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Wettskandal: Thun-Spieler vernommen
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Die Ermittlungen zum wohl grössten Wettskandal der Schweizer Sportgeschichte laufen auf Hochtouren. Dabei fahren die Behörden zweigleisig: Ein Verfahren wird von der Staatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität Bochum geleitet, ein zweites führt die Bundesanwaltschaft in Bern, wie der «SonntagsBlick» in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.
Die ersten Details aus Deutschland sind brisant: Im Visier sind die Spiele Yverdon-Thun vom 26. April 2009 und Gossau-Locarno vom 24. Mai 2009. Laut Abhörprotokollen von deutschen Fahndern soll die Wettmafia in beiden Fällen mehrere Zehntausend Euro an bestechliche Spieler gezahlt haben, schreibt die «Sueddeutsche.de». So sollen Spieler des FC Thun 15'000 Euro dafür bekommen haben, mit vier Toren Unterschied zu verlieren, steht auf «Sueddeutsche.de» weiter. Das Spiel endete 5:1. Angeblicher Wettgewinn der Bande: 60'000 Euro.
Und beim Spiel FC Gossau gegen FC Locarno sollen mehrere Fussballer 20'000 Euro bekommen haben, dass die Heimmannschaft mit mindestens zwei Toren Unterschied verliert. Resultat: 0:4. Die mutmasslichen Täter sollen bei fünf Wettanbietern insgesamt 149’400 Euro gesetzt haben, wie die «Sueddeutsche.de» schreibt.
Wie mehrere Medien berichten, hat der 22-Jährige Thun-Spieler Pape Omar Faye letzte Woche Besuch von den Fahndern erhalten. Insgesamt 200 Spiele aus ganz Europa werden untersucht. So seien auch Partien aus Belgien, Kroatien und der Türkei im Visier der Ermittlungen. Ermittelt wird wegen «gewerbsmässigen Bandenbetrugs». (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.11.2009, 10:59 Uhr
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