Sport
Peter Sauber schliesst Comeback als Teamchef aus
Eine Rückkehr als Teamchef ist für den Zürcher kein Thema.
Sauber erfuhr erst einen Tag vor der Öffentlichkeit, also am Dienstag, von den Absichten des deutschen Autoherstellers. Seither zieht der 65-Jährige im Hintergrund Fäden, steht in Kontakt mit potenziellen Partnern. "Die angenehmste Lösung wäre natürlich, wenn wir das Team an einen Investor verkaufen könnten, der dann auch die nötigen Sponsoren auftreiben kann", sagte Sauber.
Die Formel 1 steht ganz klar im Zentrum aller Bemühungen, wobei auch Möglichkeiten zur Umnutzung der Fabrikhallen diskutiert werden. Sauber machte klar, dass der Entscheid über die Zukunft am Ende nicht bei ihm liege, sondern bei BMW. 80 Prozent der Anteile gehören den Bayern, 20 dem ehemaligen Teamchef.
Dass er bald wieder die operative Leitung des Teams übernehmen könnte, ist für Sauber kein Thema. Kategorisch ausschliessen wollte er es dennoch nicht. "Es gibt immer Notsituationen. In einer strategischen Funktion kann ich dem Team aber mehr nützen." Sauber empfindet die Rolle des grossen Hoffnungsträgers für die Belegschaft und viele Zulieferer als "enorm belastend". Er dürfe auf keinen Fall versprechen, dass sie es schaffen würden.
Keine realistische Option ist, dass BMW sich ähnlich unterstützend zeigt wie Honda, das seinem Teamchef Ross Brawn die Infrastruktur überliess und die finanziellen Mittel für die erste Saison nach dem Ausstieg des Autoherstellers zur Verfügung stellte. "BMW macht auf mich einen harten Eindruck."
Erstellt: 31.07.2009, 17:57 Uhr
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