Basel kann YB mit einem Sieg gegen Aarau unter Druck setzen

Aktualisiert am 20.02.2010

Der FC Basel kann heute Samstag bis auf einen Punkt zu den Young Boys aufschliessen und damit den Druck auf den Leader vor der Auswärts-Partie am Sonntag in St. Gallen erhöhen. Die Basler haben in der 21. ASL-Runde mit dem Heimspiel gegen Aarau die vermeintlich leichtere Aufgabe.

Erfolgserlebnis im Brügglifeld: Carlitos, Torschütze Frei, Huggel und Streller jubeln im September 2009 über das Führungstor gegen Aarau. Der FCB gewann die Begegnung mit 2:0.

Erfolgserlebnis im Brügglifeld: Carlitos, Torschütze Frei, Huggel und Streller jubeln im September 2009 über das Führungstor gegen Aarau. Der FCB gewann die Begegnung mit 2:0.
Bild: Keystone

Gemessen an den Erkenntnissen der laufenden Saison gibt es derzeit kein Duell, das sich unausgeglichener ankündigt als Basel gegen Aarau. Auf der einen Seite der Tabellenzweite, der die letzten sechs Heimspiele mit einem Torverhältnis von 23:4 für sich entschieden hat, auf der anderen Seite das Liga-Schlusslicht, das seit Saisonbeginn nur gerade zwei Zähler auf fremden Terrains gesammelt hat und seit dem 18. April 2009 auf einen Vollerfolg fern des Brügglifelds wartet.

«Basel ärgern», heisst denn auch das schlichte Motto der Aargauer vor dem schweren Gang in den St. Jakob-Park. Trotz aller negativen Vorzeichen gibt es zumindest zwei Fakten, die den Aussenseiter halbwegs zuversichtlich stimmen können: Am letzten Wochenende gab es mit dem 6:3 gegen Bellinzona den zweiten Saisonerfolg, der die Hoffnungen auf den Liga-Erhalt am Leben hält. Und der neue Konditionstrainer Hans Tanner brachte die Spieler offenbar eindrücklich auf Vordermann. Vor allem bezüglich Schnelligkeit und Sprungkraft soll sich das Ensemble in den letzten Wochen massiv verbessert haben, heisst es im Umfeld des Vereins.

Lustrinellis Premiere?

Die Aufwärts-Tendenzen des FCA lassen den FC Basel nicht gerade in Panik verfallen. «Es wird ein Geduldsspiel», sagt Thorsten Fink nüchtern. Aarau wird verteidigen, Basel angreifen und irgendwann die nötigen Tore schiessen, sieht das wenig abenteuerliche Szenario des Basler Coaches vor. Die Kür nach der samstäglichen Pflicht soll dann in der Nacht auf Montag beim «Morgenstraich» folgen.

Durch die Konstellation, dass Basel bereits einen Tag vor den Young Boys spielt, könnte der Druck auf die Berner ungleich grösser sein als letztes Wochenende, als der Leader vorlegen durfte. Womöglich kommt Mauro Lustrinelli zu seinem ersten Einsatz. Mit dem Trainingsfleiss des Tessiners zeigte sich Vladimir Petkovic sehr zufrieden.

In St. Gallen fürchtet man weniger Lustrinelli als Liga- Topskorer Seydou Doumbia. Der Ivorer hatte Ende September in der Nachspielzeit für die erste Meisterschafts-Niederlage der Ostschweizer in der AFG-Arena gesorgt. «Doumbia war im 1:1-Duell nicht zu halten», erinnert sich der für St. Gallen spielende Berner Lukas Schenkel und fordert: «Wir müssen ihn kollektiv in den Griff bekommen.» Trainer Uli Forte betont, dass sich das Spiel zwischen den beiden statistisch besten Abwehrreihen in der Defensive entscheiden wird.

Xamax sucht im Tourbillon Aufwind

In Sitten geht es um die Vorherrschaft in der Westschweiz. Das stark in die Saison gestartete Neuchâtel Xamax liegt in der Tabelle nur noch dank des besseren Torverhältnisses vor dem FC Sion. Die Neuenburger sind seit acht Partien ohne Sieg und konnten im Walliser Tourbillon letztmals vor 408 Minuten einen Treffer bejubeln.

Der FC Sion ist zwar nicht zur Erfolgsmaschinerie geworden, doch auf jeden Fall genügend erfolgreich, um Trainer Didier Tholot einen Rekord zu bescheren. Seit nunmehr 313 Tage hält sich der frühere Stürmer im Amt und damit länger als alle seine Vorgänger in Präsident Christian Constantins zweiter Amtszeit (seit 2003).

Während in Sitten und auch in Emmenbrücke, wo der FC Luzern Bellinzona empfängt, unter schwierigen Rasen-Verhältnissen gespielt wird, kann das Zürcher Derby zwischen dem FCZ und GC gar nicht angepfiffen werden. Der Letzigrund ist, wie bereits seit zehn Tagen bekannt ist, aufgrund eines Dachschadens mindestens bis zum 1. März geschlossen. (jg/si)

Erstellt: 20.02.2010, 15:13 Uhr

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