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Josip Colina – der glücklichste Basler

Der GC-Verteidiger war Junior beim FC Basel und kam vor langer Zeit zu zwei Einsätzen für den FCB. Beim 2:1-Sieg im St.-Jakob-Park gelangen ihm am Samstag ein Kopfballtor und eine starke Leistung.

Handfestes Gerangel: Josip Colina (rechts) im Zweikampf gegen Basels Marco Streller (links).

Handfestes Gerangel: Josip Colina (rechts) im Zweikampf gegen Basels Marco Streller (links).
Bild: Reuters

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Super League

20. Runde

11.02.Lausanne - Basel- : -
11.02.Thun - Luzern1 : 1
12.02.Sion - Young Boys- : -
12.02.Servette - Xamax- : -
12.02.FC Zürich - Grasshoppers- : -
Stand: 11.02.2012 19:36

Rangliste

NameSpSUNG:EPkt
1.Basel19116238:1739
2.Luzern2096527:1733
3.Young Boys1986529:1830
4.Thun2076723:2227
5.Servette1973926:3224
6.FC Zürich1964927:2722
7.Grasshoppers19611219:3719
8.Lausanne18321316:4411
9.Sion1995526:17-4
10.Xamax1875622:220
Stand: 11.02.2012 19:37

21. Runde

16.02.Young Boys - Basel- : -
18.02.Xamax - Sion- : -
18.02.FC Zürich - Thun- : -
19.02.Lausanne - Luzern- : -
19.02.Servette - Grasshoppers- : -
Stand: 01.01.1970 01:00

Am Ende hatte er etwas Glück, und das wusste er wohl auch. Die 94. Minute lief, der FC Basel griff verzweifelt an auf der Suche nach dem Ausgleich. Dann kam der Basler Verteidiger Atan Cadgas an den Ball, mit Josip Colina im Rücken. Cadgas fiel schnell und reklamierte für sich den Penalty. Doch Schiedsrichter Nikolaj Hänni pfiff nicht. Der GC-Verteidiger schlug den Ball weit weg ins Feld. Augenblicke später waren das Spiel zu Ende und die Zürcher die überraschenden Sieger im Auswärtsspiel beim FCB und Colina der Mann des Spiels.

Ausgerechnet er, der unter Ciriaco Sforza oft nur Ersatz war. Fünfmal hatte der 29-jährige Schweizer mit kroatischen Wurzeln in dieser Saison zwar in der Startformation gestanden, was allerdings lange her ist: zu Beginn der Saison, als Boris Smiljanic verletzt war. In den darauffolgenden 8 Spielen hingegen und in 11 der 13 letzten Partien war Colina nicht auf dem Platz gestanden – jedoch auch, weil er ab Mitte Oktober verletzt ausfiel; zuerst wegen Schmerzen an der Achillessehne, dann wegen einer Muskelzerrung in der Wade.

Vertrauen dank frühem 1:0

Nun war vor dem Spiel in Basel die Not gross in der GC-Defensive: Smiljanic war gesperrt, sein Partner Guillermo Vallori ist verletzt. Es war die Chance für Colina, der ohnehin zum Verteidiger Nummer 3 aufgestiegen war – mit seiner Ankündigung, GC am Saisonende zu verlassen, hat sich der junge Rolf Feltscher um die Gunst bei Trainer Ciriaco Sforza gebracht. Und nach dem 2:1-Sieg darf Colina für sich beanspruchen, die Gelegenheit genutzt zu haben. Schliesslich war er es, dem in der 3. Minute mit dem Kopf das 1:0 gelang, das «der Mannschaft das nötige Selbstvertrauen gab», wie Kollege Kay Voser sagte.

Sforza beteuerte, es habe ihn keinesfalls überrascht, wie gut GC verteidigte. Dabei war das keine Selbstverständlichkeit, weil erstmals in einem Meisterschaftsspiel Colina zusammen mit Jeff Strasser die Innenverteidigung bildete. Die Vertreter spielten unaufgeregt, weil alles andere nicht ihrem Stil entspräche, aber ausgesprochen diszipliniert. Basel kam nicht zu sehr vielen Chancen und vor allem nur zu einem Tor: dem 1:2-Anschlusstreffer durch Scott Chipperfield kurz nach dem 2:0 der Grasshoppers durch Ricardo Cabanas in der 58. Minute. «In Basel nur ein Tor zu kassieren, ist doch in Ordnung», fand Colina. In Basel sogar zu gewinnen haben die Grasshoppers vor 42 Monaten mit einem 3:2 letztmals geschafft.

Das Tor in Basel ändert nichts

Zu jener Zeit spielte der Verteidiger selbst noch in Basel – auf der anderen Seite des Rheins indessen: bei Concordia. Fünf Jahre stand er dort unter Vertrag, bestritt 118 Spiele in Challenge League und NLB. Davor hatten für ein halbes Jahr Varese in der italienischen Serie C 1 und für eine Saison Wangen bei Olten seine Vereine geheissen. Und ganz am Anfang stand der FC Basel. Als D-Junior war der kleine Josip dem FCB beigetreten. Er durchlief alle Juniorenstufen und schaffte es schliesslich zu zwei Einsätzen in der damaligen Nationalliga A. Mit 18 Jahren und unter Trainer Marco Schällibaum trug Colina gegen Xamax und Luzern zweimal für einen Teileinsatz das Basler Shirt.

