Sport

FCZ wollte WM-Held Müller nicht

Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 05.07.2010

Im Frühling 2009 klopfte der Berater von Deutschlands neuem Fussball-Liebling Thomas Müller beim FC Zürich an. Doch dessen Präsident Ancillo Canepa hatte kein Interesse.

Der Aufsteiger der WM: Thomas Müller vom FC Bayern.

Der Aufsteiger der WM: Thomas Müller vom FC Bayern.
Bild: Keystone

Thomas Müller, damals noch ein Talent in der Drittliga-Mannschaft von Bayern München, wünschte sich mehr Spielpraxis auf höherem Niveau. So kam sein Berater auf die Idee, den FCZ zu kontaktieren, um ein Leihgeschäft aufzugleisen. Er blitze jedoch ab. «Wir wollten keinen Spieler verpflichten, den wir nur vom Video her kennen», erinnert sich FCZ-Präsident Ancillo Canepa im «Blick». «Wir waren damals mitten in der Vorbereitung für die Champions League, wussten nicht, wie das Kader aussieht. Zum Beispiel, ob Hassli geht oder bleibt. Zudem suchten wir eher einen grossen, bulligen Stürmertypen.»

Der Rest der Geschichte ist bekannt: Während der FCZ trotz des Champions-League-Coups gegen die AC Milan (1:0-Auswärtssieg in der Gruppenphase) eine Seuchensaison durchmachen musste, schoss Müller für die Bayern in Bundesliga (1.), Pokal (1.) und Champions League (2.) insgesamt 19 Tore. An der WM bringt er es bislang auf vier Treffer und drei Vorlagen, seinen Marktwert schätzen Insider auf 50 Millionen Franken. Im Halbfinal gegen Spanien fehlt Müller wegen einer Gelbsperre, er ist aber sicher, dass sein Team auch ohne ihn den Finaleinzug schafft. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.07.2010, 07:52 Uhr