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Am Hochrisikospiel fehlten Sicherheitsleute
Von Ueli Kägi, Thomas Schifferle, Fredy Wettstein. Aktualisiert am 10.11.2011 54 Kommentare
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Morgen müssen Vertreter der Grasshoppers und des FC Zürich vor der Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) zu einer Anhörung erscheinen. Die Kommission hat zu entscheiden, wie sie das Derby vom 2. Oktober sportlich werten will, das beim Stand von 2:1 wegen Fanausschreitungen in der 78. Minute abgebrochen wurde. Und mit welchen Sanktionen sie die Klubs bestraft.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren bei dem Match ungenügend. Die Theorie sieht vor, dass für ein Hochrisikospiel wie dem Zürcher Derby mit erwarteten 15'000 Zuschauern rund 65 Delta-Sicherheitsleute im Stadion sein müssen. Unabhängige Quellen berichten, es seien beim Derby bedeutend weniger gewesen – die Rede ist von 40 bis 55 anwesenden Kräften des privaten Sicherheitsdienstes.
Mangel an Sicherheitspersonal
Unklar ist, wer für die Unterbesetzung verantwortlich ist. Die Grasshoppers mit ihren wirtschaftlichen Nöten hatten sich im Frühjahr bei der Stadt als Besitzerin des Letzigrunds erfolgreich um eine Reduktion der Sicherheitskosten bemüht. Das angepasste Sicherheitskonzept wurde von der Liga abgenommen. Am Derbysonntag stellten die SFL-Inspektoren allerdings einen Mangel an Sicherheitspersonal fest.
Gewaltbereite Fans aus dem Umfeld der Grasshoppers sollen auf Facebook schon Tage vor der Partie die Parole «Sieg oder Abbruch» ausgegeben haben. Videoaufnahmen vom Matchtag zeigen, dass Besucher der GC-Kurve ungehindert FCZ-Fahnen ins Stadion bringen konnten und sich während des Spiels für die geplante Konfrontation mit den gegnerischen Fans vermummten. Die Sicherheitsleute schritten nicht ein. Der Konflikt entzündete sich kurz darauf an den Fahnen. Er endete damit, dass FCZ-Chaoten problemlos in die Nähe des GC-Blocks laufen und zwei Feuerwerkskörper in die Zuschauer werfen konnten. Mit einer Delegation bestehend aus Präsident, Sicherheitschef und Anwalt werden die beiden Klubs morgen in Bern vorsprechen. Bei GC ist ausserdem Manager Marcel Meier dabei, ebenfalls vorgeladen ist das Stadionmanagement der Stadt Zürich. Beide Vereine werden Forfait-Siege für sich verlangen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 10.11.2011, 07:05 Uhr
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54 Kommentare
Lächerlich und beschämend, wie der TA hier wieder versucht, die ganze Sache den GC-Fans anzulasten. Habt Ihr die Aktion der FCZ-Fans gesehen? Aber logo, durch das ganze Stadion zu rennen und Pyros in den gegnerischen Sektor zu werfen, ist das Gleiche wie Fahnen der Gegner zu präsentieren. Alles andere als ein Forfait-Sieg für den GC wäre eine Frechheit. Antworten



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