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Die Offerte für den Goalie des FC Schaffhausen
Er hat abgelehnt: Darko Tofiloski, Torhüter des FC Schaffhausen.
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Challenge League
30. Runde
| 23.05. | SC Bruhl - Delemont | 1 : 1 |
| 23.05. | Kriens - Locarno | 2 : 3 |
| 23.05. | Aarau - Etoile Carouge | 7 : 0 |
| 23.05. | Bellinzona - Wohlen | 5 : 0 |
| 23.05. | Chiasso - Biel | 2 : 4 |
| 23.05. | FC Vaduz - St.Gallen | 1 : 2 |
| 23.05. | Wil - Lugano | 1 : 1 |
| 23.05. | Winterthur - Stade Nyonnais | 2 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | St.Gallen | 30 | 19 | 7 | 4 | 67:31 | 64 |
| 2. | Aarau | 30 | 18 | 5 | 7 | 64:34 | 59 |
| 3. | Bellinzona | 30 | 18 | 5 | 7 | 49:21 | 59 |
| 4. | Winterthur | 30 | 15 | 8 | 7 | 44:29 | 53 |
| 5. | Lugano | 30 | 14 | 7 | 9 | 44:38 | 49 |
| 6. | Wil | 30 | 12 | 10 | 8 | 59:41 | 46 |
| 7. | Chiasso | 30 | 11 | 12 | 7 | 34:23 | 45 |
| 8. | FC Vaduz | 30 | 13 | 6 | 11 | 54:45 | 45 |
| 9. | Locarno | 30 | 12 | 9 | 9 | 47:44 | 45 |
| 10. | Biel | 30 | 12 | 7 | 11 | 55:54 | 43 |
| 11. | Wohlen | 30 | 9 | 9 | 12 | 39:44 | 36 |
| 12. | Stade Nyonnais | 30 | 8 | 10 | 12 | 41:49 | 34 |
| 13. | Etoile Carouge | 30 | 8 | 6 | 16 | 25:56 | 30 |
| 14. | Delemont | 30 | 4 | 8 | 18 | 24:60 | 20 |
| 15. | Kriens | 30 | 4 | 5 | 21 | 37:66 | 17 |
| 16. | SC Bruhl | 30 | 4 | 4 | 22 | 30:78 | 16 |
Schaffhausens Trainer René Weiler trat am Montag vor seine Mannschaft, um eine Frage zu klären: ob einer der Fussballer in irgendeiner Weise etwas mit dem internationalen Wettskandal zu tun habe. Als sich die Runde wieder aufgelöst hatte, meldete sich ein Spieler bei seinem Vorgesetzten. Darko Tofiloski, der mazedonische Goalie, berichtete von einem Angebot von 20 000 Franken, das ihm Unbekannte telefonisch in Aussicht gestellt hatten, falls er mithelfen würde, den Ausgang einer Partie zu beeinflussen. Der gleiche Spieler sollte auch einen Bonus erhalten, wenn er eine Telefonnummer eines Teamkollegen herausrücken würde. Tofiloski, der im von den Betrügern ausgewählten Match schliesslich nicht zum Einsatz kam, lehnte ab.
Dass ausgerechnet ein Goalie kontaktiert worden ist, überrascht Weiler indes nicht: «Torhüter und Innenverteidiger können am ehesten ein Spiel beeinflussen, mit Abstrichen auch Stürmer.» Ebenso wenig erstaunt ihn die Taktik der Wettbetrüger, die Nähe zu Spielern aus der Challenge League zu suchen: «Viele von ihnen haben nur ein geringes Einkommen und deswegen oft existenzielle Sorgen.»
Spieler unterschreiben Kodex
Die Schaffhauser Vereinsleitung liess gestern einen Ehrenkodex unterzeichnen, mit dem die Spieler bezeugen sollen, dass sie mit illegalen Machenschaften nichts zu tun haben. Gleiches plant der FC Thun für heute Nachmittag. Ein Ausschuss erarbeitete ein Papier, das der Rechtsanwalt den Spielern zur Unterschrift vorlegen wird. Inzwischen wurden nach Pape Omar Faye zwei weitere Spieler von der Polizei einvernommen. Mindestens ein Thuner soll konkret in den Skandal verwickelt sein. Für Präsident Markus Stähli ist das keine Überraschung: «Hätte nur ein Einzelner mitgemacht, wäre es kaum möglich gewesen, ein Resultat mit vier Toren Unterschied zu bewerkstelligen.»
Derweil ist bekannt geworden, dass die bosnische Mannschaft von NK Travnik angeblich von einer kroatischen Betrügerbande gesteuert wird. Laut «Süddeutscher Zeitung» soll ein in Nürnberg wohnhafter Kroate als Mitglied der Bande dem Verein aus Bosnien-Herzegowina zwei Testspieler für die Vorbereitungsspiele gegen Sion (1:4) und Xamax (2:3) besorgt haben. Die Betrüger hätten die Reise in die Schweiz organisiert, finanziert und auch die Mannschaft bezahlt. Offenbar war es das Ziel von Travnik, innert kurzer Zeit möglichst viele Partien zu bestreiten. Weil die Mannschaft so spielte, wie es die Bande ihr vorgab, resultierte ein Wettgewinn von 152 400 Euro.
Heute grosses Treffen in Nyon
Für heute nun hat der europäische Fussballverband die neun Mitgliedsverbände, die vom Wettskandal betroffen sind, nach Nyon eingeladen, um sie erstmals mit Informationen zu versorgen. Überdies soll die Uefa gestern dem griechischen Verband Details über 14 Spiele vorgelegt haben, die unter Manipulationsverdacht stehen. Um welche Partien es sich handelt, ist unklar.
Eine Gewissheit haben der Schweizerische Fussballverband und die Swiss Football League, und es handelt sich um wenigstens eine gute Nachricht: Weder gegen Klubfunktionäre noch gegen Schiedsrichter sind Ermittlungen aufgenommen worden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.11.2009, 13:40 Uhr
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