln.

Der Mehrheit der Bevölkerung dämmert es langsam, aber sicher, dass die EJPD-Chefin Sommaruga eine Asylpolitik betreibt, die unser Land nachhaltig beschädigen wird. Zum Schluss eine Bemerkung zur Veranschaulichung dieser skandalösen Situation: Wem zu Zeiten der DDR die riskante Flucht über die Mauer in den Westen gelang, der kehrte auch nicht kurz darauf nach Ostberlin zurück, um die kranke Tante im Spital zu besuchen. Na also! (Basler Zeitung)

Erstellt: 16.06.2017, 10:42 Uhr

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