Schweiz

Österreich führt in Zügen Luxusklasse ein – SBB hält nichts davon

Von Claudio Habicht. Aktualisiert am 11.12.2008 41 Kommentare

Die Österreichischen Bundesbahnen führen eine zusätzliche Klasse ein: die Luxusklasse. Passagiere erhalten dort edle Snacks und Zeitungen. Die SBB hat keine Kapazitäten für exklusive Plätze.

Handtücher, Tageszeitungen, Snacks: Dienstleistungen in der Luxusklasse der Österreichischen Bundesbahnen.

Handtücher, Tageszeitungen, Snacks: Dienstleistungen in der Luxusklasse der Österreichischen Bundesbahnen.
Bild: ÖBB

Premium Klasse: Viel Platz für die Beine.

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Erste Klasse: Wie im Flugzeug.

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Zweite Klasse: Wie im «normalen» Zug.

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Am Billetschalter im Wiener Westbahnhof hat der Reisende ab Sonntag die Qual der Wahl: Soll er in der übervollen Zweiten Klasse oder in der geräumigeren Ersten Klasse nach Salzburg reisen? Oder will er sich sogar ein Billet für die Luxusklasse – die sogenannte Premium Klasse – leisten? Diese darf der Passagier mit einem Erstklassbillet und einem Aufschlag von 25 Euro betreten – und sogleich in den «Fernsehsesseln» Platz nehmen. Der Kondukteur serviert dampfende Handtücher, bietet Magazine und Tageszeitungen sowie edle Snacks an.

Zurück in Vorkriegszeit

Mit der Luxusklasse katapultieren sich die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zurück in die Vorkriegszeit – in die Zeit der eisenbahnerischen Drei-Klassen-Gesellschaft. In den neuen Zügen mit dem Namen «Railjet», von denen die ÖBB bis 2014 rund 70 kaufen will, gibt es zum ersten Mal seit 52 Jahren neben der ersten und zweiten Klasse wieder eine zusätzliche dritte Klasse. Vorläufig fahren die Züge von Wien nach München und Budapest. In einem Jahr werden auch anspruchsvolle Passagiere, die von der Schweiz nach Österreich fahren, in den Genuss der Luxusklasse kommen: Ab Dezember 2009 fahren die neuen Züge via Buchs nach Zürich.

SBB: Kapazitätsengpässe

Die ÖBB-Züge werden in der Schweiz wohl die einzigen mit einer Luxusklasse bleiben. Bei der SBB hält man nichts von einer neuen Klasse: «Das ist nicht vorgesehen», so Sprecher Roland Binz. Er glaubt nicht, dass sich das Klassenproblem in der Schweiz damit lösen liesse: Viele Zweitklassependler sitzen wegen überfüllter Züge in der ersten Klasse, was die Passagiere mit einem Erstklassbillets stört. «Wir wollen in der Hauptverkehrszeit allen Kunden einen Sitzplatz anbieten. Eine Luxusklasse ginge auf Kosten der anderen Klassen.» Angesichts der Kapazitätsengpässe auf dem SBB-Netz habe diese keine Priorität. Erstklasspendler werden sich wohl noch länger über die mangelnden «Klassen-Disziplin» ärgern. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.12.2008, 07:55 Uhr

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41 Kommentare

Jürg Vonlanthen

09.12.2008, 16:35 Uhr
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Die SBB versprechen seit Jahren, dass jeder zahlende Passagier Anrecht auf einen Sitzplatz hat. Stimmt ja auch, denn er zahlt den vollen Preis. Gerecht wäre die Reduktion des Fahrpreises um 50%, wenn kein Sitzplatz zur Verfügung steht. Die SBB sollen endlich Taten zeigen, Worte allein schaffen keine Sitzplätze. Sonst steige ich auf den Privatverkehr um. Antworten


Marcel Schlüpf

11.12.2008, 10:28 Uhr
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die bahn braucht endlich: KONKURRENZ! Aber halt: Die SBB ist trotz Monopol pleite => Pensionskasse Antworten




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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.