Im Sommer 2007 folgte er dem Ruf Erich Vogels nach Zürich. War unter Trainer Hanspeter Latour erst ein Pendler zwischen Innenverteidigung, defensivem Mittelfeld und Ersatzbank. Eine Saison später machte er 34 der 36 Spiele und war trotzdem keiner für den Mittelpunkt. Ein Tor in Basel kann das nicht ändern – dafür scheint Colina zu zurückhaltend. «Auch für ein 2:1 in Basel gibt es drei Punkte», sagt er rational. Den Stolz kann er trotzdem nicht ganz verbergen. Wegen seiner Basler Vergangenheit, und weil seine Familie weiterhin in Basel wohnt, «war das für mich persönlich schon ein sehr spezieller Sieg». (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.03.2010, 10:10 Uhr

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10 Kommentare

thomas mann

11.03.2010, 11:23 Uhr
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@ raymond wyss: haben sie überhaupt schon mal ein spiel live gesehen? sie scheinen nicht die geringste ahnung zu haben. ist reichlich unüberlegt, was sie da schreiben. der fcb spielt einen komplett anderen fussball. schauen sie sich sonst synchronschwimmen an? und zu frei: gross hätte ihn vor seinem wechsel zum bvb haben können. und hat abgelehnt. er sei zu ähnlich wie gimenez. Antworten


raymond wyss

11.03.2010, 03:04 Uhr
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genau gleich wie letztes jahr,nur frei macht den unterschied.hätte gross ihn gehabt wäre er noch trainer.sonst sind ja die genau gleichen nieten beim club wie letztes jahr.ausser das einige sich ein wenig gesteigert haben sehe ich nicht viel mehr gutes oder langweiligeres als letztes jahr.torwart zu verteidigung verteidigung zu torwart usw.man spielt schneller zurück das ists man muss investiere!! Antworten


daniel rupp

10.03.2010, 12:11 Uhr
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@mirka Zimmermann ich gebe Ihnen völlig recht, man hätte nach Freis Ausfall reagieren müssen, Almerares hat sich nicht weiterentwickelt und Streller auf sich alleine gestellt, das funktioniert nicht. Die FCB verantwortlichen haben gepennt. Antworten


klaus littof

09.03.2010, 18:40 Uhr
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@ p.storrer: von fussball scheinen sie nicht wirklich eine ahnung zu haben. lösen ein abo in stuttgart, freuen sie sich auf nächste saison, wenn dann die letzten technisch begabten spieler weg sind. und hören sie auf zu weinen ... Antworten


Mirka Zimmermann

08.03.2010, 17:18 Uhr
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Wer Titel-Ambitionen hat,hätte nach Alex Freis Ausfall reagieren müssen.Almerares ist ein nicht enden wollender Flop.Streller auf sich allein gestellt kann natürlich gedeckt werden.YB hat im Winter zwei OffensivKräfte gepostet.Bienvenue hat bereits 3 Punkte für die Berner gerettet.Leider waren die FCB-Verantwortlichen wieder einmal zu wenig vorausschauend.Wenn sich Strelli verletzt?Gute Nacht FCB Antworten


Kilian Corbat

08.03.2010, 16:28 Uhr
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GC hat mehr gearbeitet, war besser eingestellt als Basel, hatte auch zum Teil Schiedsrichterhilfe... Viele Fouls an Basler Spielern wurden leider nicht gepfiffen! Costanzo ist noch nicht soweit, hat noch nicht die gewohnte Sicherheit. Eine verpasste Gelegenheit... Hoffen wir weiter! Antworten


Anja Hame

08.03.2010, 14:34 Uhr
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@Hr. Storrer, sie können ja gerne ein Abo in Stuttgart lösen, die spielten übrigens auch nur 2:2 am Samstag. Ich finde Basel hat schon lange nicht mehr so schönen und mehrheitlich erfolgreichen Fussball gespielt, wie im letzten halben Jahr. noch liegt alles drinnen, von 0-2 Titeln. Wenn sie hingegen lange Bälle, robuste Spielweise und was kompaktes vorziehen, der VfB ist in gut 3 Std. erreichbar Antworten


antonio fusco

08.03.2010, 13:29 Uhr
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@Pascal E. Storrer YB hat den Ausrutscher vom FCB nicht ausgenutzt und nicht umgegehrt.Der FCB hat zuerst gespielt. Im Cup ist man noch dabei und in der Meisterschaft sind es immer noch 4 Punkte,darum nicht motzen. Antworten


Thommy Hill

08.03.2010, 12:35 Uhr
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@ Pascal E. Storrer: Zur Info --> Im Cup sind wir auch noch dabei (gegen Kriens im Halbfinal) und die Meisterschaft ist noch lange nicht beendet!!! Immer dieses Gemotze... Antworten


Pascal E. Storrer

08.03.2010, 10:37 Uhr
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Und wieder schaffte es der FCB nicht, einen Ausrutscher des Leaders auszunützen. Schwaches Spiel im Schneetreiben. Jedes Jahr muss ein Titel her hiess es letzten Sommer. So wird aber nichts damit! Offensivfussball sehen wir in Stuttgart (5:2 gegen Dortmund, 5:1 gegen Kölle, etc.) Aber eben... Antworten